Überblick: Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Schwangere und Mütter sind als Arbeitnehmerinnen besonders geschützt. Arbeitgeber sichern sich gegen finanzielle Risiken durch deren Entgeltfortzahlung ab: mit der Umlageversicherung U2.

Mutterschutz – die gesetzliche Grundlage

Das Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz (MuSchG)) ermöglicht der Frau, ihre Beschäftigung ohne gesundheitliche Gefährdung für sich und das Kind fortzusetzen. Die Schutzvorschriften dienen der Gesundheit der Frau und des Kindes während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit.

Passendes zum Thema
Online-Training Basiswissen Sozialversicherung – Modul 5: Mutterschutz, Elterngeld und Elternzeit

Mit unserem interaktiven Online-Training bekommen Sie einen guten Einstieg in das Thema Mutterschutz.

Für diese Frauen gilt das Mutterschutzgesetz

Das MuSchG gilt neben Frauen, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, auch für

  • arbeitnehmerähnliche Selbstständige,
  • Frauen, die einen Freiwilligendienst leisten,
  • Entwicklungshelferinnen,
  • Frauen in betrieblicher Berufsbildung und Praktikantinnen nach § 26 des Berufsbildungsgesetzes und
  • Schülerinnen und Studentinnen, soweit ihnen seitens der Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgegeben werden oder sie ein in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebenes Praktikum absolvieren.

Schutzfristen und Ausgleichsverfahren

Zum Schutz der Gesundheit von Mutter und Kind schreibt das Mutterschutzgesetz unter anderem Schutzfristen vor und nach der Geburt sowie Beschäftigungsverbote vor. Durch die Zahlung des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen entsteht für den Arbeitgeber eine finanzielle Belastung.

Um diese abzumildern, wurde eine Entgeltfortzahlungsversicherung, das sogenannte Ausgleichsverfahren, eingeführt. Sie wird von den Arbeitgebern über eine Umlage, die U2, finanziert.

Passendes zum Thema
Broschüre: Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Weitere Fachinformationen für Arbeitgeber zum Thema Mutterschutz und Ausgleichsverfahren finden Sie in der AOK-Broschüre.

Stand

Zuletzt geprüft am: 01.01.2020

Alle Artikel im Thema
Zurück zum Thema

Weiteres zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Passende Informationen zum Thema Überblick: Mutterschutz und Ausgleichsverfahren

Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer

Bei der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland gelten die gleichen Regeln wie für inländische Arbeitnehmer. Kommen sie aus einem Nicht-EU-Staat, ist ein Aufenthaltstitel nötig.

Mehr erfahren
Entgeltfortzahlung und Ausgleichsverfahren

Erkrankt ein Mitarbeiter und wird arbeitsunfähig, erhält er in aller Regel von seinem Arbeitgeber sechs Wochen lang weiter sein Gehalt. Details sind im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt.

Mehr erfahren
Studenten und Praktikanten

Für die Beschäftigung von Studenten, Praktikanten und Schülern gelten in der Sozialversicherung besondere Regeln.

Mehr erfahren
Kontakt zur AOK AOK/Region wählen
Grafik Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner steht Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.
Grafik e-mail
Melden Sie uns Ihr Anliegen, wir antworten umgehend oder rufen Sie zurück.