Statement

Die AOK Sachsen-Anhalt zur Diskussion um die telefonische Krankschreibung:

22.01.2026 AOK Sachsen-Anhalt 2 Min. Lesedauer
Foto von Kay Nitschke, Leiter des Geschäftsbereiches ambulante und stationäre Versorgung bei der AOK Sachsen-Anhalt.
Kay Nitschke, Leiter des Geschäftsbereiches ambulante und stationäre Versorgung bei der AOK Sachsen-Anhalt.

„Die telefonische Krankschreibung hat sich vor allem bei ansteckenden Atemwegserkrankungen sehr bewährt. Patientinnen und Patienten müssen nicht extra in Arztpraxen erscheinen, nur um eine Krankschreibung zu erhalten. Unnötige Kontakte lassen sich vermeiden und Infektionsketten unterbrechen. Durch die Möglichkeit, einfache Fälle schnell abzuhandeln, wird das Gesundheitssystem entlastet und somit die medizinische Versorgung sichergestellt. Ärztinnen und Ärzte können sich in der gewonnenen Zeit um weitere oder um schwerer erkrankte Patienten kümmern.


Während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass die telefonische Krankschreibung verantwortungsvoll genutzt wurde. Auch heute können wir darauf vertrauen, dass Ärztinnen und Ärzte dieses Instrument mit der gebotenen Sorgfalt einsetzen. Und wenn eine umfassendere Einschätzung des Gesundheitszustands erforderlich ist, steht zudem die Videosprechstunde als ergänzende Möglichkeit zur Verfügung.“

Foto von Kay Nitschke, Leiter des Geschäftsbereiches ambulante und stationäre Versorgung bei der AOK Sachsen-Anhalt.

Kay Nitschke

Leiter des Geschäftsbereichs ambulante und stationäre Versorgung bei der AOK Sachsen-Anhalt

Betrachtet man den allgemeinen Krankenstand in Sachsen-Anhalt im Jahresvergleich, zeigt sich nach Einführung der elektronischen Krankschreibung (eAU) im Jahr 2022 ein deutlicher Anstieg von 6,4 auf 7,9 Prozent. Seitdem bleiben die Fehlzeiten in Betrieben in Sachsen-Anhalt auf diesem hohen Niveau. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Menschen öfter oder länger krank waren. Vielmehr zeigen die Zahlen das tatsächliche Bild. Durch die eAU werden Krankmeldungen vollständig erfasst, vor allem kurze Erkrankungen wurden früher oft nicht an die Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf…  gemeldet. Jetzt ergibt sich ein realistischeres Bild der tatsächlichen Fehlzeiten. Mehr dazu hier: AOK: Fehlzeiten in Betrieben in Sachsen-Anhalt bleiben auf hohem Niveau

Porträt: Anna Mahler, Leiterin der Pressestelle und Pressesprecherin
Pressesprecherin

Anna-Kristina Mahler

AOK Sachsen-Anhalt