Mehr Krankenhauseinweisungen wegen Flüssigkeitsmangel in Schleswig-Holstein
Zum Hitzeaktionstag am 11. Juni warnt die AOK vor der Gefahr von Dehydrierung
Kiel. Eine aktuelle Auswertung auf Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund von Flüssigkeitsmangel in den letzten Jahren in Schleswig-Holstein deutlich angestiegen ist. Danach wurden deshalb im Jahr 2024 insgesamt 4.575 Menschen stationär behandelt, das sind 25 Prozent mehr als noch im Jahr 2020 mit 3.399 Behandlungen. „Vor allem jetzt im Sommer mit länger andauernden Hitzeperioden besteht ein erhöhtes Risiko für eine Dehydrierung“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Anlässlich des Hitzeaktionstages am Donnerstag, 11. Juni, weist die AOK NordWest auf die Gefahren der Dehydrierung hin und bietet umfangreiche Informationen zum Thema „Hitze und Gesundheit“ und zum Schutz vor anhaltender Hitze. Spezielle Informationen gibt es dazu unter www.aok.de/pk/hitzeschutz im Internet.
„Vor allem im Sommer mit länger andauernden Hitzeperioden besteht ein erhöhtes Risiko für eine Dehydrierung.“
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest
Mehr Krankmeldungen nach länger anhaltenden Hitzeperioden
Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis von AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Daten hat gerade erst gezeigt, dass Hitze nicht nur akute Gesundheitsnotfälle wie beispielsweise Schlaganfälle auslösen kann, sondern auch bestehende Erkrankungen und deren Symptome verschlimmert. Dadurch können Personen an der Grenze ihrer Arbeitsfähigkeit sogar in den Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… rutschen. Laut der Analyse führt ein durchschnittlicher Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad bereits kurzfristig zu einem Anstieg der Krankmeldungen um etwa 3,5 Prozent. Dieser kurzfristige Effekt verstärkt sich mit der Dauer der Hitzebelastung. So beträgt der Anstieg der Krankmeldungen am dritten aufeinanderfolgenden Hitzetag bereits 5,0 Prozent und verdreifacht sich nach sieben Hitzetagen in Folge auf etwa 10,8 Prozent. Hitzewellen können möglicherweise auch die Diagnose von bisher unbehandelten Krankheiten wie Depressionen auslösen, die schon vorher bestanden.
Hitzeschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
„Die Studie macht unmissverständlich deutlich, dass Hitzeschutz in der Arbeitswelt einen höheren Stellenwert bekommen muss“, so AOK-Chef Ackermann. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… hilft die AOK den Betrieben bei der Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen. Das Thema betrifft aber auch weitere Bereiche des täglichen Lebens, von der Kita über die Schule bis zum Sportverein. Die AOK unterstützt daher die Forderung der Partner des Hitzeaktionstages nach einer sektorenübergreifenden Gesamtstrategie für gesundheitlichen Hitzeschutz, die alle Ebenen von der Kommune bis zum Bund umfasst. „Hitzeaktionspläne müssen als kommunale Aufgabe gesetzlich verankert und von Bund und Ländern finanziell und personell unterstützt werden“, so Ackermann. Das Thema Hitzeschutz und die Umsetzung von Hitzeaktionsplänen sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die unter anderem mit dem Hitzeaktionstag gefördert werden sollen. Der von der AOK als Partnerin unterstützte Hitzeaktionstag ist erstmals 2023 von der Bundesärztekammer und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e.V. initiiert worden und findet in diesem Jahr mit vielen regionalen und bundesweiten Aktionen und Veranstaltungen am 11. Juni statt.
AOK informiert über Gesundheitsgefahren
Die AOK informiert im Zusammenhang mit dem Hitzeaktionstag vor allem über die oftmals unterschätzten Gesundheitsgefahren durch länger andauernde Hitzeperioden. Gefährdet sind in solchen Phasen insbesondere Personen, deren Kreislauf bereits beeinträchtigt ist. Dazu gehören unter anderem ältere Menschen, Schwangere und chronisch kranke Menschen, bei denen beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes diagnostiziert wurde. „Mit unseren Gesundheitstipps zum richtigen Umgang mit Hitzewellen wollen wir insbesondere diese stark belasteten Menschen erreichen und ihnen aufzeigen, wie sie sich bei länger anhaltenden Hitzewellen verhalten sollten“, betont Ackermann.
Bei Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes wird es in diesem Sommer auch gezielte Informationen über die Social-Media-Kanäle der AOK geben. „Wir möchten die Menschen in den Phasen erreichen, wenn sie das Problem konkret betrifft“, so Ackermann. Zusätzlich bietet die AOK auch individuelle Beratung zum Thema an: Persönliche Fragen von Versicherten beantwortet ein Team aus Medizinern ab sofort beim medizinischen Hitzetelefon von AOK-Clarimedis unter der Telefonnummer 0800 1 265 265. Das Hitzetelefon ist täglich und rund um die Uhr erreichbar.
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Foto: Hitzeaktionstag 2026 in Schleswig-Holstein
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