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Versorgungsleuchtturm: Telekardiologieprojekt Westpfalz

Ein gelungenes Beispiel für eine verbesserte Patientenversorgung

Überlebenschancen für Notfallpatienten verbessern

Bereits seit dem Jahr 2015 beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Telekonsultation, die vom Ministerium des Innern und für Sport in Rheinland-Pfalz gegründet wurde, mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und deren Umsetzung im öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst.

Die Arbeitsgruppe, zu der auch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland als festes Mitglied gehört, hat das Ziel, mittels der Telekardiologie die Bevölkerung bei akuten Notfällen wie Herzinfarkt oder bedrohlichen Herzrhythmusstörungen noch besser notfallmedizinisch zu versorgen. Dazu stellten die Krankenkassen im Jahr 2018 einen Betrag von 70.000 Euro zur Verfügung, um die Realisierung des Projektes zu gewährleisten. So konnte die Ausrüstung der regionalen Rettungsfahrzeuge aufgewertet und die Möglichkeit geschaffen werden, ein digitales 12-Kanal-EKG in Sekundenschnelle an einen Konsiliararzt (Kardiologe) im Krankenhaus zu übertragen, damit eine schnellstmögliche Diagnostik noch im Rettungswagen gewährleistet werden kann.

„Es hat sich gezeigt, dass das Pilotprojekt sehr erfolgreich arbeitet. Jetzt werden wir zügig gemeinsam mit unseren Partnern an einer landesweiten Umsetzung zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz arbeiten. Die Telekonsultation, also die Einbindung von ärztlichen Spezialisten, wird auch ein Schwerpunkt unserer weiteren Forschung im Rettungsdienst ausmachen. Damit werden wir in die Lage versetzt, hochspezialisierten medizinischen Sachverstand im Rettungsdienst bei medizinischen Notfällen unmittelbar am Notfallort einzubinden“, erklärt Innenminister Roger Lewentz.

„Für die Patientinnen und Patienten“, so Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse, „kann dadurch eine schnellere Diagnostik sichergestellt und im Notfall ein Transport zur passgenauen stationären Versorgung direkt gewährleistet werden. So kann eine optimale Versorgung unserer Versicherten erfolgen. Insgesamt verbessern sich die Überlebenschancen für die Notfallpatienten. Es gilt dieses hohe Versorgungsniveau zu halten und die Zusammenarbeit aller Akteure in der Zukunft weiter zu verbessern.“

Auch steigt die Versorgungsqualität in der Region insgesamt an, da zudem weniger sogenannte Sekundärfahrten – vom erstversorgenden zum geeigneten Krankenhaus – mit dem Rettungswagen anfallen und lange Fahrzeiten deutlich verkürzt werden können. Somit stehen Rettungsmittel wie beispielsweise ein Rettungs- oder Notarztwagen wieder schneller zur Verfügung - was gerade in ländlichen Regionen zu einer deutlichen Versorgungsverbesserung führt.

Nach Aussagen des Projektleiters, Priv.-Doz. Dr. Thomas Luiz vom Deutschen Zentrum für Notfallmedizin und Informationstechnologie am Fraunhofer IESE in Kaiserslautern und des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst Kaiserslautern, Dr. Wolfgang Hoffmann, sind die ersten Zwischenergebnisse durchweg positiv zu bewerten. „Die Akteure arbeiten zielorientiert zusammen und verbessern das derzeitige System stetig, um die Versorgung immer weiter zu entwickeln“, sagt Luiz. Alle Beteiligten sind sich einig: Das Telekardiologieprojekt Westpfalz ist ein voller Erfolg und ein guter Beweis dafür, wie digitale Technologien dabei helfen, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure im Gesundheitswesen auch in der Notfallversorgung zu optimieren.

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