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GKV-Selbsthilfetag 2019

Zum dritten Mal fand am 31. August 2019 der Selbsthilfetag der gesetzlichen Krankenkassen im Saarland statt

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Saarländischen Selbsthilfepreises

Über 20 Aussteller waren anlässlich des Selbsthilfetags der gesetzlichen Krankenkassen im Saarland am 31. August nach Saarbrücken gekommen. Den Menschen, die an diesem Samstag durch die Saarbrücker Fußgängerzone gingen, wurde vor dem Hauptbahnhof ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Während des Selbsthilfetags sorgten Zauberer Markus Lenzen und MAX der kleine Dino & Thorsten Kremer für unterhaltsame Stunden.

Zum dritten Mal fand am 31. August 2019 der Selbsthilfetag der gesetzlichen Krankenkassen im Saarland statt. Auf dem Vorplatz der Europa-Galerie sowie in der Reichsstraße präsentierten sich Gruppen und Verbände der saarländischen Selbsthilfe mit Ständen und Informationsmaterial. Für alle Fragen rund um die Selbsthilfe waren die Experten der KISS Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland vor Ort ansprechbar. Als Schirmherr des Selbsthilfetags konnte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans gewonnen werden.

In Vertretung für die saarländische Gesundheitsministerin untermauerte Herr Herbert Heyd den hohen Stellenwert der Selbsthilfe im Saarland. Zugleich würdigte er die Selbsthilfegruppen und sprach im Namen der Gesundheitsministerin ihnen Dank und Anerkennung für die wichtige Arbeit aus, die sie für Betroffene schwerer Krankheiten leisten.

Armin Beck, Leiter der Regionaldirektion der KNAPPSCHAFT in Saarbrücken, wies darüber hinaus auf die Kooperation der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Selbsthilfe hin: „Im vergangenen Jahr haben die gesetzlichen Krankenkassen Fördergelder in Höhe von knapp einer halben Million Euro vergeben. Über 100 Anträge wurden bewilligt. Darunter Fortbildungen, Tagesfahrten, Vorträge und Veranstaltungen“, so Beck in seiner kurzen Begrüßung.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Saarländischen Selbsthilfepreises. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis ging 2019 an die Diabetiker Sportgruppe Saarland e.V.

Die Jury sah vor allem das Ziel der Vermittlung eines aktiven Lebensstils im Alltag als preiswürdig an. Die Diagnose Diabetes zieht eine umfassende Veränderung des Lebens der Betroffenen nach sich. Sport in der Gruppe sorgt einerseits für ein soziales Netz, das vor Vereinsamung schützt, andererseits aber auch für eine bessere Selbstwahrnehmung und Motivation bei jedem einzelnen Teilnehmer. „Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Alle Diabetiker und Diabetikerinnen profitieren von Gesundheitssport und mehr Bewegung im Alltag. Mit der Preisverleihung wollen wir die Diabetiker Sportgruppe Saarland e.V. für ihr Engagement auszeichnen und ihr zu mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verhelfen“, begründet Christiane Firk, Beauftragte des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland die Wahl.

Die Diabetiker Sportgruppe organisiert ehrenamtlich regelmäßige Treffen und fachlich betreute Übungsstunden durch die das körperliche und auch das psychische Wohlbefinden der Teilnehmer gesteigert werden. Das Angebot richtet sich auch an die immer jünger werdenden Betroffenen. Bisher hat die Diabetiker Sportgruppe Ortsgruppen in St. Ingbert, Völklingen und Weiskirchen. Diese werden jeweils von erfahrenen Medizinern vor Ort betreut.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben sich zur „GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe im Saarland“ zusammengeschlossen, um gemeinsam über die Anträge der Gemeinschaftsförderung von Selbsthilfegruppen, -Organisationen und der Kontaktstelle im Saarland zu entscheiden und gemeinsame Aktionen zu organisieren. Dazu gehören die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, der BKK Landesverband Mitte, die IKK Südwest, die KNAPPSCHAFT, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek). Die gesetzlichen Krankenkassen haben festgelegt, dass die KNAPPSCHAFT die Geschicke der „GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe im Saarland“ federführend in Namen aller gesetzlichen Krankenkasse führt.

Preisträger: Diabetiker Sportgruppe Saarland e. V.

Begründung der Jury:

Die interdisziplinär besetzte Jury, so Christiane Firk, Beauftragte des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, hat es sich bei der Auswahl des Preisträgers nicht leicht gemacht. Viele Organisationen haben sich mit tollen Initiativen um den saarländischen Selbsthilfepreis beworben. Schließlich hat die Jury das besondere Engagement der Diabetiker Sportgruppe Saarland e. V., sich für eine solch schwierige Aufgabe wie der Veränderung eingefahrener Verhaltensweisen und den Aufbau eines neuen gesundheitsfördernden Lebensstils einzusetzen, überzeugt.

Diabetes trifft eine große Gruppe von Personen und auch immer mehr Jüngere. Der Umgang mit der Erkrankung erfordert eine Veränderung des Lebensstils in vielen Bereichen – denn so können Verbesserungen erzielt und Folgeerkrankungen vermieden werden. Der ausgezeichnete Verein vermittelt den Betroffenen durch regelmäßige Bewegung einen aktiven Lebensstil im Alltag, was eine hohe Eigenmotivation der Betroffenen und eine kontinuierliche Motivationsarbeit der Ehrenamtlichen erfordert.

Die Jury ist dabei beeindruckt von den fachlich betreuten Übungsstunden, der Eigenkontrolle der entscheidenden Werte vorher/nachher und der Bewegung in der Gemeinschaft. Hierdurch werden die positiven Effekte von Bewegung für die Betroffenen deutlich spürbar und die Selbstwahrnehmung verbessert sich, die Motivation wird gestärkt, das körperliche und psychische Wohlbefinden steigert sich.

Insbesondere die regelmäßigen Treffen in der Gruppe, das Eingebunden-Sein, festigt das soziale Netz und trägt dazu bei, die Motivation zu erhalten und einer Vereinsamung, wie sie häufig mit einer chronischen Erkrankung einhergeht, vorzubeugen.

Mit der Verleihung des Selbsthilfepreises verbindet die Jury die Hoffnung, dass sich noch wesentlich mehr Betroffene der großen Bedeutung von Bewegung bewusst werden und sich den Gruppen anschließen. Gleichzeitig ist die Prämierung auch als ein Impuls an den Preisträger zu verstehen, die Aktivitäten auszubauen und neue Angebote zu installieren.

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