Pressemitteilung

DMP in Nordrhein: Bessere Versorgung bei Rheumatoider Arthritis

10.09.2026 AOK Rheinland/Hamburg 6 Min. Lesedauer

Die KV Nordrhein und die Krankenkassen/-verbände in Nordrhein-Westfalen haben sich auf ein neues Disease-Management-Programm verständigt. Damit werden auch Patientinnen und Patienten mit Rheumatoider Arthritis sektorenübergreifend und leitliniengerecht versorgt.

Ab 1. Oktober können sich erwachsene Patientinnen und Patienten mit Rheumatoider Arthritis auch in Nordrhein in einem strukturierten Behandlungsprogramm (Disease Management Programm, kurz DMP) versorgen lassen. 

Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche systemische Autoimmunerkrankung, die unbehandelt zur Zerstörung der Gelenke führt. Mit dem DMP Rheumatoide Arthritis soll eine indikationsabhängige, systematische Koordination zwischen den an der Behandlung beteiligten Leistungserbringern sowie den Partnern dieser Vereinbarung und eine dem aktuellen Stand der medizinischen Versorgung entsprechende Behandlung von chronisch kranken Versicherten mit Rheumatoider Arthritis gewährleistet werden. Das DMP beinhaltet differenzierte Empfehlungen für die spezifische Therapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten, die Beachtung von Komorbiditäten und Anforderungen an die Verlaufskontrolle. 

„Mit dem Disease-Management-Programm Rheumatoide Arthritis in Nordrhein schaffen wir eine wichtige Grundlage dafür, die Versorgung chronisch erkrankter Menschen nachhaltig weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei eine konsequent an den medizinischen Leitlinien werden definiert als systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Ärzte und Patienten, die eine… ausgerichtete Behandlung, die eine hohe Versorgungsqualität gewährleistet und den Patientinnen und Patienten konkrete Verbesserungen im Versorgungsalltag bietet“, sagt Dirk Ruiss, Leiter der vdek-Landesvertretung NRW.

„Wir müssen unser Gesundheitswesen Das Gesundheitswesen umfasst alle Einrichtungen, die die Gesundheit der Bevölkerung erhalten,… in vielen Bereichen effizienter und besser machen. Die Disease-Management-Programme sind ein gutes Beispiel dafür, wie sektorenübergreifende Strukturen und Netzwerke die Behandlung chronisch kranker Patientinnen und Patienten verbessern können“, so Matthias Mohrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg. 

„Das DMP Rheumatoide Arthritis schafft verlässliche Strukturen für eine koordinierte und qualitätsgesicherte Versorgung. Dazu gehört auch eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten sowie Fachärztinnen und Fachärzten. Unser gemeinsames Ziel ist, Patientinnen und Patienten besser zu versorgen und so auch die Lebensqualität zu erhalten. Damit zeigen wir konkret, was unser Anspruch ,Engagiert für Gesundheit‘ bedeutet: Verantwortung übernehmen, Versorgung gestalten und chronisch erkrankte Menschen langfristig unterstützen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Therapeutische Ziele sind in erster Linie eine möglichst langanhaltende fast völlige Entzündungs- und Beschwerdefreiheit – oder eine niedrige Krankheitsaktivität. Es geht um Erhalt und Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, geringere Sterblichkeit, Vermeidung struktureller Gelenkschäden, Verbesserung der Funktionalität und Beweglichkeit, adäquate Behandlung der Komorbiditäten und weniger Schmerz. 

Teilnahmeberechtigt sind neben Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Zusatzweiterbildung Rheumatologie. Auch eine spezialisierte Klinik und eine Reha-Einrichtung sind schon Teil der sektorenübergreifenden Versorgung, sodass für gesetzlich Krankenversicherte ab 18 Jahren in Nordrhein eine umfassende und koordinierte Versorgung möglich wird. Um das Versorgungsnetzwerk weiter auszubauen, sollen sich weitere entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken dem Programm anschließen.  Die Programminhalte sowie die Teilnahmekriterien wurden durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt.

Rheumatioide Arthritis

Die Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche systemische Autoimmunerkrankung. Sie geht mit Schmerzen, Gelenkschwellungen, Einschränkungen der Beweglichkeit und fortschreitender Gelenkzerstörung einher. Neben Gelenken können auch Sehnen, Bänder, Schleimbeutel und innere Organe befallen werden, wodurch die Krankheit wird in der Medizin als Abweichung von Gesundheit oder Wohlbefinden verstanden. Allerdings stößt die… die Lebenserwartung verkürzen kann. Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung Unter einer chronischen Erkrankung versteht man eine länger andauernde, schwer heilbare Krankheit.… , die meist bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr und bei Männern ab dem 65. Lebensjahr auftritt. 

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke… nach § 137f SGB V. Dabei handelt es sich um eine sektorenübergreifende, systematische Versorgung von chronisch kranken Versicherten, die auf Basis evidenzbasierter Leitlinien über alle Krankheitsstadien hinweg behandelt werden. Weitere DMP-Kriterien sind die Festlegung geeigneter Qualitätssicherungsmaßnahmen, Schulungen für Leistungserbringer Unter diesem Sammelbegriff werden alle Personengruppen zusammengefasst, mit denen die Krankenkassen… und Versicherte, eine kontinuierliche Evaluation und eine kontinuierliche Verbesserung des Versorgungsprozesses auf allen Ebenen. 

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Porträt von Heiko Schmitz
Pressesprecher

Dr. Heiko Schmitz

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