Pressemitteilung

Diese Rose will keiner haben

19.08.2026 AOK Hessen 3 Min. Lesedauer

Wenn Grunderkrankung: Impfung gegen Gürtelrose schon ab 18 Jahren möglich / Vor allem Frauen und Ältere betroffen

Das Bild zeigt einen Patienten mit freiem Oberkörper auf einer Liege sitzendend und Ausschlag im seitlich und unteren Bauch- und Rückenbereich. Ein Arzt untersucht mit einer beleuchteten Lupe

Die Gürtelrose (Herpes zoster) ist häufig eine sehr schmerzhafte Viruserkrankung, die Nerven und Haut trifft und ansteckend ist. Erkranken können alle, die in ihrem Leben schon einmal Windpocken hatten. Denn beide Krankheiten werden vom gleichen Virus ausgelöst: dem Varizella-Zoster-Virus. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Eine Impfung kann das Risiko deutlich senken. 

„Typisch für eine Gürtelrose ist ein schmerzhafter, brennender Hautausschlag mit kleinen, oft juckenden Bläschen. Meist tritt er nur auf einer Seite des Körpers auf und zieht sich wie ein Band entlang eines Nervs – daher der Name Gürtelrose. Der Ausschlag kann überall auftreten, zeigt sich aber meistens am Rücken oder an der Brust“, sagt Dr. Christoph-Gerard Stein von der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken hierzulande jährlich zwischen 300.000 und 400.000 Personen an Gürtelrose – wobei das Risiko mit zunehmendem Alter deutlich ansteigt. 

Kontakt mit Schwangeren meiden

Bevor der Hautausschlag sichtbar wird, fühlen sich viele Betroffene müde oder haben leichtes Fieber. Nach zwei bis drei Tagen rötet sich dann die Haut in einem begrenzten Bereich, und es bilden sich kleine Knötchen, aus denen flüssigkeitsgefüllte Bläschen entstehen. „Diese Bläschen sollte man nicht aufkratzen. Sie trocknen nach einigen Tagen aus, verkrusten, fallen nach ein bis zwei Wochen von selbst ab“, so Stein weiter. Solange noch Bläschen vorhanden sind, sollten Erkrankte daher engen körperlichen Kontakt mit Menschen vermeiden, die keinen Schutz vor Windpocken haben. Das gilt vor allem für Schwangere und für Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei zehn bis 20 Prozent der Erkrankten bleibt der Schmerz an der betroffenen Körperstelle auch nach dem Abheilen noch für Monate oder Jahre zurück.

Impfung senkt Erkrankungsrisiko

„Der wirksamste Schutz gegen eine Gürtelrose ist die Impfung. Sie besteht aus zwei Injektionen eines Totimpfstoffs, die im Abstand von zwei bis sechs Monaten gegeben werden. Studien haben gezeigt, dass die Impfung das Erkrankungsrisiko deutlich senken kann: So liegt ihre Wirksamkeit ab dem Alter von 50 Jahren bei 92 Prozent“, erklärt Stein weiter. Für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für 50-Jährige mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen Die 93 Krankenkassen (Stand: 01.01.26) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… seit 2019 die Gürtelrose-Impfung. Seit Anfang 2026 können auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch Menschen ab 18 Jahren, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben, gegen Gürtelrose geimpft werden. Ein erhöhtes Risiko besteht zum Beispiel bei einer schwer ausgeprägten chronischen Grunderkrankung wie Diabetes, Niereninsuffizienz, Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Asthma oder der Lungenerkrankung COPD sowie bei Immunschwäche.

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