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WHO mahnt zu Wachsamkeit bei Corona 

11.01.2024 3 Min. Lesedauer

Angesichts von weltweit offiziell fast 10.000 Corona-Todesfällen im Dezember mahnt die Weltgesundheitsorganisation WHO zu Wachsamkeit. Das Virus sei immer noch im Umlauf, verändere sich und töte, erklärte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Obwohl 10.000 Todesfälle im Monat weit weniger seien als auf dem Pandemie-Höhepunkt, sei „dieses Ausmaß an vermeidbaren Todesfällen nicht akzeptabel“.

Gerade über die Feiertage am Jahresende sei die Zahl der Corona-Infektionen nach ersten Anzeichen gestiegen, erklärte der WHO-Chef. Im Dezember seien der WHO 42 Prozent mehr Klinikeinweisungen und 62 Prozent mehr Einweisungen auf Intensivstationen als im November gemeldet worden. Die Organisation forderte die Regierungen auf, das Infektionsgeschehen weiter zu überwachen und Tests, Medikamente und Impfstoffe bereitzustellen. Menschen sollten sich impfen lassen, bei Bedarf testen und Masken tragen und dafür sorgen, dass stark frequentierte Innenräume gut gelüftet seien.

WHO-Expertin Maria Van Kerkhove erklärte, Ende 2023 habe die an die WHO gemeldete Zahl der Corona-Toten die Sieben-Millionen-Marke überschritten. „Die tatsächliche Zahl der Todesopfer ist höher, Schätzungen gehen von mehr als dreimal so vielen Toten weltweit aus“, schrieb sie heute auf X. „Corona ist weiter eine globale Bedrohung und wir können es nicht wegwünschen.“

Für Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter eine hohe Anzahl an Infektionen durch Corona-, Influenza- und Respiratorische Synzytialviren (RSV). Während die Grippe- und RSV-Welle anhält, sieht das Institut für die erste Januarwoche bei Corona Hinweise auf einen Rückgang der Infektionsdynamik. Das RKI merkt in seinem neuen Wochenbericht an, dass die Daten wegen Ferien und Feiertagen nur eingeschränkt zu bewerten seien. Die weitere Entwicklung der Grippewelle in Deutschland könne in den kommenden Wochen besser beurteilt werden, da in der ersten Kalenderwoche 2024 die meisten Bundesländer noch Schulferien hatten, schrieb das RKI. Aktuell leiden laut RKI-Schätzungen etwa 4,6 Millionen Menschen in Deutschland an akuten Atemwegserkrankungen. Vor Weihnachten waren es noch knapp neun Millionen Kranke. In der Schweiz habe Influenza das Coronavirus überholt, schrieb die Genfer Virologin Isabella Eckerle auf X. Im Vergleich zu Weihnachten gebe es nun „ein buntes Bild an respiratorischen Viren“, die aktuell zirkulierten. (at)

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