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Fahrradfreundlich – aber wie?

Nicht nur Städte können fahrradfreundlicher werden, auch Betriebe. Die AOK fördert dieses Engagement und lobt erstmals bundesweite Firmenpreise im Rahmen ihrer Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ aus.

23.07.2021Autor/in: Jutta BećRubrik: Allgemein 0

Ob Konzern, Mittelstand oder Kleinunternehmen – alle können sich beteiligen und haben damit die Chance, eine Fahrradabstellanlage sowie einen Gutschein für einen Fahrrad-Aktionstag für Unternehmen im Wert von bis zu 3.000 Euro zu gewinnen.

Es gibt inzwischen immer mehr Arbeitgeber, die es ihren Mitarbeitern erleichtern, statt in Auto, Bahn oder Bus zu steigen, doch lieber das Fahrrad zu nutzen. Doch was können Unternehmen konkret tun, um diesen Umstieg zu erleichtern?


Eine Initiative der EU und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) engagiert sich für fahrradfreundliche Unternehmen. Dazu Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen: 

Warum engagiert sich der ADFC für fahrradfreundliche Unternehmen?

Unser Ziel ist die Verkehrswende. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass Radfahren sicherer und komfortabler wird – und dass sich mehr Menschen trauen, mehr Wege mit dem Rad zurückzulegen, ob in der Freizeit, zum Einkaufen oder eben zur Arbeit. Die Unternehmen haben dabei eine ganz wichtige Rolle: Bieten sie ihren Angestellten sichere Fahrradparkplätze oder haben sie nur die Angestellten mit Auto im Blick? Motivieren sie sie, für den Weg zur Arbeit das Rad zu nutzen oder wird man da eher belächelt? Und vielleicht gibt es ja sogar betriebsinterne Wettbewerbe, Mobilitätstage oder Fahrradkampagnen und solche Dinge. Die Unternehmen können da wirklich viel machen.

Wo können sich interessierte Arbeitgeber Anregungen suchen? 

Der ADFC bietet ihnen das Handbuch „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber – leicht gemacht“ zum Gratis-Download.

Das Handbuch richtet sich grundsätzlich an alle Unternehmen mit Angestellten. Wir haben bereits einige sehr große Unternehmen als fahrradfreundlich zertifiziert, aber wir verspüren auch ein wachsendes Interesse von kleinen und mittelständischen Unternehmen für das Thema. Wenn nicht die Geschäftsführungen direkt auf uns zukommen, sind unsere Ansprechpartner üblicherweise die Verantwortlichen für betriebliches Mobilitätsmanagement, Gesundheitsmanagement oder Umweltmanagement.

Was zeichnet ein fahrradfreundliches Unternehmen aus?

Fahrradfreundliche Arbeitgeber haben das Ziel, dass ein größerer Anteil ihrer Angestellten mit dem Rad zur Arbeit kommt. Das können sie erreichen, indem sie dafür gute Bedingungen schaffen. Das erste sind natürlich geeignete Abstellplätze für Fahrräder: Wetterschutz, Diebstahlschutz, ausreichend Platz. Viele Arbeitgeber bieten ihren radfahrenden Angestellten Duschen und Umkleidemöglichkeiten an. Denn im Sommer kann es ja schon mal vorkommen, dass man ein bisschen ins Schwitzen kommt. Sehr beliebt sind auch Angebote des Arbeitgebers wie Dienstradleasing. Wer als fahrradfreundlicher Arbeitgeber punkten will, hat sowas in seinem Angebot.

Können Sie ein Beispiel für ein vom ADFC als fahrradfreundlich zertifiziertes Unternehmen nennen?

Ein Arbeitgeber hat eine komplette profimäßig ausgestattete Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt für die Angestellten eingerichtet. Das ist natürlich klasse, denn nicht jeder hat zuhause den Platz oder eine eigene Werkstatt, um am Rad zu schrauben. Aber neben diesen technischen Dingen ist es natürlich auch wichtig, dass im Unternehmen klar ist: Wenn du mit dem Rad zur Arbeit kommst, unterstützen wir dich dabei. Ein wichtiger Teil der ganzen Sache ist die grundsätzliche Stimmung und die Aufmerksamkeit des Managements für die Belange der radfahrenden Angestellten.

Sie haben erstmals ein Webinar zum Thema „Mit dem Rad zur Arbeit“ durchgeführt. Wie wurde es angenommen?

Super! Etwa 200 Teilnehmer waren dabei. Das hat uns gezeigt, dass die Nachfrage wirklich groß ist. Wir sind immer noch ganz überwältigt. Und es ist natürlich auch ein Vorteil des Online-Formats, dass man zusammenkommen kann, ohne dafür irgendwo hin zu müssen. Das erleichtert den Austausch enorm. Der inhaltliche Schwerpunkt des Webinars lag auf der Frage, was Arbeitgeber alles tun können, um den Weg mit dem Rad zur Arbeit für ihre Angestellten attraktiver zu machen.

Sind weitere Webinare geplant und wenn ja, zu welchen Themen?

Nach dieser super Resonanz werden wir natürlich weitermachen: Am 11. August laden wir zum nächsten Online-Seminar ein. Diesmal wird der Schwerpunkt darauf liegen, was Unternehmen davon haben, wenn mehr Dienstgänge und Wege zur Arbeit mit dem Rad zurückgelegt werden. Anmeldungen sind hiermöglich.

Und wie fahrradfreundlich ist Ihr Unternehmen?

Hier gibt es einen Onlinefragebogen mit einem 15-Fragen-Selbst-Check inkl. Sofortauswertung. Wer diesen ausfüllt, erhält konkrete Ideen und Handlungsansätze und eine zusätzliche Gewinnchance auf einen hochwertigen Firmenpreis wie z. B. einen Radaktionstag oder eine Fahrradabstellanlage.

Wer sich noch an der diesjährigen Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ beteiligen möchte: Der 4. August ist der letzte mögliche Einstiegstermin.

Hier geht’s zur Onlineanmeldung: www.mdrza.de

Iris Kloppich, Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK PLUS

„Radfahren an sich ist ja schon gesund und umweltfreundlich. Aber jetzt setzt die AOK PLUS noch einen drauf: Für jeweils 1.500 Kilometer, die die Sachsen und Thüringer während der Aktion ‘Mit dem Rad zur Arbeit‘ zurücklegen, pflanzt sie mit Partnern in den beiden Bundesländern einen Baum. Radeln Sie also mit –  für Ihre Gesundheit und für mehr Grün in unserer Umwelt!“

Sven Nobereit, Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK PLUS

„Natürlich ist es nicht für alle Arbeitnehmer möglich, mit dem Rad zu pendeln. Aber wenn sie etwa in Verbindung mit der Nutzung des ÖPNV das Rad im Zug mitnehmen und das letzte Stück dann mit dem Rad fahren, hat das einen positiven Effekt für Umwelt und Gesundheit gleichermaßen.“

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