AOK-Bilanz zum Ende der Grippesaison 2025/2026: Über 7.300 Influenza-Fälle in Schleswig-Holstein
Impfbereitschaft bei älterer Bevölkerung ab 60 Jahren nach wie vor gering
Kiel. In Schleswig-Holstein sind in der aktuell abgelaufenen Grippesaison von Anfang Oktober 2025 (40. Kalenderwoche) bis Ende April 2026 (17. Kalenderwoche) mit 7.398 Infektionsfällen weniger Menschen an Influenza erkrankt als in der vorherigen Rekord-Saison mit 11.377 Infektionsfällen. Dennoch ist die Zahl der Grippe-Fälle im Vergleich mit den Vorjahren immer noch auf einem hohen Niveau. Bedenklich: Die Impfbereitschaft ist gerade bei älteren Menschen ab 60 Jahren weiterhin nur gering ausgeprägt ist. Nur etwa jeder dritte AOK-Versicherte (34,2 Prozent) in der vom RKI empfohlenen Altersgruppe ließ sich gegen die gefährliche Influenza-Grippe impfen. Diese Bilanz zog heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI). „Die Grippeschutzimpfung schützt wirksam vor schweren Krankheitsverläufen. Daher raten wir vor allem Menschen jenseits der 60, rechtzeitig die Möglichkeit der Impfung zu nutzen“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann und warnt vor den Folgen der geringen Impfbereitschaft.
„Die Grippeschutzimpfung schützt wirksam vor schweren Krankheitsverläufen.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Immer noch hohes Niveau
Trotz des Rückgangs ist die Zahl der Influenza-Infektionen der aktuell abgelaufenen Grippesaison weiterhin auf einem hohen Niveau. Der aktuelle Wert liegt nach dem Rekordjahr 2024/2025 im Vergleich der letzten Jahre immer noch an zweiter Stelle. In der abgelaufenen Grippesaison 2025/2026 waren besonders viele Infektionsfälle in der Zeit von Ende Januar bis Ende Februar (Kalenderwochen vier bis neun 2026) zu verzeichnen. In dieser Zeit wurden mit 5.184 Fälle über 70 Prozent aller Infektionsfälle der abgelaufenen Grippesaison registriert.
AOK rät zur Grippeschutzimpfung
Um sich vor einer Influenza-Infektion und schwere Krankheitsverläufe zu schützen, rät die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… NordWest dringend dazu, die Grippeschutzimpfung zu nutzen. „Die Grippeschutzimpfung ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen unerlässlich“, sagt der AOK-Chef. Allerdings ist die Impfbereitschaft bei den Über-60-Jährigen trotz der nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken mit dem Influenza-Virus weiter gering. Das zeigt eine aktuelle AOK-Auswertung. Danach ließen sich 2025 nur 34,2 Prozent der Über-60-jährigen AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein impfen. Das ist ein leichter Anstieg zum Vorjahr mit 32,9 Prozent. Im Jahr 2020 lag die Impfquote noch bei 43,0 Prozent. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für… empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine Grippe kann zudem Asthmaanfälle verursachen.
Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus auch Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch Kranke aller Altersgruppen, außerdem für medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr.
Grippeschutzimpfung vormerken
Um für die nächste Grippesaison gewappnet zu sein, sollte schon jetzt der Herbst im Kalender vorgemerkt werden. Denn der beste Zeitraum für eine Impfung sind die Monate Oktober bis Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper den vollen Impfschutz aufgebaut hat. Da sich Grippeviren ständig verändern, wird der Impfstoff jährlich für die zu erwartende Virus-Variante angepasst. Um optimal für die aktuelle Saison geschützt zu sein, ist eine erneute Impfung notwendig. Die Impfung kann bei allen niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen wie in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zudem ist die Grippeimpfung für Personen ab 18 Jahren auch in Apotheken möglich. Dafür müssen Apotheker Der Beruf des Apothekers setzt ein Pharmaziestudium voraus. Näheres zur Ausbildung und… und Apothekerinnen eine spezielle Fortbildung nachweisen. Für die Impfung wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.
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