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Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird digital

Zum Einstieg mal ’ne Zahl: 4.284.738. So viele Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind im Jahr 2018 bei der AOK PLUS eingegangen, die allergrößte Mehrheit in Papierform. Die mussten allesamt gescannt werden, ehe die Krankschreibungen und Diagnosen den digitalen Akten der Versicherten zugeordnet werden konnten. Nun sind die Scanner von Krankenkassen eine Nummer größer und schneller als das handelsübliche Gerät auf dem […]

19.07.2019Autor/in: Katja ZeidlerRubrik: Versorgung und Innovation 0

Zum Einstieg mal ’ne Zahl: 4.284.738. So viele Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind im Jahr 2018 bei der AOK PLUS eingegangen, die allergrößte Mehrheit in Papierform. Die mussten allesamt gescannt werden, ehe die Krankschreibungen und Diagnosen den digitalen Akten der Versicherten zugeordnet werden konnten. Nun sind die Scanner von Krankenkassen eine Nummer größer und schneller als das handelsübliche Gerät auf dem heimischen Schreibtisch. Trotzdem: Was für ein Berg an Papier!

Das muss doch einfacher gehen

Logisch also, dass wir beim Digitalisieren von Arbeitsabläufen auch diesen tagtäglich tausendfach ausgeführten Prozess anpacken. „Mit dem neuen Verfahren vereinfachen und beschleunigen wir den gesamten Ablauf“, sagt Vorstand Stefan Knupfer. Denn die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung macht möglich, dass ab sofort erste Arztpraxen in Thüringen und Sachsen Krankschreibungen für unsere Versicherten digital an uns übertragen. Die Krankgeschriebenen müssen sich nicht mehr darum kümmern, den gelben Zettel per Post oder persönlich bei uns einzureichen.

Das spart nicht nur Nerven, sondern auch Zeit: „Wir werden schneller in der Bearbeitung und können dadurch bei Langzeiterkrankungen auch das Krankengeld zügiger auszahlen“, erklärt Stefan Knupfer.

Die erste elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung übermittelte Mitte Juli Dr. Jürgen Flohr. Der Allgemeinmediziner ist Vorstand des Leipziger Gesundheitsnetzes und testet mit Begeisterung innovative IT-Lösungen. „Digitalisierung muss für mich als Arzt vor allem Arbeitserleichterung mit sich bringen“, sagt er und schickt nun täglich Krankenscheine per Knopfdruck an die AOK PLUS.

Anfangen, neue Wege zu gehen

Und was sagen die Patienten? „Die freuen sich, dass das Formular gleich aus der Praxis weggeschickt werden kann“, so Flohr. „Zwar ist der Prozess noch nicht komplett digital, weil ich für den Arbeitgeber des Patienten die Krankschreibung nach wie vor auf Papier ausdrucken muss. Aber irgendwo müssen wir ja anfangen, neue Wege zu gehen.“

Die Übermittlung der Daten erfolgt verschlüsselt, in Echtzeit und nur mit dem Einverständnis des Patienten. Pluspunkt: Von dieser Neuerung profitieren auch die Versicherten, die bisher keines der bestehenden digitalen Angebote zur Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genutzt haben. Denn bereits seit Juli 2018 können Nutzer der Online-Filiale die vom Arzt ausgedruckten Krankenscheine mit dem Smartphone und über das 24 Stunden verfügbare Portal an uns übermitteln.

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