Demenz zu Hause bewältigen mit „living@home“

In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Ein zentrales Anliegen vieler Betroffener ist es, möglichst lange im eigenen häuslichen Umfeld verbleiben zu können. Die Pflege durch Angehörige ist jedoch oft belastend – hier setzt „living@home“ an und unterstützt Familien gezielt im Alltag.
Zwei Personen gehen im Park, der Senior stützt sich auf einen Gehstock und die Frau hält den Arm des Mannes.© AOK

Individuelle Unterstützung für Pflegepaare

Das Besondere: „living@home“ richtet sich immer an ein Pflegepaar – also an die betroffene Person mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen. Ziel ist es, die häusliche Versorgung langfristig zu sichern, Angehörige zu entlasten und gesundheitlichen Folgen wie Erschöpfung oder Depression vorzubeugen.

Fachkräfte, sogenannte Angehörigenpflege-Experten, analysieren regelmäßig die individuelle Pflegesituation und entwickeln darauf aufbauend passgenaue Unterstützungsangebote – von Beratung über psychosoziale Hilfe bis hin zur Koordination weiterer Hilfen. 

Digitale Hilfe im Alltag

Zentraler Bestandteil des Projekts ist eine speziell entwickelte App. Sie unterstützt pflegende Angehörige unter anderem durch:

  • ein digitales Pflegetagebuch,
  • direkte Kontaktmöglichkeiten zu Angehörigenpflege-Experten,
  • Einschätzung der eigenen Belastung,
  • hilfreiche Informationen und praktische Tipps. 

So wird Unterstützung genau dann angeboten, wenn sie im Alltag benötigt wird.

Gemeinsam für eine bessere Versorgung

Das Projekt wird gemeinsam vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der AOK Niedersachsen sowie weiteren Partnern umgesetzt und durch den Innovationsfonds gefördert.

Jetzt informieren

Das Projekt „living@home“ läuft bis Ende 2028 und richtet sich an Versicherte aller gesetzlichen Krankenkassen. Interessierte können sich bei teilnehmenden Memory-Kliniken über eine Teilnahme informieren.

Aktualisiert: 11.06.2026

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