Quo vadis Pflege – Neue Strukturen für mehr Effizienz
Statement Dr. Martina Niemeyer anlässlich der AOK im Dialog-Veranstaltung „Quo vadis Pflege – Neue Strukturen für mehr Effizienz“ am 15. September 2026 in Mainz:
„Gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten aus dem Bereich „Pflegepolitik“ möchten wir unter dem Titel: „Quo Vadis Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… – Neue Strukturen für mehr Effizienz“ in Mainz diskutieren. Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland-Pfalz/Saarland, als größter Pflegeversicherer in der Region, versteht sich als Pflegelotse. Wir wissen, dass die Pflege vor großen Herausforderungen steht. Dazu gehören der Fachkräftemangel, die Wartezeiten auf Pflegeplätze und ein Mehr an Vernetzung. Zugleich müssen wir die Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… stärken und gemeinsam an der Vorbeugung von Pflegebedürftigkeit Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) vom 27. November 2015 wurde der Begriff der… arbeiten. Pflege ist dabei stets individuell sowie herausfordernd. Sie erfordert ein starkes Netzwerk aus Pflegeangeboten, familiärem Umfeld, Caring Communities sowie Kranken- und Pflegekassen. Die bestmögliche Zusammenarbeit und Koordination zwischen diesen Akteuren ist wichtig, um gute Pflege zu sichern.
Grundsätzlich trägt die solidarisch finanzierte Soziale Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… zur Sicherung des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft bei. Wichtig ist, dass diese mit den Bedürfnissen unserer Gesellschaft Schritt hält. Wir sehen, dass die Pflege im ersten Halbjahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht – es ist ein Defizit in Höhe von 770 Millionen Euro entstanden. Und die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen öffnet sich immer weiter: Während Ausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent ansteigen, sind die Beitragseinnahmen lediglich um 3,9 Prozent gestiegen. Die Finanzen sind also zunächst kurzfristig zu stabilisieren. Dringend muss jedoch eine strukturelle Reform folgen. Mein Appell lautet daher: Pflege gemeinsam weiter denken. Wir müssen Hand in Hand an einer finanzierbaren Pflege arbeiten, die den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen gerecht wird.“