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AOK-Zuckergipfel: Der hohe Zuckerkonsum in Deutschland wird zu einem zunehmenden Problem

Süß war gestern – zu viel Zucker macht krank

AOK-Zuckergipfel: Der hohe Zuckerkonsum in Deutschland wird zu einem zunehmenden Problem

Der hohe Zuckerkonsum hat seinen Preis: Er steht im Zusammenhang mit der Entstehung von Adipositas und Karies. Adipositas wiederum geht häufig einher mit Diabetes Typ 2 und vieler weiterer Erkrankungen. Ein großes Problem stellt der künstlich zugesetzte Zucker in vielen Lebensmitteln dar. Deshalb hat die AOK den ersten Deutschen Zuckerreduktionsgipfel ins Leben gerufen um die Möglichkeit zur Diskussion zwischen Vertretern der Politik, Lebensmittelindustrie, Gesundheits- und Verbraucherschutzverbänden sowie der Ärzteschaft zu schaffen.

Die Kosten, die durch falsche Ernährung in Deutschland pro Jahr entstehen werden auf mehr als 70 Milliarden Euro beziffert. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation in ihren aktuellen Richtlinien, dass Erwachsene höchstens zehn Prozent ihrer täglichen Kalorien in Form von freiem Zucker zu sich nehmen sollten. Das entspricht etwa 50 Gramm. Erwachsene konsumieren im Schnitt jedoch täglich rund 90 Gramm Zucker - der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 32 Kilogramm jährlich.

Im Rahmen des Zuckerreduktionsgipfels unternimmt die AOK - auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes - einen Vorstoß, um Politik und Öffentlichkeit auf die Gefahren übermäßigen Zuckerkonsums aufmerksam zu machen: Wissenschaftliche Studien, die von der AOK in Auftrag gegeben wurden, zeigen, welche Strategien im Kindermarketing angewandt werden und wie sich Elternwissen über Zuckerkonsum auf die Gesundheit des Kindes auswirkt. „Wir möchten unsere Versicherten aufklären und auf die Gefahren von übermäßigem Zuckerkonsum hinweisen. Daher findet aktuell in allen größeren Kundencentern der AOK begleitend eine informative Ausstellung statt, die versteckten Zucker aufdeckt. Zudem steht fortwährend die AOK-Ernährungsberatung als Ansprechpartner den Versicherten zur Seite“, so Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Zugleich greift der Gipfel auch die unzureichende Lebensmittelkennzeichnung auf. Anders als beim Kampf gegen das Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum wird dem Thema Zucker zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Denn die Lebensmittelindustrie kann trotz eindeutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse zur gesundheitsschädigenden Wirkung ungehindert ihren Produkten reichlich versteckten Zucker zusetzen. Hier müssen gemeinsam neue Wege beschritten werden, um zusammen mit der Politik und der Lebensmittelindustrie verbindliche und tragfähige Umsetzungspläne zur Reduktion von Zucker in Lebensmitteln zu fassen.

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Ein erster richtiger Schritt wäre, die Werbung für zuckerreiche Lebensmittel zu beschränken und in den Kinderprogrammen ganz zu untersagen. Für Schulen sollten Süßigkeiten und Softdrinks gänzlich tabu sein. So würden Präventionsprogramme der AOK (wie JolinchenKids), die sich um gesunde Ernährung drehen, gerade mit Angeboten für Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindergärten Rückenwind erhalten.

Die AOK versteht den Zuckerreduktionsgipfel in Berlin als Auftakt, um das Thema Zuckerreduktion in Deutschland auf die Agenda der Politik und der Industrie zu setzen und mittels eines Aktionsbündnisses die verschiedenen Ansätze zur Zuckerreduktion voranzutreiben. „So könnten eine leicht verständliche Lebensmittelkennzeichnung mittels eines Ampelsystems sowie ein Verbot für an Kinder gerichtete Werbung von hochkalorischen Lebensmitteln im Fernsehen, Radio und Internet empfohlene Schritte sein, um den hohen Zuckerkonsum einzuschränken“, so Stippler weiter.

Interessierte können darüber hinaus die kostenfreien Apps der AOK wie „Bewusst einkaufen“, „AOK-Fettfallenfinder“ oder „Gesund genießen“ nutzen: rps.aok.de/leistungen-services/services/aok-apps/

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