„AOK im Dialog“: Prävention und Primärversorgung in einer vitalen Kommune
Im Mittelpunkt der Veranstaltung „AOK im Dialog“ der AOK Rheinland/Hamburg steht die Frage, wie eine zukunftsfähige Prävention und Primärversorgung vor Ort gestaltet werden können.
Details auf einen Blick
Zeitraum
- Fr, 13.03.2026, 11:00 – 13:30 Uhr
Veranstalter
AOK Rheinland/HamburgVeranstaltungsort
- TONIQ2 (Raum: Medienhafen)
- Wanheimer Straße 72, 40468 Düsseldorf
Veranstalter
AOK Rheinland/HamburgÜber die Veranstaltung
Unser Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… darf in Zukunft kein reiner Reparaturbetrieb mehr sein. Gefragt sind kluge, vorausschauende Konzepte der Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… und Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… , die dort ansetzen, wo Menschen leben – in den Kommunen.
Vor dem Hintergrund von Zugangshürden, langen Wartezeiten in Arztpraxen und fehlender Patientennavigation diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „AOK im Dialog“ der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg, wie ein zukünftiges Primärversorgungssystem ausgestaltet und zeitnah umgesetzt werden kann. Ziel ist es, allen Versicherten einen gleichberechtigten und zeitnahen Zugang zu einer nahtlosen, stimmigen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen – genau dann, wenn sie gebraucht wird.
Denn: Gesundheit vor Ort gelingt nur gemeinsam. Eine wirksame Prävention und eine leistungsfähige Primärversorgung Unter Primärversorgung wird die gesundheitliche Grundversorgung und Beratung verstanden, in der auch… erfordern die enge Zusammenarbeit von Kommunen, Versorgungspartnern und weiteren Akteuren vor Ort. Nur im gemeinsamen Handeln lässt sich eine Gesundheitsversorgung gestalten, die Zugänge verbessert, Orientierung bietet und Kommunen langfristig stärkt.
Ablauf
| 10.30 Uhr | Ankunft und Registrierung der Gäste |
| 11.00 Uhr | Begrüßung/Auftaktgespräch Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender, AOK Rheinland/Hamburg Dr. Georg Kippels MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium |
| 11.20 Uhr | Panel 1: „Besser und gesünder leben in einer vitalen Kommune” Dr. Georg Kippels MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Jens Ernesti, Gesundheitsdezernent Kreis Viersen Prof‘in Dr. Dagmar Starke, Diplompädagogin, Leiterin (komm.) der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied AOK Rheinland/Hamburg |
| 12.10 Uhr | Panel 2: „Primärversorgung in der Region” Daniel Rinkert MdB, SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag Prof. Nils Gutacker, Professor für Health Economics an der University of York und Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit und Pflege Prof. Dr. Viktoria Stein, Assistenzprofessorin für Population Health Management am Leiden University Medical Centre Angela Koch, Leiterin Gesundheitsdrehscheibe Graz Matthias Mohrmann, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, AOK Rheinland/Hamburg Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein |
| 13.10 Uhr | Fazit und Ausblick |
| 13.30 Uhr | Get-Together mit Imbiss |
Diskussionsteilnehmer
Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), davor Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte, Niedergelassener Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in Aachen.
„Im neuen Primärversorgungssystem übernimmt die KV Nordrhein eine Schlüsselrolle. Wir steuern die Versorgung nach medizinischer Logik.“
Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg seit 2023, zuvor Bereichsleiterin Hilfsmittel – Krankengeld und Geschäftsbereichsleiterin Personal sowie stv. Regionaldirektorin; Ausbildung bei der AOK Rheinland 1984.
„Wir wissen längst, was zu tun ist, doch Reden ersetzt kein Entscheiden und Erkenntnis kein Handeln. Solange Politik Gesundheitsförderung und Prävention weiter vertagt und öffentliche Mittel erst bei Krankheit einsetzen, bleibt die „Gesunde Gesellschaft“ eine Absichtserklärung statt gesellschaftlicher Realität – trotz ihres belegten Nutzens für Wirtschaft und Gemeinwohl.“
Dezernent für Soziales, Jugend, Gesundheit und Arbeit beim Kreis Viersen sowie Leiter des Krisenstabes des Kreises. Vorsitzender der Kommunalen Gesundheitskonferenz Kreis Viersen und zuständig für das Jobcenter Kreis Viersen. Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Viersen. Zuvor in der Gemeinde Grefrath verantwortlich für Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus sowie als Fraktions- und Parteigeschäftsführer tätig. Studierter Sozialwissenschaftler mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung und vielfältig ehrenamtlich engagiert.
„Ohne echte Vernetzung von Kommune, Kassen und Leistungserbringern bleibt Prävention Stückwerk.“
Professor am Centre for Health Economics University of York (England), Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und in der Pflege, davor Visiting Professor in Sydney, (Australien); Studium der Gesundheitsökonomie und Medizin-Management.
„Patientensteuerung/-navigation ist in den meisten europäischen Nachbarländern bereits Wirklichkeit. Sie erhöht die Qualität und Effizienz der Versorgung.“
Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit, Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU seit 2013, Mitglied des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag (Vorsitzender der AG Gesundheit); Studium der Rechtswissenschaften.
