Pressemitteilung

Ein Plus für die Versorgungssicherheit: AOK übernimmt weiterhin Mehrkosten bei salbutamolhaltigen Dosieraerosolen

29.01.2026 AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 2 Min. Lesedauer

Salbutamolhaltige Arzneimittel in Dosieraerosolen sind derzeit nicht flächendeckend zum Festbetrag verfügbar. Deswegen übernimmt die AOK auch weiterhin die anfallenden Mehrkosten für diese Präparate für ihre Versicherten.

Pharmazeutisches Personal stockt Arzneimittel auf.

Im Sinne der Versorgungssicherheit ihrer Versicherten übernimmt die AOK bei salbutamolhaltigen Dosieraerosolen anfallende Mehrkosten auch über den Januar 2026 hinaus. Die Ausnahmeregelung gilt für die Zeit des offiziell festgestellten Versorgungsmangels. Mehrkosten entstünden Versicherten nämlich grundsätzlich dann, wenn der Preis der abgegebenen Präparate über dem Festbetrag liegt, der von den Krankenkassen erstattet wird.

Das für Liefer- und Versorgungsengpässe zuständige Bundesamt für Arzneimittel Nach der Definition des Arzneimittelgesetzes (AMG) sind Arzneimittel insbesondere Stoffe und… und Medizinprodukte Medizinprodukte sind Apparate, Instrumente, Vorrichtungen, Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen oder… hat für salbutamolhaltige Arzneimittel in Dosieraerosolen aufgrund des bestehenden Versorgungsmangels Empfehlungen zur Abmilderung möglicher Engpässe veröffentlicht. Weil nicht alle Versicherten auf alternative Therapien umgestellt werden können und salbutamolhaltige Arzneimittel in Dosieraerosolen derzeit nicht flächendeckend zum Festbetrag verfügbar sind, hat die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… beschlossen, auch weiterhin für diese Präparate die anfallenden Mehrkosten für ihre Versicherten zu übernehmen. 

Diese Ausnahmeregelung gilt, solange der durch das Bundesgesundheitsministerium bekanntgegebene Versorgungsmangel gültig ist. Auch für den zurückliegenden Zeitraum war für AOK-Versicherte im Rahmen des bis Ende Januar 2026 bestehenden Rabattvertrags keine Aufzahlung für salbutamolhaltige Dosieraerosole zu leisten. Die AOK hat gegenüber den beiden Apothekerverbänden in Rheinland-Pfalz und im Saarland zudem signalisiert, dass die Apotheken die anfallenden Mehrkosten auch weiterhin direkt mit der AOK abrechnen können, sodass die Versicherten nicht in Vorleistung gehen müssen.

„Mit dieser Versorgungslösung sorgen wir in der angespannten akuten Situation für Entlastung und Sicherheit. Aber: Aufgrund derartiger Versorgungsengpässe fordern wir als AOK effektivere Maßnahmen für mehr Versorgungssicherheit im Arzneimittelbereich. Dafür muss ein Frühwarnsystem mit einer verpflichtenden Meldung über die gesamte Lieferkette etabliert werden. So wie es bereits in anderen Ländern praktiziert wird. Außerdem sollten Bevorratung und Lagerhaltung beim Großhandel und den pharmazeutischen Unternehmen unabhängig von bestehenden Rabattverträgen ausgebaut werden“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Cover der AOK-Positionen zur Arzneimittelversorgung: in der oberen Häflte sind verschiedene Symbole abgebildet. Neben einem Taschenrechner liegen verschiedene Pillen, darüber ist eine Lupe. Die untere Hälfte ist AOK-grün und enthält den Text.

AOK-Positionspapier

„AOK-Positionen zur Arzneimittelversorgung – Eckpunkte für mehr Wirtschaftlichkeit, Qualität und Sicherheit“

Ihr Ansprechpartner und Pressekontakt

Porträt: Jan Rößler, Pressesprecher AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
Pressesprecher

Jan Rößler

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland