Qualität für die Geburt – Sicher begleitet in Hessen

Gute Nachrichten für werdende Mütter: Die AOK Hessen hat zusammen mit 5 Geburtskliniken in Hessen ein neues Versorgungsprogramm für Schwangere gestartet. Ziel ist es, die Geburt sicherer, angenehmer und individueller zu gestalten – mit einer intensiven Begleitung vor, während und nach der Entbindung.
Eine junge schwangerer Frau sitzt bei ihrer Ärztin auf einer Untersuchungsiege und beantwortet Fragen.© iStock / Zorica Nastasic

Inhalte im Überblick

    Rundum-Paket für werdende Mütter

    Gemeinsam mit den Universitätskliniken in Gießen und Marburg sowie den Asklepios-Kliniken in Wiesbaden, Langen und Lich hat die AOK Hessen einen Qualitätsvertrag für den Bereich Geburtshilfe abgeschlossen. Damit bietet die AOK Hessen werdenden Müttern ein echtes „Rundum-Sorglos-Paket“ – von der ersten Anmeldung in der Klinik bis zu sechs Monate nach der Geburt.

    Das Programm wurde gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten und Hebammen entwickelt und berücksichtigt medizinische Aspekte wie eine geringere Anzahl an Interventionen während der Geburt und eine reduzierte Kaiserschnittrate. Ebenso liegt der Fokus auf emotionalen Faktoren wie eine stärkere Bindung zwischen Mutter und Kind und ein erhöhtes Bewusstsein für Trauma- und Kultursensibilität. 

    Die Vorteile auf einen Blick

    • Individuelle Aufnahmegespräche: Sie starten mit einem ausführlichen Gespräch mit einer Hebamme. Dabei werden nicht nur medizinische Daten erhoben, sondern auch Ihre persönlichen Wünsche und Fragen besprochen – z. B. zum Ablauf der Geburt, besonderen Ängsten oder bisherigen Erfahrungen. Ziel ist es, dass Sie gut vorbereitet und mit einem sicheren Gefühl in die Geburt gehen.
    • Hebammensprechstunden in der Klinik: Wenn Sie keine niedergelassene Hebamme gefunden haben, ist das kein Problem: Sie können in der Klinik regelmäßige Hebammensprechstunden nutzen. Die Sprechstunden sind in zehn Themenbereiche unterteilt.
    • Hochwertiges Blutdruckmessgerät: Sie erhalten ein Gerät zur Selbstkontrolle – so können Veränderungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen ergriffen werden.
    • Innovative App zur Unterstützung: Die App hilft, Ängste abzubauen und eine mögliche Wochenbettdepression vorzubeugen. Sie enthält Übungen, Informationen und begleitet Sie digital durch die gesamte Schwangerschaft und Zeit danach.
    • Stärkere Einbindung Ihrer Meinung: Ihr Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung der Geburtshilfe mit ein – Sie helfen damit auch anderen Müttern.
    • Postnatale Unterstützung: Das Angebot endet nicht mit der Entbindung: Bis zu sechs Monate nach der Geburt begleitet Sie das Versorgungsprogramm weiter. Es unterstützt dabei, körperlich und seelisch gut in den Alltag zurückzufinden – etwa bei Fragen zur Rückbildung, zum Stillen oder im Fall von Beschwerden wie Inkontinenz oder Erschöpfung.

    Ihre reguläre Vorsorge bleibt bestehen

    Das neue Versorgungsprogramm ergänzt Ihre übliche Betreuung und ersetzt sie nicht. Sie bleiben weiterhin wie gewohnt in Behandlung bei Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme und nehmen alle regulären Vorsorgetermine und Kurse wahr.

    Auch Geburtsvorbereitung und Rückbildung laufen wie bisher. Das Klinikangebot bietet zusätzliche Unterstützung – etwa durch Hebammensprechstunden, das Blutdruckmessgerät oder die App – und richtet sich besonders an Frauen, die sich mehr Begleitung wünschen oder keine eigene Hebamme gefunden haben.

    Bei medizinischen Auffälligkeiten, wie zum Beispiel beim Blutdruck, wird die weitere Versorgung mit Ihrer Praxis abgestimmt. So bleibt alles in vertrauten Händen – und Sie profitieren von einer rundum vernetzten Versorgung.

    Teilnahme am Versorgungsprogramm

    Interessierte Schwangere können sich einfach an die Geburtenstationen der teilnehmenden Krankenhäuser wenden. Dort erhalten sie unkompliziert alle Informationen und Teilnahmeunterlagen.

    Aktualisiert: 26.02.2026

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