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„Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“: Thüringer und Sachsen können nicht „nein“ sagen.

Prost! Sofern es bei einem Gläschen bleibt, behält das Sprichwort durchaus seinen Charme der Leichtigkeit. Gefährlich wird es, wenn sich daraus ein riskanter Alkoholkonsum entwickelt.
Das Feierabendbier nach getaner Arbeit oder auch das Gläschen Sekt zum Geburtstag des Kollegen in der Firma – Alkoholkonsum im Alltag ist genauso wie das Rauchen gesellschaftlich weitgehend anerkannt. Weniger populär, aber gleichfalls problematisch ist der Medikamentenmissbrauch und gar der Konsum illegaler Drogen. Alle diese Suchtmittel können zur Abhängigkeit führen.

07.11.2019Autor/in: Jenny FüstingRubrik: Allgemein 0

Der gestern erschienene Sucht- und Drogenbericht 2019 der Bundesregierung zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich nach wie vor zu den Hochkonsumländern in Bezug auf Alkohol zählt. Und die sächsischen und Thüringischen Männer gehen mit schlechtem Beispiel voran: Während im Durchschnitt rund 18 Prozent der Deutschen einen riskanten Alkoholkonsum aufweisen, das bedeutet mehr als 20 Gramm Alkohol bzw. 10 Gramm Reinalkohol, führen die Thüringer mit 22,7 Prozent und die Sachsen mit 22,3 Prozent die Bundesspitze an. Ein halber Liter 5 Prozentiges Bier hat bereits knapp 20 Gramm reinen Alkohol.

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sterben jährlich 40.000 Menschen an den Folgen schädlichen Alkoholkonsums und mindestens über 110.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, weitere etwa 1300 Todesfälle pro Jahr gibt es zudem in Folge illegalen Drogenmissbrauchs.

Die Ursachen für den riskanten und problematischen Konsum von Suchtmitteln sind häufig Stress, Ängste und Sorgen, die mit deren Hilfe bewältigt werden sollen. Die daraus resultierenden Probleme spiegeln sich im Privaten und Beruflichen wider. Ein riskanter Konsum von Suchtmitteln führt zu Störungen der sozialen Beziehungen und am Arbeitsplatz.

Die AOK PLUS unterstützt die Suchtprävention beispielsweise in der Selbsthilfe oder auch im Rahmen des Präventionsgesetzes. Hier fördert sie Projekte wie etwa die „Betriebliche Suchtprävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Thüringer Unternehmen“ gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF). Hier geht es vorrangig darum kleine und mittelständische Unternehmen zu unterstützen, wie sie damit umgehen, wenn die Häufigkeit des Alkoholkonsums zunimmt, wenn aus Ausnahmen die Regel wird oder, wenn Medikamente nicht nur zur kurzzeitigen Linderung des Kopfschmerzes eingenommen werden. Ziel des Projektes ist es, bestehende unterstützende Strukturen bekannt zu machen und neue Aufzubauen.

Suchtprävention leistet einen wichtigen Beitrag, um die Problematik des riskanten Gebrauchs unter anderem von legalen Drogen wie Alkohol, in der Öffentlichkeit zu thematisieren und Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige aufzuzeigen. Und letztlich die Gesundheit der Menschen zu verbessern.

Noch mehr Informationen rund um die Gesundheitsförderung der AOK PLUS finden Sie hier.

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