Forschung mit Daten aus der elektronischen Patientenakte stößt in Sachsen-Anhalt auf breite Zustimmung
Information der Versicherten startet heute
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Um die Gesundheitsversorgung und medizinische Zusammenhänge in Deutschland besser erforschen zu können, werden ab Januar 2027 die Daten aus der elektronischen Patientenakte Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) können Patientinnen und Patienten sowie die an ihrer… (ePA) pseudonymisiert an das Forschungsdatenzentrum übermittelt. Laut einer forsa-Befragung findet das große Akzeptanz in Sachsen-Anhalt. Ab heute werden Versicherte aktiv auf die bevorstehende Übermittlung hingewiesen.
Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der befragten Sachsen-Anhalter finden es sehr gut oder eher gut, dass Daten aus der ePA pseudonymisiert für die gemeinwohlorientierte Gesundheits- und Versorgungsforschung ist eine Weiterentwicklung der Gesundheitssystemforschung, die sich mit Versorgungsstrukturen,… genutzt werden sollen. Von den Befragten, die gesetzlich krankenversichert sind, erklärten 80 Prozent, dass die Nutzung ihrer Gesundheitsdaten aus der ePA für sie akzeptabel sei, wenn diese ohne Bezug zu ihrem Namen, Geburtsdatum oder anderen personenbezogenen Daten verarbeitet würden.
Großer Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung
Die Ergebnisse zeigen insgesamt einen recht großen Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung. Wesentliche Faktoren dafür dürften laut AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… sein, dass Forschende die Daten nur auf Antrag und in einer sicheren Verarbeitungsumgebung nutzen können. Zudem dürfen sie nur für gemeinwohlorientierte Zwecke genutzt werden.
In diesem Zusammenhang stimmten 64 Prozent der Aussage zu „Ich vertraue darauf, dass meine Gesundheitsdaten aus der ePA bei der Übermittlung und Nutzung im Forschungsdatenzentrum vor unbefugtem Zugriff geschützt sein werden“, 18 Prozent der Befragten zeigten sich skeptisch. Am geringsten war mit 61 Prozent die Zustimmung für die Tatsache, dass auch pharmazeutische Unternehmen Forschungsanträge an das Forschungsdatenzentrum stellen können, um die Gesundheitsdaten aus der ePA für gemeinwohlorientierte Forschungszwecke zu nutzen.
Bessere wissenschaftliche Erkenntnisse
Die Freigabe von Gesundheitsdaten aus der ePA ermöglicht Forschenden den Zugang zu großen und vielfältigen Datenmengen, mit denen medizinische Zusammenhänge besser verstanden und wissenschaftliche Erkenntnisse auf einer breiteren Datengrundlage gewonnen werden können. Im ersten Schritt werden ausschließlich Daten aus der elektronischen Medikationsliste ausgeleitet, die Erweiterung auf andere Bereiche wie den elektronischen Medikationsplan Patientinnen und Patieten, die drei oder mehr Arzneimittel anwenden, haben seit 2016 einen Anspruch… , Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… - und Entlassbriefe oder Labordaten ist in den kommenden Jahren geplant.
9 Prozent planen Widerspruch gegen Datenübermittlung für Forschungszwecke
Ab heute werden auf der Website der AOK Sachsen-Anhalt (www.deine-gesundheitswelt.de) und der „AOK Mein Leben“-App, die den Versicherten den Zugang zu ihrer elektronischen Patientenakte Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) können Patientinnen und Patienten sowie die an ihrer… ermöglicht, bestehende und neue Nutzerinnen und Nutzer auf die Neuerung hingewiesen. Sie können dann entscheiden, ob sie der Übermittlung zustimmen oder widersprechen wollen. Darüber hinaus können sie auch bestimmte Nutzungszwecke ablehnen.
Laut der Umfrage wollen 9 Prozent der Befragten, die bislang keinen Widerspruch gegen die Anlage der ePA eingelegt haben, widersprechen. Weitere 15 Prozent zeigten sich unentschieden.
Der Widerspruch gegen die Ausleitung der ePA-Daten an das Forschungsdatenzentrum kann von den Versicherten jederzeit und auch nachträglich für bereits übermittelte Daten erklärt werden. Sie werden dann im Forschungsdatenzentrum, das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist eine selbständige… (BfArM) in Bonn angesiedelt ist, gelöscht und dürfen nicht mehr weiterverarbeitet werden.
Falls die Daten bereits für ein Forschungsvorhaben genutzt werden, dürfen sie ausschließlich für dieses Vorhaben weiterhin verarbeitet werden.
Versicherte, die die elektronische Patientenakte Mit der ePA können Patientinnen und Patienten sowie die an Ihrer Behandlung beteiligten Ärztinnen… nicht per App oder Desktop-Version nutzen, können den Widerspruch direkt bei ihrer Krankenkasse erklären, unter anderem über die sogenannten ePA-Ombudsstellen.
Für die forsa-Befragung sind vom 7. bis zum 30. September 2026 insgesamt 509 Personen ab 18 Jahren befragt worden. Es handelte sich um eine Kombination von telefonischer Befragung und Online-Erhebung.
Zur AOK Sachsen-Anhalt:
Die AOK Sachsen-Anhalt betreut mehr als 850.000 Versicherte und 57.000 Arbeitgeber online und vor Ort im ganzen Land. Mit einem Marktanteil über 42 Prozent ist sie die größte regionale Krankenkasse in Sachsen-Anhalt.