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Das AOK PLUS-Blog

Herzlich Willkommen auf unserem AOK PLUS-Blog. Hier schreibt ein buntes Autoren-Team aus der Unternehmenskommunikation. Wir sind echt grün: vom AOK-Urgestein bis zum Trainee. Wir posten zu hoffentlich allgemein interessierenden Neuigkeiten aus der Gesundheitsbranche, geben Einblicke in die AOK-Welt und teilen auch gerne unsere persönliche Sicht der Dinge. Weil Kommunikation nicht auf der Einbahnstraße funktioniert, laden wir Sie ein, unsere Beiträge zu kommentieren, Fragen zu stellen und Ihre Meinung mitzuteilen. Sie sind uns wichtig und willkommen.

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Honig im Kopf und Handtaschen im Kühlschrank

Dank dem medizinischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte werden wir statistisch gesehen immer älter. Das hört sich erstmal gut an. Wir sehen uns aber dadurch auch häufiger mit Krankheiten konfrontiert, die man früher aufgrund der geringeren Lebenserwartung des Menschen als solches nicht kannte. Zum Beispiel Demenz.

24.05.2016Autor: Kurt DrechselRubrik: Versorgung und Innovation 0

Dank dem medizinischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte werden wir statistisch gesehen immer älter. Das hört sich erstmal gut an. Wir sehen uns aber dadurch auch häufiger mit Krankheiten konfrontiert, die man früher aufgrund der geringeren Lebenserwartung des Menschen als solches nicht kannte. Zum Beispiel Demenz.

Krankheit kommt im hohen Alter

Ca. 1,4 Millionen Menschen leiden in Deutschland an der Krankheit, die wörtlich übersetzt „Weg vom Geist“ bedeutet und vom stufenweisen Verlust kognitiver Leistungen wie Denken, Erinnern, Sprechen und Orientieren geprägt ist. Das Erkrankungsrisiko steigt rapide im hohen Alter: von den 65-69 Jährigen ist nur etwa jeder Zwanzigste betroffen, von den 75-79 Jährigen bereits jeder Achte und im Alter zischen 80 und 90 schon fast jeder Dritte. Das heißt: Je älter die Bevölkerung, desto höher der Anteil der Demenzkranken. Aber was bedeutet Demenz für Betroffene und Angehörige?

Angst und Wut, Sorge und Ratlosigkeit

Die Tragikomödie „Honig im Kopf“ mit Til Schweiger und Dieter Hallervorden brachte das Thema im Jahr 2014 ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Der Film illustriert auch den schleichenden Krankheitsverlauf, der im frühen Stadium von den Betroffenen häufig selbst bemerkt und vertuscht wird, sie aber zunehmend verunsichert und ängstigt. Wut und Traurigkeit entladen sich oft in heftigen Gefühlsausbrüchen der Erkrankten.
Als Angehöriger ist man besorgt und ratlos. Man will es anfangs nicht wahrhaben und reagiert verärgert, wenn der Vater wichtige Termine vergisst, die Mutter plötzlich Wochentage verwechselt oder die Tante Haushaltsgegenstände im Kühlschrank aufbewahrt.

Nicht verzweifeln – Unterstützung suchen

Heilbar sind die meisten Formen der Demenz bisher leider nicht. Was kann man also tun? Wichtig ist, sich über Hilfs-, Betreuungs- und Entlastungsangebote zu informieren – sowohl als Betroffener als auch als pflegender Angehöriger. Denn was nützt es, wenn die gut gemeinte Pflege des Erkrankten für einen selbst zur inneren Zerreißprobe wird?

Den vom Förderverein Sächsischer Altershilfepreis ausgelobten und von der AOK PLUS gestifteten Hauptpreis von 5.000 Euro, erhält in diesem Jahr die Stadt Chemnitz mit dem Projekt „DemenzNetz_C“
Den vom Förderverein Sächsischer Altershilfepreis ausgelobten und von der AOK PLUS gestifteten Hauptpreis von 5.000 Euro, erhält in diesem Jahr die Stadt Chemnitz mit dem Projekt „DemenzNetz_C“ | Foto: Strobel

Prävention, Information, Beratung

In Chemnitz gibt es seit 2015 zum Beispiel das „DemenzNetz_C“. Das Netzwerk besteht aus verschiedenen Trägern, Institutionen, Unternehmen und Diensten. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Demenz in der Bevölkerung zu enttabuisieren und Unterstützungs- und Entlastungsangebote für Hilfesuchende zu vermitteln und zu koordinieren. Das ist eine gute Sache, denn damit gibt es eine zentrale Anlaufstelle in der Region Chemnitz für Demenzkranke und Angehörige.

Sächsischer Altershilfepreis 2016

Der Förderverein Sächsischer Altershilfepreis e.V. prämierte am 24. Mai 2016 das DemenzNetz_C für sein innovatives Konzept zum Thema „Pflege und Betreuung 2016 – Sorge und Mitverantwortung in der Kommune“ mit 5.000 Euro. Gestiftet wurde das Preisgeld von der AOK PLUS, die besonders in Sachen Pflege auf zukunftsorientierte Angebotsstrukturen setzt:

Ich persönlich hoffe natürlich nach wie vor auf viele unbeschwerte Jahre mit meinen Eltern und Großeltern. Sollten sie aber irgendwann Honig im Kopf und Handtaschen im Kühlschrank haben, weiß ich zumindest, dass ich nicht alleine da stehe und an wen ich mich wenden muss.

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