Krankenhausplanung in NRW: Große Bandbreite an Veränderungen
Vorbei sind die Zeiten der Planung nach Betten: Nordrhein-Westfalen hat mit seinem Krankenhausplan 2022 als erstes Bundesland eine grundlegende stationäre Leistungsplanung mit Planfallzahlen vollzogen. Diese bringt eine Konzentration und Spezialisierung des Leistungsgeschehens mit sich.
Kaum Veränderung in der Grundversorgung, deutliche Reduktion bei Knie, Hüfte oder Onkologie
In der Grundversorgung als erster Kategorie sind die Veränderungen gering. Die zweite Kategorie mit einer bereits heute geringen Zahl an Standorten ist schon vor der Planung von hoher Konzentration gekennzeichnet gewesen. Hierunter fallen etwa Herzchirurgie und minimalintensive Herzklappenintervention, die Kinder-Hämatologie und -Onkologie, Haut- und Geschlechtskrankheiten und die Neurochirurgie. Die stärksten quantitativen Veränderungen hat NRW in der dritten Kategorie vorgenommen, in die zum Beispiel die Endoprothetik (Hüfte/Knie) fällt. Relevante Reduktionen betreffen die Viszeralchirurgie, die Kardiologie und Hämatologie und Onkologie. Im Ergebnis sinkt die Zahl der Standorte um bis zu zwei Drittel.
Nachfolgende Diagramme und das PDF-Download dokumentieren die Veränderungen, die sich aus den Zuweisungen in 2024 ergeben. (ble)