Pressemitteilung

Krankenkassen für Berliner wichtige Quelle für Gesundheitsfragen

26.02.2026 AOK Nordost 4 Min. Lesedauer

Fachlich geprüfte Inhalte immer wichtiger

Wenn es um Informationen zu Gesundheitsfragen geht, vertrauen die Menschen in Berlin laut einer aktuellen forsa-Umfrage häufig Personen und Einrichtungen mit medizinischem Fachwissen. Aber auch Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… stehen bei verlässlichen Informationen hoch im Kurs. 

So erklären 77 Prozent der Menschen in Berlin (Bundesdurchschnitt 78 Prozent), sich bei Gesundheitsfragen gerne bei Ärztinnen und Ärzten zu informieren. 56 Prozent (Bund: 52 Prozent) holen sich Informationen in ihrem persönlichen Umfeld und 36 Prozent (38 Prozent) in der Apotheke. 
Mit einem Anteil von 35 Prozent (bundesweit 30 Prozent) informiert sich mehr als jede dritte Person in Berlin aber auch bei der eigenen Krankenkasse, sei es über deren Internetangebot oder in Broschüren. 66 Prozent der Berlinerinnen und Berliner suchen online, wenn es um Krankheitssymptome und Beschwerden geht. Das ist das Ergebnis einer forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Nordost. Befragt wurden mehr als 750 Personen in Berlin ab 18 Jahren.

„Gerade wenn Gesundheitsthemen aus dem Internet stammen, ist es schwer zu erkennen, ob diese Informationen richtig sind. “

Natascha Kierstein

Projektleiterin für digitale Gesundheitskompetenz bei der AOK Nordost

Über klassische Medien wie Zeitungen und Online-Medien wie beispielsweise digitale Gesundheitsportale informieren sich 30 Prozent (bundesweit 27 Prozent). Recht unterschiedlich werden auch andere Quellen von den Berlinerinnen und Berliner bei Gesundheitsfragen im Vergleich zum Bundestrend gewertet: So geben 26 Prozent (bundesweit 20 Prozent) an, Gesundheitsinformationen über Wikipedia zu beziehen, 22 Prozent (16 Prozent) informieren sich mit KI-Chatbots wie beispielsweise ChatGPT. Mit der Quelle wissenschaftliche Studie oder Fachpublikation arbeitet rund jeder Fünfte in Berlin (bundesweit 15 Prozent). Das könnte auch an der hohen Dichte von Fachhochschulen und Universitäten in Berlin liegen. Lediglich 16 Prozent (bundesweit 11 Prozent) beziehen ihre Gesundheitsinformationen über Social Media. 

Nach Internetsuche sind viele oft ratlos

In den vergangenen zwölf Monaten suchten zwei von drei Berlinerinnen und Berliner online nach Krankheitssymptomen und Beschwerden, darunter 74 Prozent Frauen und 58 Prozent der Männer. Nach allgemeinen Krankheiten und Diagnosen schaute in Berlin die Hälfte der Befragten, nach dem Stichwort Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… suchten 40 Prozent in Form von Ernährung, Sport und Bewegung.

Jedem vierten Menschen in Berlin, der online nach Gesundheitsinformationen sucht, fällt es schwer, wirklich vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen aus dem Internet zu erhalten. Von dieser Gruppe stimmen 82 Prozent (bundesweit 66 Prozent) der Aussage zu: „Es ist nicht erkennbar, ob die Informationen wissenschaftlich überprüft wurden oder nachgewiesen sind.“ 76 Prozent geben an, unsicher zu sein, welche Quellen wirklich verlässlich sind.

„In Berlin hat jede vierte Person beispielsweise Probleme damit, verlässliche Informationen zu finden. Gerade wenn Gesundheitsthemen aus dem Internet stammen, ist es schwer zu erkennen, ob diese Informationen richtig sind. Deshalb unterstützen wir Menschen darin, Inhalte kritisch zu beurteilen“, sagt Natascha Kierstein, Projektleiterin für digitale Gesundheitskompetenz bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Nordost.

Verbraucher suchen nach verlässlichen Informationen

Um dem Wunsch nach verlässlichen Quellen nachzukommen, führt die AOK einen Fachprüfungsstempel ein. „Mit unserem Fachprüfungsstempel wollen wir unsere Versicherten und alle weiteren Nutzerinnen und Nutzern in vier Schritten helfen, im Alltag gute Entscheidungen für die Gesundheit zu treffen: finden, verstehen, beurteilen und anwenden. Hinter dem Qualitätssiegel stehen zudem Expertinnen und Experten, die die medizinischen Inhalte prüfen“, so Kierstein.

Das Prüfsiegel findet sich beispielsweise unter Artikeln im AOK-Gesundheitsmagazin sowie in weiteren Informationskanälen der AOK. Die AOK prüft mit Ärztinnen und Ärzten oder Fachkräften ihre Medieninhalte – egal ob digital oder gedruckt – vor einer Veröffentlichung auf Richtigkeit und stellt sicher, dass dort nur seriöse Inhalte zu finden sind.

Hinweis für die Redaktion: Für die Datenanalyse wurden insgesamt 753 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Berlinerinnen und Berliner ab 18 Jahren befragt. Die Erhebung wurde vom 18. Dezember 2025 bis 17. Januar 2026 im Rahmen des repräsentativen Online-Panels forsa.omninet durchgeführt. Die ermittelten Ergebnisse können lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 4 Prozentpunkte) auf die Grundgesamtheit übertragen werden.

Pressesprecher

Dirk Becker

AOK Nordost