Zahl des Monats Oktober: 63,1 Prozent ...
… betrug im Jahr 2025 laut Fehlzeiten-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) die Arbeitsunfähigkeitsquote der AOK-versicherten Beschäftigten.
Die Arbeitsunfähigkeitsquote beziffert den Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitenehmer, die in einem Jahr mindestens einmal krankgeschrieben waren. Das heißt im Umkehrschluss: 36,9 Prozent der Beschäftigten, die bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… versichert waren, sind 2025 überhaupt nicht krankheitsbedingt ausgefallen.
Eine Detailauswertung zeigt, dass 22,6 Prozent der Beschäftigten 2025 nur einmal im Jahresverlauf krankgeschrieben waren, 14,8 Prozent kommen auf zwei Tage. Ein gutes Viertel (25,8 Prozent) der Beschäftigten fehlte im vergangenen Jahr mehr als zweimal krankheitsbedingt. 80 Prozent der (AU-Tage) entfallen auf 21,8 Prozent der AOK-Mitglieder. 6,6 Prozent der Mitglieder verursachen etwa die Hälfte, lediglich 1,8 Prozent ein Viertel der Fehlzeiten.
Der Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… in Deutschland lag 2007 mit 3,22 Prozent auf dem tiefsten Wert seit der Wiedervereinigung. Nach einem allmählichen Anstieg in der folgenden Dekade wurden dann in der Corona-Pandemie Höchststände verzeichnet. Im Jahr 2023 wurde ein Rekordwert von 6,07 Prozent erreicht. Seitdem sank der Krankenstand wieder, blieb allerdings auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie.
Diese Entwicklung fällt zusammen mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Seit dem 1. Juli 2022 sind Vertragsärztinnen und -ärzte dazu verpflichtet, die Daten der bislang in… (eAU). „Die eAU hat neben weiteren Faktoren wie dem Anstieg der Atemwegserkrankungen infolge der Corona-Pandemie und dem stetigen Zuwachs bei den psychischen Erkrankungen zu einer vollständigeren Erfassung der Krankmeldungen und zu einem Niveau-Shift nach oben geführt“, ordnet WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… -Geschäftsführer Helmut Schröder, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports, die Zahlen ein. Insbesondere kurzzeitige Erkrankungen würden vollständiger erfasst. Ohne eAU wäre der Anstieg der Fehlzeiten bis zum Jahr 2025 mutmaßlich deutlich geringer ausgefallen, als er jetzt tatsächlich gemessen worden ist. Das legt eine Modellrechnung des WIdO nahe, die die Erfassung des Krankenstandes vor Einführung der eAU auf Basis der Daten für 2016 bis 2019 vor Ausbruch der Pandemie simuliert.
Der Krankenstand zeigt den Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage am jeweiligen Kalenderjahr. Für die Höhe des Krankenstandes ist somit neben der Anzahl der AU-Fälle auch die Länge der Arbeitsunfähigkeit liegt nach der Definition des Gemeinsamen Bundesausschusses dann vor, wenn der Versicherte aufgrund… entscheidend. Kurzzeiterkrankungen wie etwa Erkältungen oder grippale Infekte verursachen relativ viele Ausfälle mit kurzer Dauer, Langzeiterkrankungen dagegen wenige Ausfälle mit langer Dauer. Analysen des WIdO zeigen, dass Beschäftigte, die mehr als vier Wochen im Unternehmen fehlen, fast die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (48,1 %) verursachen, aber nur 5,7 % der Arbeitsunfähigkeitsfälle ausmachen. Langzeitfälle mit Ausfallzeiten von mehr als sechs Wochen schlagen besonders zu Buche. Sie kamen demnach 2025 auf einen Anteil von lediglich 3,4 Prozent an den AU-Fällen, verursachten aber 40,4 % des gesamten AU-Volumens.
Solche Langzeitfälle sind häufig auf chronische Erkrankungen zurückzuführen. Verantwortlich sind aber auch psychische Erkrankungen, deren Anteil an den AU-Fällen in den vergangenen Jahren zwar nur relativ leicht gestiegen ist, aber erhebliche Auswirkungen auf die Ausfallzeiten hat. So sind laut dem aktuellen Fehlzeiten-Report zufolge die Ausfallzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren um 42 Prozent gestiegen. Beschäftigte, die wegen einer psychischen Erkrankung krankgeschrieben waren, kamen auf durchschnittlich 28,5 Krankheitstage. Zum Vergleich: Atemwegserkrankungen sorgten 2025 im Schnitt nur für 5,7 Fehltage je Fall.