Asthma in Hessen: Der Nordosten und Offenbach tragen die Hauptlast
Asthma in Hessen ungleich verteilt: Frauen und Ältere tragen die Hauptlast
Frauen und Ältere tragen die Hauptlast
Ein markantes Ergebnis der Analyse ist der Geschlechterunterschied: Frauen sind mit einer Prävalenz ist eine Messgröße aus der Epidemiologie, die die Häufigkeit einer Krankheit zu einem bestimmten… von 4,83 Prozent deutlich häufiger von Asthma betroffen als Männer (3,60 Prozent). Besonders auffällig ist die Entwicklung im Lebenslauf: Während im Kindesalter (bis 14 Jahre) noch die Jungen dominieren, kehrt sich dieses Bild ab dem 25. Lebensjahr massiv um. In der Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen erreicht die Belastung bei Frauen mit über 8 Prozent ihren Höhepunkt.
Regionales Gefälle: Nordhessen und Offenbach im Fokus
Innerhalb Hessens zeigt der Gesundheitsatlas ein deutliches Gefälle. Die höchsten Erkrankungsraten finden sich im Nordosten und in Offenbach:
- Werra-Meißner-Kreis: 5,42 Prozent
- Offenbach am Main: 5,12 Prozent
- Hersfeld-Rotenburg: 5,05 Prozent
Im Gegensatz dazu weisen Marburg-Biedenkopf, Darmstadt-Dieburg, der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis und die Stadt Darmstadt besonders niedrige Werte auf.
Zeitlicher Trend: Stabiles Plateau auf hohem Niveau
Die Langzeitanalyse von 2017 bis 2023 verdeutlicht, dass die Asthma-Zahlen in Hessen leicht gestiegen sind. Lag die Prävalenz 2017 noch bei ca. 3,88 Prozent, hat sie sich nun bei über 4,2 Prozent eingependelt. Ein kurzer Rückgang im Jahr 2021 (während der Pandemie-Maßnahmen) wurde durch einen erneuten Anstieg im Jahr 2022 wieder ausgeglichen.
Moderne Medizin schenkt Lebensqualität
Trotz der stabilen Fallzahlen gibt es medizinisch gute Nachrichten. „Asthma ist heute durch moderne Wirkstoffe, insbesondere personalisierte Biologika für schwere Fälle, sehr gut kontrollierbar“, erklärt Dr. Christoph Stein aus dem Medizinischen Kompetenzcenter der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen. „Ziel muss es sein, die Patientinnen und Patienten so einzustellen, dass sie im Alltag und beim Sport keine Einschränkungen spüren.“ Auch digitale Helfer, wie smarte Inhalatoren, unterstützen Betroffene zunehmend dabei, ihre Lungenfunktion eigenständig zu überwachen.
Über den Weltasthmatag
Der jährlich am 5. Mai stattfindende Weltasthmatag wird von der Global Initiative for Asthma (GINA) organisiert. Er dient dazu, Vorurteile abzubauen – etwa, dass Asthmatiker keinen Sport treiben sollten – und die Diagnosequalität weltweit zu verbessern. In Hessen unterstützen die Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… Betroffene unter anderem durch spezielle Disease-Management-Programme (DMP) Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke… . Bei der AOK Hessen heißt es „AOK-Curaplan Asthma bronchiale.“
Hinweis zum AOK-Gesundheitsatlas
Die in der Pressemitteilung zitierten Daten beziehen sich auf das Jahr 2023. Der AOK-Gesundheitsatlas ermöglicht verlässliche Aussagen zur Krankheitshäufigkeit für die knapp 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in den Regionen Deutschlands - auf Basis der Abrechnungsdaten der 27 Millionen AOK- Versicherten. Dafür wird ein Hochrechnungsverfahren eingesetzt, das für diesen Zweck vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt wurde. Folglich stehen Informationen zu Krankheitshäufigkeiten in der Gesamtbevölkerung bis auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte zur Verfügung.