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Schliebener Seniorenbeirat gewinnt Gesundheitspreis Brandenburg

Gemeinsame Presseinformation

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

Landesärztekammer Brandenburg

15.000 Euro Preisgeld für zukunftsweisendes Projekt

Potsdam, 9. Juni 2021. Das Projekt „Fit für eine gesunde Zukunft“ des Seniorenbeirats des Amtes Schlieben (Landkreis Elbe-Elster) ist mit dem Gesundheitspreis Brandenburg ausgezeichnet worden und erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Der Innovationswettbewerb der AOK Nordost und der Landesärztekammer Brandenburg richtete sich unter dem Motto „Alter digital gestalten“ an Projekte und nachhaltige Konzepte, die mithilfe digitaler Angebote älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Schirmfrau des Gesundheitspreises ist Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher.

„Das Thema ,Alter digital gestalten‘ greift eine wichtige Zukunftsfrage für Brandenburg auf. Wir haben die Chance, gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderungen auch mit Hilfe guter digitaler Unterstützungen zu meistern“, sagt Ursula Nonnemacher in ihrem Grußwort an die Preisträger.

Mit Wissen gegen die Angst

Das Gewinnerprojekt aus Schlieben bietet Seniorinnen und Senioren verschiedene Schulungen zu digitalen Techniken an. In Kursen wird so Wissen vermittelt und der Umgang mit Smartphone oder Computer trainiert; beispielsweise in einem Grundkurs, in dem viele Teilnehmende zum ersten Mal ein Smartphone in der Hand halten und gemeinsam erstmalig eine E-Mail-Adresse für die Teilnehmenden eingerichtet wird, oder im Kurs zum Themenschwerpunkt Gesundheit und Pflege, in dem Vorteile digitaler Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. 

„Der Seniorenbeitrat des Amtes Schlieben widmete sich in seiner Bewerbung den Potenzialen digitaler Medien für eine bessere Teilhabe und Selbstbestimmtheit älterer Menschen. Eng an deren Bedürfnisse ausgerichtet geht es um den Abbau von Berührungsängsten und die Schaffung von notwenigen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien. Uns als Jury des Gesundheitspreises hat das klare und nachhaltige Vorgehen in der Projektplanung begeistert: Der Wissenserwerb in den Kursen wird durch eine laufende Nachbetreuung abgesichert“, sagt Knut Lambertin, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Nordost für die Versicherten.

Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, ergänzt: „Das Projekt der kleinen Gemeinde Schlieben im Süden Brandenburgs hat mich überzeugt. Hier sollen ältere Bürger an die Nutzung von digitalen Medien herangeführt werden, damit sie in der Lage sind ihr Leben bis ins hohe Alter selbstbestimmt zu gestalten.“

Eigenständigkeit und Teilhabe durch digitale Medien

Mit dem zweiten Platz wurde das Quartiersprojekt „Röbeler Vorstadt“ der Volkssolidarität Prignitz-Ruppin ausgezeichnet. Das Wohngebiet in Wittstock / Dosse ist stark vom demografischen Wandel betroffen und weist zugleich eine schwache Infrastruktur auf. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden verschiedene Angebote ins Leben gerufen, die älteren Menschen den Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Beim Smartphone-Stammtisch lernen beispielsweise Menschen der Generation Ü70 die Vorteile von Apps kennen. Damit wird die Eigenständigkeit bis ins hohe Alter und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt.

„Ob Smartphone-Stammtisch oder digitaler Wanderweg – die Initiativen sprechen die Zielgruppe der älteren Menschen auf ganz unterschiedliche Weise an. Und dennoch gelingt es, diese verschiedenen Ansätze in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu integrieren und zielgenau für die Stärkung der Kompetenz und Selbstbestimmtheit der Seniorinnen und Senioren einzusetzen. Mit Vernetzung und Kooperationen werden das soziale Miteinander und der Zusammenhalt im Quartier gestärkt“, sagt Elimar Brandt, Vorstandsvorsitzender PflegeZukunfts-Initiative e.V.. Das Projekt erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Corona als Antreiber für digitale Lösungen

Die Corona-Pandemie stellte Pflegebedürftige, Angehörige und das Pflegepersonal vor große Probleme. Von heute auf morgen war kein Besuch mehr möglich, was auch den Austausch zwischen Pflegenden und Angehörigen erschwerte. Diese Herausforderung nahm die Ernst von Bergmann Care GmbH zum Anlass und entwickelte gemeinsam mit „Famedly“, einer Plattform für medizinische Zusammenarbeit, zunächst eine Kontaktmöglichkeit zwischen den Beteiligten. Zukünftig sollen aber mit der Einbindung weiterer Partner wie Apotheken und Krankenhäusern oder auch der Integration von Gesundheits-Apps noch mehr Anwendungsmöglichkeiten entstehen. Dafür wurde das Projekt mit dem dritten Platz des Gesundheitspreises und 5.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Die Entscheidung der Jury für das Potsdamer Projekt begründet Elmar Stollenwerk, Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Nordost für die Arbeitgeberseite, so: „Insbesondere in der schwierigen Zeit der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie mussten die zu Pflegenden tiefgreifende emotionale Verluste an menschlichen Kontakten zu Angehörigen erleiden. Aus dieser Erfahrung ist eine pragmatische und zielgerichtete Projektidee entstanden, die auf diese Weise im hohen Maße bedarfsgerecht und nutzerorientiert ist. Die geplanten Anwendungsfälle sind nicht am Reißbrett entstanden, sondern entstammen den echten, alltäglichen Abläufen und berücksichtigen die tatsächlichen Rahmenbedingungen in der Pflege.“

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Preisträger-Projekten. Welche Probleme der älteren Generation ausschlaggebend für das Hauptpreisträger-Projekt „Fit für eine gesunde Zukunft“ waren und welche Ideen sie gerne zukünftig umsetzen wollen, erzählt Dr. Jürgen Wolf, Mitglied des Vorstandes des Schliebener Seniorenbeirats, im Interview

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de