Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz.

Ein Präventionsprogramm gegen Cybermobbing an Berufsschulen.

Das Präventionsprogramm des Bündnis gegen Cybermobbing e.V. fördert die soziale und digitale Resilienz junger Erwachsener und unterstützt eine gesunde, wertschätzende Kommunikationskultur an Berufsschulen.

Logo Bündnis Gegen Cybermobbing
  • Zielgruppe

    Das Präventionsprogramm „Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen, deren Lehrkräfte und Eltern. 

  • Ziele & Inhalte

    • Aufklärung: Vermittlung von fundiertem Wissen über Formen, Risiken und rechtliche Konsequenzen von Cybermobbing und digitaler Gewalt.
    • Prävention: Stärkung der Selbstschutzkompetenzen der Berufsschülerinnen und -schüler und Etablierung präventiver Strukturen an den Bildungseinrichtungen, sowie Förderung eines respektvollen, achtsamen Miteinanders im digitalen Raum.
    • Intervention: Vermittlung von Strategien zur Deeskalation, Gesprächsführung und Konfliktlösung und Erhöhung der Handlungskompetenz der Lehrkräfte für adäquate und rechtssichere Konfliktlösung im digitalen Raum.
    • Multiplikatorenschulung: Qualifizierung des pädagogischen Personals zur langfristigen Implementierung und eigenständigen Durchführung präventiver Maßnahmen.

    Das Präventionskonzept des Bündnis gegen Cybermobbing e.V. zielt außerdem darauf ab, einen nachhaltigen Kulturwandel an Berufs(fach)schulen zu initiieren, der von der Schulleitung über das Lehrpersonal bis hin zu den Auszubildenden und ihren Eltern reicht.

  • Umsetzung

    Das Präventionsprogramm beinhaltet drei Säulen: die Schulung von Lehrkräften, Workshops für Berufsschülerinnen und Berufsschüler, sowie eine Informationsveranstaltung für Eltern. 

    • Lehrkräfteschulung (circa 4h): Die Schulung beinhaltet u.a. eine Einführung in die Themen Cybermobbing und digitale Gewaltformen, Fallanalysen realer schulischer bzw. betrieblicher Situationen, Maßnahmen für die Entwicklung einer institutionellen Präventionsstruktur sowie rechtliche Grundlagen.
    • Workshops (circa 4 – 6 Schulstunden): Den Berufsschülerinnen und -schülern werden verschiedene Inhalte rund um das Thema Cybermobbing, Risikokompetenz, Selbstschutz und Umgang mit Gruppendruck vermittelt. Außerdem erlernen sie praktische Strategien (Melden, Abgrenzen, Hilfe holen) und führen Übungen zu Selbstwert, Emotionen und dem Schutz der Privatsphäre durch. 
    • Informationsveranstaltung für Eltern (circa 1,5 – 2h): Die digitale Veranstaltung gibt Eltern einen Überblick über Cybermobbing, hilft bei der Früherkennung und vermittelt Best Practices zur Prävention, Intervention und Gesprächsführung.
  • FAQ's

    Kostet das Präventionsprogramm gegen Cybermobbing etwas?

    Das Präventionsprogramm wird von der AOK Bayern gefördert und ist für Berufsschulen kostenfrei. 

    Wie werde ich als Lehrkraft bei der Umsetzung des Programms unterstützt? 

    Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen erhalten in einer Schulung umfangreiche Informationen zur Prävention und dem Erkennen und Umgang mit Cybermobbing-Vorfällen an ihrer Schule (z. B. klar strukturierter Präventions- und Interventionsplan). Alle geschulten Lehrkräfte erhalten zudem umfassende, digitale Schulungsunterlagen, Präsentationen und interaktive Materialien zur eigenständigen Weiterführung der Präventionsarbeit sowie konkrete Methoden und Anleitungen zur nachhaltigen Verankerung des Präventionsprogramms im Schulalltag.

    Wie kann meine Berufsschule an dem Präventionsprogramm teilnehmen?

    Bei Interesse zur Teilnahme oder auch bei weiteren Fragen zu „Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz“ wenden Sie sich gerne an den Bereich Gesundheitsförderung der AOK Bayern (s. unten).

  • Mehr zum Thema

Wussten Sie schon, dass...

  • Schätzungen zufolge knapp 20 % der Jugendlichen in Deutschland bereits Erfahrungen mit Cybermobbing als Opfer gemacht haben?

  • Lehrkräfte zwar häufig bereits vermuten, dass ihre Schülerin oder ihr Schüler gemobbt werden könnte, aber nicht das Gefühl haben, eingreifen zu können?

  • Cybermobbing strafbar ist und zur Anzeige gebracht werden kann?

Ihr Kontakt zur AOK Bayern

Aktualisiert: 22.01.2026

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