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Gut gerüstet für die Zukunft der Pflege

Ziel der Pflege Akademie als virtuelle Koordinierungsstelle ist es, sämtliche Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Schulungsangebote der Gesundheitskasse in der Region Nordost zum Thema Pflege unter einem Dach zu bündeln.

1 Jahr Pflege Akademie

Berlin 26. Mai 2017. Über die Pflege nicht nur reden, sondern sie aktiv mitgestalten, dafür steht die Pflege Akademie der AOK Nordost. Vor einem Jahr gegründet, hat sich die Akademie mit innovativen Projekten in der Region Nordost schon nach kurzer Zeit einen Namen gemacht. So werden die erfolgreichen und von der AOK Nordost entwickelten „Pflege in Familien fördern“-Kurse durch die Pflege Akademie mittlerweile auch in Türkisch und Arabisch angeboten. Kurse in Russisch und Vietnamesisch sind geplant. Im Rahmen der Einführung der neuen Pflegegrade Anfang des Jahres hat die Pflege Akademie zusammen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) bis Anfang Februar rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegebranche in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geschult. Weiterhin ist die Akademie in der Schulung und Weiterbildung unter anderem von Pflegeberaterinnen und -beratern bei der suchtsensiblen Pflege und im Hospiz- und Palliativbereich aktiv.

Weiterentwicklung, Unterstützung und Hilfe wo sie gebraucht werden

„Pflege betrifft uns alle. Mit dem Anfang des Jahres neu eingeführten Pflegegrad 1 wird die Zahl der Angehörigen, die Unterstützung in der alltäglichen Pflege brauchen weiter steigen. Die Angebote der Pflege Akademie greifen genau dort, wo Weiterentwicklung, Unterstützung und Hilfe gebraucht werden. So können wir nach dem ersten Jahr selbstbewusst sagen, dass wir für die zukünftigen Herausforderungen in der Pflege gut gerüstet sind“, sagt die langjährige AOK Pflegeexpertin und Leiterin der Pflege Akademie Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke.

Qualifizierungen für pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte

Ziel der Pflege Akademie als virtuelle Koordinierungsstelle ist es, sämtliche Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Schulungsangebote der Gesundheitskasse in der Region Nordost zum Thema Pflege unter einem Dach zu bündeln. Dazu zählen unter anderem bestehende Angebote wie Qualifizierungen zur „Suchtsensiblen Pflegeberatung“ und „Palliativversorgung/Hospize“ für Pflegeberaterinnen und -berater, Weiterbildungen zu den Themen „Demenz im Krankenhaus“, „Sturzprävention, Ernährung“ und „Polypharmazie“ für Pflegekräfte und Schulungen wie „Pflege in Familien fördern – PfiFf“ für pflegende Angehörige. So bietet die Pflege Akademie der AOK Nordost die Möglichkeit, dass sich Pflegefachkräfte und pflegende Angehörige vernetzen und gleichzeitig neue bedarfsgerechte Angebote entwickelt werden können, die für die Zukunft der Pflege in Deutschland von entscheidender Bedeutung sind.

Interview mit Frau Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke

Frau Graffmann-Weschke, wie fällt ihr Resümee nach einem Jahr AOK Pflege Akademie aus?

Wir haben die Pflege Akademie vor einem Jahr mit dem Ziel gegründet, sämtliche Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Schulungsangebote der AOK Nordost zum Thema Pflege unter einem Dach zu bündeln, weiterzuentwickeln und um neuen Angebote zu bereichern. Rückblickend hat sich gezeigt, dass wir mit diesem Ansatz genau richtig lagen. Denn die Partner mit Expertise, auf die wir zur weiteren Entwicklung unserer Angebote zugegangen sind, hatten selbst schon nach solchen Formen der Zusammenarbeit gesucht. So haben sich schnell entsprechende Kooperationen gebildet.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ja, so haben wir beispielsweise mit der  Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband e.V., erfahrene Akteure in der Entwicklung anerkannter Weiterbildungen, eine Zusammenarbeit begonnen zur Qualifizierung aller Pflegeberaterinnen und -berater aller Kranken- und Pflegekassen und Pflegestützpunkte in Nordost, wie sie vorher nicht möglich war. 

Das Team der Pflege Akademie ist schnell gewachsen. Mittlerweile sind es acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ist das auch ein Zeichen dafür, wie groß die Bedarfe in der Pflege sind?

Auf jeden Fall. Unsere praktische Arbeit in den vergangenen Jahren hatte uns deutlich aufgezeigt, dass diese Bedarfe vor allem bei der Beratung und Unterstützung liegen. So gibt es unter anderem aus den Pflegestützpunkten den Wunsch, mehr Pflegekurse auch in anderen Sprachen anbieten zu können. Aber auch Themennachmittage für Angehörige zu alternativen Wohnformen im Alter. Darüber hinaus müssen wir uns auf die kommenden Herausforderungen in der Pflege einstellen und mit unseren Angeboten entsprechend vorbereitet sein. Das heißt für uns, nicht reagieren, sondern schon vorher im Sinne der Prävention agieren. Je mehr wir dabei als Pflege Akademie wahrgenommen werden, umso mehr Anfragen zu Kooperationsmöglichkeiten erhalten wir. Mit unserem Team sind wir bestens darauf eingestellt.

Was hat Sie am meisten überrascht bei Ihrer Arbeit mit der Pflege Akademie im zurückliegenden Jahr? 

Wie schnell bestimmte Angebote der Pflegeakademie mittlerweile schon deutschlandweit Nachhall finden. So bieten wir die zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention in Berlin entwickelte Qualifizierung zur „Suchtsensiblen Pflegeberatung, suchtsensiblen Pflege“ bereits seit 2014 an. Durch die Arbeit der Pflege Akademie wurden nun auch andere Kassen darauf aufmerksam und haben Interesse bekundet. Im Februar fanden dann Schulungen statt, so dass die Qualifizierung zur „Suchtsensiblen Pflegeberatung, suchtsensiblen Pflege“ in ganz Deutschland angeboten werden kann. Auch unsere Qualifizierung zur Palliativberatung ist nach einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem AOK Bundesverband auf alle Bundesländer übertragbar. Damit füllen wir ganz aktuelle Gesetzesvorgaben – die Sucht im Präventionsgesetz und die Palliativberatung im Hospiz- und Palliativgesetz – mit Leben.

Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de