Pressemitteilung

Grippewelle in Mecklenburg-Vorpommern stärker als in den Vorjahren

06.02.2026 AOK Nordost 3 Min. Lesedauer

Auswertung zeigt Krankheitslast im Alltag

Zum Start der Winterferien hat die Grippewelle in MV an Fahrt aufgenommen. Im Januar fehlten mehr Menschen grippebedingt im Job als in den Vorjahren. Und im Vergleich zum Jahresbeginn haben sich die Grippe-Krankmeldungen zuletzt sogar verfünffacht. Das zeigt eine Auswertung der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Nordost, der größten Krankenkasse in MV.

Für viele Kinder und Jugendliche, aber auch für ihre Eltern starten die Winterferien in MV mit Atemwegsinfektionen oder sogar einer Grippe. Bei Erwachsenen fällt die Grippewelle bislang stärker aus als in den Vorjahren. Konkret ließen sich im Januar 792 AOK-Versicherte aus MV wegen einer Grippe ärztlich krankschreiben. In den Vorjahren waren es mit 670 und 772 jeweils weniger Krankschreibungen. 

Zudem ist die Anzahl der Grippe-Krankmeldungen zuletzt deutlich angestiegen. Allein in der letzten Januarwoche waren es 292 Grippe-Krankschreibungen - und damit rund fünfmal mehr als in der ersten Januarwoche dieses Jahres.

„Angesichts der hohen Anzahl der Grippeinfektionen in MV lohnt es sich weiterhin, jetzt eine Grippeimpfung nachzuholen. Im vergangenen Jahr wurde der Höhepunkt der Grippesaison erst im März erreicht“, ordnet Juliane Venohr, Leiterin der Landesdirektion der AOK Nordost in Mecklenburg-Vorpommern, die Zahlen ein.

Auswertung der Grippe-Krankmeldungen ergänzt offizielle Statistik

Die Grafik zeigt den Verlauf der diesjährigen Grippesaison in MV im Vergleich mit den Saisons der beiden Vorjahre. 

Die AOK-Auswertung der ärztlichen Grippe-Krankschreibungen ergänzt offiziell gemeldete Influenzafälle, die in Mecklenburg-Vorpommern vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) erfasst werden. Die LAGuS-Wochenberichte zu dem Thema beruhen auf Meldungen einer Stichprobe von Arztpraxen sowie virologischen Proben.

Eine labordiagnostische Abklärung, ob eine Grippe vorliegt, ist insbesondere bei schweren Symptomen sinnvoll, sollte den Beginn der Therapie aber nicht verzögern. In der ambulanten Versorgung wird Grippe deshalb häufig nach einer körperlichen Untersuchung diagnostiziert; Laborproben werden vor allem bei schweren Verläufen und in Risikogruppen eingesetzt.

Die Auswertung der Grippe-Krankmeldungen erlaubt neben den offiziellen Zahlen einen zweiten, alltagsnahen Blick darauf, wie viele Menschen am Arbeitsplatz wegen einer Grippeinfektion fehlen.

Hinweise für die Redaktion:

Für die Datenanalyse hat die AOK Nordost die AU-Meldungen aller krankengeldberechtigten Versicherten aus MV ausgewertet. Krankengeldberechtigt sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Auszubildende und Empfänger von Arbeitslosengeld. 

Die Datenanalyse ist nicht tagesaktuell, weil elektronische Arbeitsunfähigkeitsmeldungen auch im eAU-Verfahren zeitverzögert eingehen und nachträglich korrigiert oder ergänzt werden können. Ein belastbarer Datenstand liegt daher erst nach Abschluss dieser Nachmeldungen und Plausibilitätsprüfungen vor.

Die AOK Nordost ist die größte Krankenkasse in MV, rund jede und jeder Vierte in MV ist bei der AOK Nordost versichert. Die Daten sind damit annähernd repräsentativ.

Pressesprecher

Dirk Becker

AOK Nordost