Lebensluft: Neue Chance auf ein Leben ohne Beatmung

Die AOK Niedersachsen bietet langzeitbeatmeten Versicherten ein zusätzliches Entwöhnungsangebot im Rahmen des sogenannten Weanings – also der schrittweisen und medizinisch begleiteten Ablösung von der künstlichen Beatmung – für mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Zwei Frauen sitzen sich in einem hellen Büro gegenüber, eine zeigt auf ein medizinisches Gerät in der Hand.© AOK

Ein neuer Weg aus der Dauerbeatmung

In Deutschland sind viele Menschen dauerhaft auf außerklinische Beatmung angewiesen, dabei könnten einige von ihnen das selbstständige Atmen wieder erlernen. Doch bislang gibt es nur wenige Angebote, die Betroffene außerhalb der Klinik bei der Entwöhnung begleiten.

Mit dem Versorgungsprogramm „Lebensluft“ erhalten diese Menschen nun eine Chance auf ein Leben ohne Beatmungsgerät. Die AOK Niedersachsen ist dem Vertrag zum 01.01.2026 beigetreten und schließt damit eine wichtige Versorgungslücke. Für die Versicherten ergeben sich damit neue Perspektiven auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmteres Leben.

Was hinter dem Programm „Lebensluft“ steckt

„Lebensluft“ wurde von der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit dem Helios Klinikum Krefeld entwickelt. Es richtet sich an Menschen, die trotz längerer Beatmungszeit das Potenzial haben, wieder selbstständig zu atmen. Die Entwöhnung erfolgt auf spezialisierten Stationen mit direkter Anbindung an Kliniken und wird engmaschig durch medizinische Expertise, Pflege und Therapie begleitet – mit beachtlichem Erfolg: Rund zwei Drittel der Teilnehmenden konnten nach der Therapie auf den Lebensluft-Stationen wieder selbstständig atmen.

Wer teilnehmen kann und wie der Ablauf ist

Das Versorgungskonzept Lebensluft richtet sich an eine klar definierte Gruppe mit mittelfristigem Entwöhnungspotenzial – nicht alle Betroffenen können medizinisch von der Beatmung entwöhnt werden. Wer geeignet ist, wird direkt in verschiedenen Krankenhäusern – nicht nur in den Lebensluft-Kliniken – sowie von einem spezialisierten Team der AOK Niedersachsen erkannt und in das Programm aufgenommen. Die Entwöhnung erfolgt anschließend in spezialisierten Kliniken in Krefeld, Wuppertal, Hamburg-Harburg und Köln. Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne direkt an die AOK Niedersachsen unter: 0511 8701-19375.

Aktualisiert: 24.03.2026

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