Pilotphase beendet – Praxen des „HÄPPI“ Projekts überzeugt vom Nutzen der KI-Telefonassistenz
Nach Abschluss der Pilotphase des Projekts „HÄPPI“ des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz (HÄV) mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat die Evaluierungsphase begonnen. Ein erfreuliches Ergebnis zeigt sich dabei bereits jetzt bei der Nutzung der KI-Telefonassistenz.
Vor wenigen Wochen ist die Pilotphase des Projekts „HÄPPI“ (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell) des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz (HÄV) mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland geendet und die Evaluierungsphase gestartet. „Ein erfreuliches Ergebnis zeigt sich dabei bereits jetzt: Sechs der sieben Hausarztpraxen im ländlichen Raum haben sich dazu entschieden, die KI-Telefonassistenz auch über das Projekt hinaus zu nutzen. Das zeigt uns, dass dieser gemeinsame Ansatz im Projekt für die überwiegende Mehrheit der Praxen erfolgreich war und zu nachhaltigen Fortschritten für die Praxisorganisation und somit auch die Patientinnen und Patienten führen kann“, sagt Gesundheitsminister Clemens Hoch.
Zwischen Juli und Dezember 2025 wurde das Projekt „HÄPPI“ in sieben ausgewählten Hausarztpraxen im ländlichen Raum von Rheinland-Pfalz erprobt. Ziel dabei war vor allem, die Praxen durch neue Teamstrukturen und den verstärkten Einsatz digitaler Instrumente zu entlasten und gut für die Zukunft aufzustellen. Die KI-basierte Telefonassistenz kann beispielsweise die Patientenkommunikation übernehmen, direkt Termine vergeben oder Rezeptwünsche aufnehmen und so eine Entlastung für die Praxen von routinemäßigen Verwaltungsaufgaben im Alltag schaffen.
„Digitalisierung ist per se kein "Allheilmittel", so die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Rheinland-Pfalz e.V., Dr. Barbara Römer. „Sie führt dann zum Erfolg, wenn sie gut den individuellen Bedürfnissen der jeweiligen Praxis und deren Patientenstamm entgegenkommt und ein Mehrwert in der Anwendung gesehen wird. Dieser Mehrwert der neuen Kommunikationsform ist in unseren Pilotpraxen überwiegend sehr gut gelungen.“
Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland-Pfalz/Saarland ergänzt: „Wir freuen uns, dass die innovative KI-gestützte Telefonassistenz des Projekts ein großer Erfolg ist. Für Patientinnen und Patienten sowie das Praxispersonal bietet diese neue Form der telefonischen Erreichbarkeit eine große Bereicherung - nämlich Verlässlichkeit und echte Entlastung. Die Menschen geben bei ihrem Anruf in der Arztpraxis zentrale Aspekte an den KI-Assistenten und dieser ermöglicht eine passgenaue Verarbeitung der Infos", sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse und unterstreicht damit ein neuartiges Angebot von HÄPPI.
Metadaten der im Projekt verwendeten KI-Telefonassistenz ermöglichen nun erste interessante Analysen von Kommunikationsprozessen zwischen Patientinnen und Patienten und ihren Hausarztpraxen, welche im Rahmen der Evaluation des Projekts ausgewertet werden. Weiterhin fließt in die Evaluation die Erfahrung der Praxen mit der Delegation von Aufgaben an akademisierte nicht-ärztliche Fachkräfte wie Primary Care Manager (PCM) oder Physician Assistants ein. Diese haben im Rahmen des Projekts Aufgaben in der Patientenversorgung, wie z.B. Infektsprechstunden, übernommen mit dem Ziel einer neuen Aufgabenverteilung im gesamten Praxisteam und einer Entlastung für die Hausärztinnen und Hausärzte. Die Ergebnisse der Evaluation des gemeinsamen Projekts von HÄV, Land und AOK Rheinland-Pfalz/Saarland werden der Öffentlichkeit im Mai vorgestellt.
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Hausärztinnen- und Hausärzteverband Rheinland-Pfalz e.V.
Kathrin Obenhuber
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