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Grippefälle nehmen zu – alle Altersgruppen betroffen

18.01.2024 3 Min. Lesedauer

Die Influenzawelle in Deutschland baut sich weiter auf. Laut Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat das Virus inzwischen alle Altersgruppen erreicht. In den Vorwochen waren hauptsächlich Schulkinder und junge Erwachsene betroffen.

Von den Patienten, die in der zweiten Kalenderwoche 2024 wegen einer schweren Atemwegserkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten, sind laut RKI 17 Prozent mit Influenza diagnostiziert worden. Der Anteil liege damit höher als in den Vorwochen, heißt es im Bericht. Eine Corona-Diagnose erhielten dagegen zwölf Prozent der Patienten, die wegen einer Atemwegsinfektion in eine Klinik mussten. Dieser Anteil sei weiter rückläufig, schreibt das RKI. Daneben sorge das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) vor allem bei Kindern weiter für viele Infektionen.

Insgesamt seien in Deutschland seit Beginn der Saison mehr als 30.000 Grippefälle an das RKI gemeldet worden. Unverändert zur Vorwoche schätzt das Institut die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung auf etwa 4,5 Millionen. Rund 1,4 Millionen Menschen hätten wegen solcher Infekte einen Arzt aufgesucht. Das hohe Niveau von vor Weihnachten sei noch nicht wieder erreicht, schreibt das RKI. Damals litten fast neun Millionen Menschen an Atemwegsinfekten.

In Deutschland haben die Corona-Impfungen seit ihrer Einführung im Dezember 2020 gut 166.000 pandemiebedingte Todesfälle verhindert. Dies zeigt eine Studie des Europa-Regionalbüros der Weltgesundheitsorganion WHO. In der Region, die 53 Staaten umfasst, seien mit den Vakzinen mehr als 1,4 Millionen Menschenleben gerettet worden. Den größten Unterschied machten die Impfstoffe in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. 96 Prozent aller Corona-Todesfälle, die durch die Impfung abgewendet wurden, entfielen auf diese Gruppe.

„Diese Botschaft ist besonders dringlich in einer Zeit, da Covid weiterhin in der gesamten Europäischen Region zirkuliert und Krankheit und Tod verursacht“, heißt es in der Studie. Die Annahme der jüngsten Auffrischungsimpfungen sei besorgniserregend niedrig, insbesondere bei Hochrisikogruppen. In Deutschland sind laut RKI bislang nur vier Millionen Menschen mit dem an die XBB1.5-Variante angepassten Vakzin geimpft worden. Dies entspricht einer Impfquote von knapp fünf Prozent der Bevölkerung. Der Anteil der über 60-Jährigen in Deutschland macht jedoch mehr als ein Viertel aus. (at)

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