Leiterin des Referates der Gesundheitsdrehscheibe der Stadt-Graz (Österreich), davor Hausleitung eines Seniorenzentrums der Volkshilfe Steiermark, Leiterin Organisation und Marketing bei Flowtec Industrietechnik, selbstständige Unternehmensberaterin, Betriebswirtschaftliches Studium - Schwerpunkt Marketing und Vertrieb sowie Gesundheitswissenschaften mit dem Fokus auf „Aging Services Management.“
„Wir unterstützen Menschen in ihren psycho-sozialen und physischen Gesundheitsanliegen mit einem Schwerpunkt auf Prävention und Gesundheitsförderung. Das machen wir als multiprofessionelles Team, niederschwellig, kostenlos und mit einer kultursensiblen Haltung als Selbstverständnis.“
„Wir stärken die Gesellschaft, weil wir uns für Gesundheit einsetzen – wir wollen Gesundheit für alle.“
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg seit 2023, zuvor Vorstandsmitglied seit 2012, Geschäftsbereichsleiter Krankenhäuser; Studium der Wirtschaftswissenschaften.
„Eine guter Zugang zur Versorgung sowie funktionierende Anschlüsse während der Versorgung sind essentielle Grundbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger. Gute Versorgung ist demokratierelevant.“
„Wichtig ist, nicht bei der theoretischen Diskussion von Modellen stehenzubleiben, sondern kurzfristig konkrete Schritte zur Etablierung einer Primärversorgung umzusetzen. Ein Stufenplan mit klaren Zeitvorgaben ist erforderlich.“
Mitglied des Bundestages für die SPD seit 2022, Vorsitzender der SPD im Rhein-Kreis Neuss, Mitglied im Regionalvorstand der SPD-Niederrhein, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Grevenbroich; Jurist.
„Prävention, Vermittlung von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsförderung sind mithin die geeignetsten Maßnahmen, um den Auswirkungen sozialer Ungleichheit auf die Gesundheit entgegenzusteuern.“
Komm. Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Vorstandsmitglied Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Public Health, Honorarprofessorin für angewandte Epidemiologie und kommunale Gesundheitsförderung, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Coburg, Studium der Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie.
„Basierend auf dem §20a SGB V fördern Krankenkassen im Zusammenwirken mit dem ÖGD Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten insbesondere den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Dafür bedarf es eines personell gut ausgestatteten ÖGD und einem klaren Bekenntnis der Kommunen zur Gesundheitsförderung.“
Assistenz-Professorin Leiden University Den Haag (Niederlande), davor Co-Founder and Co-CEO VM Partners Integrating Health and Care, Direktorin der International Foundation for Integrated Care (IFIC) in Oxford und Consultant bei der WHO; Studium der Philosophie und Gesundheitswissenschaften.
„Wir wissen seit Jahrzehnten, dass unsere Gesellschaft altert und chronische Krankheiten steigen und wir kennen ebenso lange die nötigen Schritte, um ein gesundes, selbstbestimmtes Altern und Sterben zu ermöglichen. Dass wir noch immer keine starke, proaktive, auf Prävention und Gesundheitsförderung ausgerichtete Primärversorgung haben, liegt nicht an mangelnden Ressourcen, sondern an zu starken Partikularinteressen. Regionen wie Katalonien oder Wales zeigen, dass es auch anders geht.“
„Solange jede Diskussion über die Primärversorgung in einer Diskussion über die Rolle der Ärzt*innen endet, kann es keine echte Veränderung geben. Regionale Primärversorgung muss sich an der Bevölkerung vor Ort und den vorhandenen Assets orientieren, nicht an tradierten Rollenbildern und festgeschriebenen Prozessen.“
Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg seit 2012, zuvor Bevollmächtigter des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg und Abteilungsleiter Organisation; Ausbildung bei der AOK Rheinland 1986.
„Eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik ist der erste notwendige Schritt. Für einen tiefgreifenden Strukturwandel im Gesundheitswesen sind aber auch Investitionen erforderlich - und gleichzeitig müssen die Beitragssätze für einen attraktiven Wirtschaftsstandort mindestens stabilisiert werden. Den Beitragszahlenden sind die bestehenden vertrauensschädigenden Defizite in der Gesundheitsversorgung nicht mehr zumutbar. Mithilfe einer auskömmlichen Finanzierung der Bürgergeldempfänger durch den Staat könnte eine Absenkung der Beiträge ermöglicht werden, wenn gleichzeitig auch Wirtschaftlichkeitsreserven gehoben werden. Der gesamte Modernisierungsprozess einschließlich der Implementierung eines patientenzentrierten Primärversorgungssystems erfordert einerseits Planbarkeit, aber auch eine Umsetzbarkeit in einer sehr überschaubaren Zeitfrist. Kürzungen im Leistungsspektrum würden das Vertrauen der Beteiligten dagegen nachhaltig schädigen.“
Moderatorin und Reporterin (WDR, ARD), Absolventin der RTL-Journalistenschule, davor freie Journalistin und Gründerin des wissenschafts- und datenjournalistischen Projekts „einundleipzig“, Studium der Islam-, Politik- und Kommunikationswissenschaft.