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Das passt: Videotelefonie auch in der Pflegeberatung

Videotelefonie ist im beruflichen Miteinander und auch im persönlichen Alltag fast Standard. Nur im Gesundheitssektor steckt die Bereitschaft zur regelmäßigen Nutzung oft noch in den Kinderschuhen. Dabei kann dieser technische Fortschritt durchaus ein Segen sein.

06.09.2020Autor/in: Jenny FüstingRubrik: Versorgung und Innovation 0

Seit Juni bietet die AOK PLUS ihren pflegebedürftigen Versicherten und deren Angehörigen die Videoberatung mittels Skype for Business als zusätzliche Beratungsform an. Neben der telefonischen Pflegeberatung, der Filialberatung und dem Hausbesuch, welcher aktuell nur im Ausnahmefall stattfinden kann, ist die Videotelefonie eine weitere Option der individuellen Beratung.

Die technischen Voraussetzungen sind niedrigschwellig: Es bedarf einem Smartphone oder Tablet mit der App Skype for Business. „Auch wenn die Versicherten selbst bisher seltener über die Technik verfügten, so waren es vor allem die Angehörigen, die das neue zusätzliche Beratungsangebot verstärkt in Anspruch nahmen“, resümiert Michael Tomisch, Bereichsleiter Beratungsservice Versicherte bei der AOK PLUS.

Geboren im Lockdown, soll diese ergänzende Möglichkeit auch über den Krisenmodus hinaus einen „sichtbaren“ Kontakt zu den Familien ermöglichen. Hierbei kann beispielsweise auch das Wohnumfeld zur Einschätzung von pflegerelevanten Umbaumaßnahmen angesehen werden. Hilfreich kann dieses Angebot auch für pflegende Angehörige sein, die zu Hause eine Überlastungssituation in der Pflege angezeigt haben und denen das „Miteinander sprechen von Angesicht zu Angesicht“ eine erste Hilfestellung geben kann. Ebenso Familien, in denen Angehörige weit entfernt vom Pflegebedürftigen wohnen, können diesen Weg nutzen.

„Familienmitglieder, die nicht in der Nähe des zu Pflegenden wohnen oder Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen benötigten, nutzten in den vergangenen Wochen die Videoberatung oft und empfehlen sie auch weiter.“

von Michael Tomisch, Bereichsleiter Beratungsservice Versicherte bei der AOK PLUS

In 35.000 Pflegeberatungsgesprächen im vergangenen Jahr berieten die 41 Pflegeberater für Sachsen und Thüringen Pflegebedürftige und Angehörige rund um das Thema Pflege. Die Experten informieren nicht nur zu allen in Frage kommenden Pflegeleistungen, sondern auch zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen, unterstützen bei der Suche nach Pflegediensten oder -heimen, vermitteln Nachbarschaftshilfe oder kümmern sich beim Ausfall eines Pflegedienstes durchaus auch um Ersatz durch einen anderen.

Die AOK PLUS versichert in Sachsen und Thüringen 252.450 Menschen mit Pflegebedarf. Davon leben 159.705 in Sachsen, 85.684 in Thüringen und außerhalb der beiden Bundesländer weitere 7.061 pflegebedürftige Menschen (Stand 30. Juni 2020). Die meisten, nämlich knapp 80 Prozent, werden zu Hause versorgt.

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