Pressemitteilung

Verlässliche Gesundheitsinformationen stärken das Vertrauen und die Gesundheitskompetenz

25.02.2026 AOK Rheinland/Hamburg 4 Min. Lesedauer

forsa-Umfrage: Ärztinnen und Ärzte sind für die Mehrheit im Rheinland die wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen, Online-Recherchen führen häufig zu Verunsicherung.

Für eine große Mehrheit der Bevölkerung im Rheinland (81 Prozent) sind Ärztinnen und Ärzte die wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen. 

Das geht aus einer repräsentativen forsa-Befragung zum Vertrauen in Gesundheitsinformationen im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg hervor. Mehr als die Hälfte der Befragten, die sich online zu Gesundheitsfragen informieren, zweifelt an der Richtigkeit der Informationen. Verlässliche Informationsquellen stärken das Vertrauen und die Gesundheitskompetenz der Menschen. 

Ein Ziel der Befragung war es, zu ermitteln, wie sich die Teilnehmenden zu Gesundheitsthemen informieren, wie leicht es ihnen fällt, Informationen zu Gesundheitsfragen online zu finden, sie zu verstehen und zu bewerten und für wie vertrauenswürdig sie diese Informationen halten.

18 Prozent bevorzugen Internetforen oder KI-Chatbots

57 Prozent der Befragten ziehen das persönliche Umfeld – also Familie, Freunde oder Bekannte – zu Rate, wenn es um Gesundheitsfragen geht.  Künstliche Intelligenz in Form von KI-Chatbots spielt für 18 Prozent als Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen eine Rolle. Dabei fällt auf, dass jüngere Menschen KI-Chatbots deutlich stärker nutzen als ältere Personen: Während bei den unter 40-Jährigen 34 Prozent auf Antworten der künstlichen Intelligenz vertrauen, sind es bei den über 40-Jährigen nur 11 Prozent. Es liegt nahe, dass die Nutzung von künstlicher Intelligenz künftig weiter zunehmen wird. 

Symptome, Diagnosen und Medikamentenfragen dominieren die Recherche

86 Prozent der Befragten an Rhein und Ruhr informieren sich online über Gesundheitsthemen. Dabei ist die Recherche über Krankheitssymptome und Beschwerden bei 58 Prozent beliebt, knapp die Hälfte recherchiert zu Krankheiten und Diagnosen (48 Prozent). Deutlich seltener wurden Informationen zu Risiken des eigenen Lebensstils (13 Prozent) gesucht. Frauen (64 Prozent) informieren sich online häufiger als Männer (51 Prozent) zu Krankheitssymptomen oder zu Nebenwirkungen von Medikamenten (Frauen: 47 Prozent, Männer: 38 Prozent).

Akute Symptome sind der Hauptgrund für die Online-Suche nach Gesundheitsinformationen

Der häufigste Grund für die Online-Suche nach Gesundheitsinformationen sind akute Symptome (60 Prozent). 38 Prozent hatten Sorge vor einer Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… oder einem Krankheitsverdacht. Drei von zehn Personen waren auf der Suche nach Informationen zu einem gesünderen Lebensstil (30 Prozent), ein Drittel informierte sich zu Vorsorge Für die medizinische Vorsorge und die Rehabilitation gilt der Grundsatz ambulant vor stationär – das… und Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… (33 Prozent). 

Die Online-Suche sorgt für Verunsicherung: So fällt es dabei rund einem Drittel (31 %) schwer, online vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen zu erhalten oder zu erkennen. Vor allem, das sagen mehr als drei Viertel dieser Personen, fällt es dabei schwer, zu erkennen, welche Informationsquellen verlässlich sind (79 Prozent). Mehr als sieben von zehn dieser Personen geben an, dass nicht erkennbar sei, ob Informationen wissenschaftlich überprüft oder nachgewiesen sind (73 Prozent). Positiv ist jedoch, dass bei widersprüchlichen Online-Informationen die meisten Befragten (77 Prozent) ärztliche Beratung aufsuchen würden.

„Als Gesundheitskasse tragen wir eine besondere Verantwortung, unseren Versicherten verlässliche, wissenschaftlich geprüfte und verständlich aufbereitete digitale Gesundheitsinformationen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise treten wir der Verbreitung von Falschinformationen aktiv entgegen und leisten zugleich einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz“, erklärt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg. „Die Online-Recherche zu Gesundheitsthemen ist für viele Menschen längst selbstverständlich. Wenn jedoch mehr als die Hälfte der Befragten, die sich online zu Gesundheitsfragen informieren, an der Richtigkeit der Informationen zweifelt, zeigt das deutlich den Bedarf an mehr Orientierung, Transparenz und nachvollziehbaren Qualitätsmerkmale im digitalen Raum.“

Falschinformationen können medizinische Hilfe verzögern

Fast ein Drittel der Personen aus dem Rheinland, die online nach Gesundheitsinformationen suchen, sind dabei bereits auf Falschinformationen gestoßen (30 Prozent). Um die Verunsicherung bei der Recherche von Online-Informationen zu minimieren, führt die AOK ein neues Qualitätssiegel für fachgeprüfte Inhalte ein. Die Kennzeichnung von Gesundheitsinformationen als „von AOK-Expertinnen und Experten fachlich geprüft“ kann die Akzeptanz dieser Angebote deutlich stärken: Sieben von zehn der Befragten aus dem Rheinland würden entsprechend gekennzeichnete Gesundheitsinformationen erneut nutzen (71 Prozent) und als zuverlässig einschätzen (67 Prozent). 

 

Hinweise für die Redaktionen: 

Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 605 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Personen aus dem Rheinland ab 18 Jahren befragt. Die Erhebung wurde vom 18. Dezember 2025 bis 17. Januar 2026 im Rahmen des repräsentativen Online-Panels durchgeführt.

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