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Zahl des Monats Juli: 63,4 Prozent …

10.07.2026 AOK-Bundesverband 3 Min. Lesedauer

… der bundesweit pflegenden Angehörigen sind täglich in die Betreuung des pflegebedürftigen Familienmitglieds eingebunden.

Ein älterer Pflegebedürftiger sitzt einer Pflegerin gegenüber, die von hinten zu sehen ist.

Fast ein Viertel ist mehr als zwei Tage, aber nicht jeden Tag in der Woche, mit der Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… des jeweiligen Angehörigen beschäftigt. Jeder achte immer noch ein- bis zweimal in der Woche. Das ist das Ergebnis einer Onlinebefragung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Wissenschaftliche Institut der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ). Teilgenommen haben 1.490 Personen, „die als informelle Hauptpflegepersonen Angehörige mit anerkanntem Pflegegrad Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) sind zum 1. Januar 2017 in der Pflegeversicherung die… im häuslichen Umfeld versorgen“. Durchgeführt wurde die dreiwöchige Befragung zwischen dem 30. September zum 21. Oktober 2025. Die Ergebnisse wurden im „WIdOmonitor“ 1/2026 veröffentlicht.

Demnach zeigen sich kaum Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In den ostdeutschen Bundesländern sind die Hauptpflegepersonen tendenziell etwas stärker in die tägliche Pflege gebunden (64,1 Prozent). In Westdeutschland sind es 63,1 Prozent. 24,5 Prozent der Ostdeutschen pflegen mehr als zweimal in der Woche einen Angehörigen beziehungsweise ein Angehörige (24,1 Prozent West). Etwa jeder neunte (11,3 Prozent) kümmert sich ein- bis zweimal die Woche im Osten, im Westen sind es 12,8 Prozent.

Balkendiagramm

Mehr als jede zehnte befragte Person (14,2 Prozent) pflegt nach eigenen Aussagen mindestens 40 Stunden pro Woche, jede Fünfte (22,2 Prozent) mindestens 30 Stunden. Die zeitliche Belastung ist in Ostdeutschland ebenfalls tendenziell etwas höher. 15,7 Prozent kommen auf 40 Stunden und mehr, 7,4 Prozent auf 30 bis unter 40 Stunden die Woche. Im Westen sind es 13,8 beziehungsweise 8,2 Prozent.

Gemäß aktuellem WIdOmonitor sind etwa sechs von zehn der Befragten bundesweit (59,0 Prozent) erwerbstätig. Ein knappes Drittel davon (31,3 Prozent) arbeitet weiterhin in Vollzeit, 27,7 Prozent arbeiten in Teilzeit. Bei wiederum 45,2 Prozent davon ist die Pflege des Angehörigen der Grund für die verkürzte Arbeitszeit. 41,0 Prozent sind überhaupt nicht erwerbstätig.

Insbesondere deshalb stoßen die Pläne der Regierungskoalition, im Zuge des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) die Beiträge, die die Pflegekassen derzeit an die Rentenversicherung überweisen, zu kürzen. Die AOK sieht hier den Bund in der Pflicht. Zur Entlastung der sozialen Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… (SPV) fordert die Vorstandvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, eine Regelung im PNOG zur Übernahme der Beiträge durch den Bund für diejenigen, die Grundsicherung beziehen, – ähnlich wie es das Beitragsstabilisierungsgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung vorsieht. Weiterhin fehle immer noch die Zusage seitens des Bundes, die Coronaschulden zurückzuzahlen. Die SPV war seinerzeit mit 5,2 Milliarden Euro in die Bresche gesprungen. 

Auch die Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, unterstreicht Reimann die Kürzungspläne. Die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen werde nicht nur in der eigenen Häuslichkeit, sondern überwiegend von Frauen versorgt, die oft unter hoher persönlicher Belastung strukturelle Engpässe auffingen und das System damit entscheidend entlasteten. Ausgerechnet jetzt bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige zu sparen, setze ein falsches Signal. „Wertschätzung sieht anders aus“, so die Verbandschefin.