Steckbrief
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Der Ergonomie-Führerschein ist für Auszubildende der Stadt Bochum Pflicht. Zusätzlich gestalten die Azubis eigene Gesundheitstage zu aktuellen Themen, die sie selbst wählen, wie zum Beispiel Soziale Medien und Spielsucht.
Branche
Öffentliche Verwaltung
Region
Nordrhein-Westfalen
Unternehmensgröße
6.000 Mitarbeiter

Führerschein für Gesundheit

Beim Ergonomie-Führerschein setzen sich die Auszubildenden der Stadtverwaltung Bochum mit den täglichen Belastungen ihres Jobs auseinander. Individuelles Verhalten und Arbeitsplatzverhältnisse werden gleichermaßen in den Blick genommen.

Seit 2012 stehen in der Stadtverwaltung Bochum Auszubildende als eigene Zielgruppe für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im Fokus. Rund 180 junge Männer und Frauen erlernen bei der Stadt einen Beruf, etwa als Gärtner, Kfz-Mechatroniker oder  Verwaltungsfachkraft. „Das Durchschnittsalter unserer rund 6.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liegt bei 46 Jahren. Für uns ist deshalb klar: Jeder Euro, den wir für die Gesundheit unserer Azubis ausgeben, ist eine gute Investition in unsere Zukunft“, erklärt Kerstin Spreen, BGM-Koordinatorin bei der Stadt Bochum.

Vor fünf Jahren hat die Stadt Bochum  deshalb mithilfe der AOK NORDWEST den Ergo-Führerschein für Azubis eingeführt. Bei diesem ganztägigen Seminar, an dem alle Azubis im ersten Lehrjahr teilnehmen müssen, setzen sich die jungen Mitarbeiter in Theorie und Praxis mit den täglichen körperlichen Belastungen ihres Ausbildungsberufs und ihrer Rückengesundheit auseinander. Ob schweres Heben, langes Sitzen oder die Arbeit mit schweren Werkzeugen – beim Ergo-Führerschein nehmen AOK-Präventionsexperten den Arbeitsplatz und den Einsatz möglicher Hilfsmittel genauso in den Blick wie individuell anwendbare Praxisübungen.

Seit 2015 gibt es eigene Gesundheitstage für die Azubis, die diese auch selbst thematisch entwickeln und vorbereiten. Entsprechend groß ist die Motivation der Jugendlichen, die Angebote wahrzunehmen – etwa den Seminarblock zum Thema „Soziale Medien und Internetspielsucht“. Andere Themenfelder sind beispielsweise Ernährung, Stressprävention und Sucht. Auch für den Gesundheitstag werden die jungen Mitarbeiter einen Tag lang freigestellt. Zusätzlich zu den verpflichtenden Angeboten bietet die Stadtverwaltung auch immer wieder Seminare in den Bereichen Selbstfürsorge, Selbstverantwortung und Selbstmanagement an. Vor allem Themen wie Prüfungsangst, Gruppendruck oder Sucht stehen regelmäßig auf dem Seminarplan – diese Kurse gibt es für Azubis natürlich auf freiwilliger Basis.

AOK-Ansprechpartner für dieses Praxisbeispiel
Susanne Frölich
Koordinatorin Betriebliche Gesundheitsförderung
AOK NORDWEST
02323 144300
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