Krankenstand in Hamburg erstmals seit 2022 gesunken
Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zeigen: Psychische Belastungen bleiben auf hohem Niveau
Nach einem kontinuierlichen Anstieg des Krankenstands seit dem Jahr 2022 sind die Menschen in Hamburg im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder seltener krankheitsbedingt an ihrem Arbeitsplatz ausgefallen. Nach Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg verringerte sich der Krankenstand von 6,45 Prozent im Jahr 2024 auf jetzt 6,26 Prozent. Auch die durchschnittliche Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage ging zurück: Berufstätige Versicherte waren 2025 im Durchschnitt 22,86 Tage krankgeschrieben – im Vergleich zu 23,52 Tagen im Vorjahr.
Sowohl der kurzfristige Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… bis zu sechs Wochen als auch der Langzeitkrankenstand gingen im Berichtsjahr im Vergleich zu 2024 zurück. Parallel dazu verbesserte sich auch die Gesundheitsquote leicht von 39,8 auf 40,2 Prozent. Dies bedeutet, dass rund 40 Prozent der Versicherten im Jahr 2025 keine krankheitsbedingten Fehlzeiten hatten. Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung Seit dem Inkrafttreten des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes zum 1. April 2007 sind die bisherigen… (BGF-Institut) der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg hat für diese Zahlen die Arbeitsunfähigkeitsdaten von 160.000 Versicherten in Hamburg analysiert.
Bei nahezu allen Diagnosehauptgruppen wurden im Jahr 2025 weniger Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) und weniger Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) verzeichnet. Insgesamt deutet dies auf eine leichte Entspannung im Fehlzeitengeschehen hin.
Bei den Atemwegserkrankungen zeigt sich dabei ein gemischtes Bild: Während die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage in dieser Diagnosegruppe um 2,2 Prozent zurückging und im Durchschnitt rund fünf Fehltage pro versicherte Person und Jahr betrug, stieg die Zahl der AU-Fälle leicht um knapp 2,0 Prozent. Atemwegsinfekte bleiben damit weiterhin häufig, führen jedoch im Durchschnitt zu etwas kürzeren Ausfallzeiten.
Psychische Belastungen bleiben auf hohem Niveau
Bei den psychischen Erkrankungen gingen die AU-Fälle um 2,2 Prozent zurück, während die Zahl der AU-Tage leicht um 0,2 Prozent zunahm. Dies entspricht rund vier Fehltagen je versicherter Person und Jahr allein aufgrund psychischer Erkrankungen. Psychische Belastungen bleiben damit weiterhin ein wichtiger Faktor im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen.
„Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass es insgesamt leichte Fortschritte bei der gesundheitlichen Lage der Beschäftigten gibt“, sagt Thomas Bott, Regionaldirektor der AOK in Hamburg. „Gleichzeitig unterstreichen die weiterhin hohen Fehlzeiten im Bereich psychischer Erkrankungen, wie wichtig es ist, das Thema mentale Gesundheit in den Betrieben und in der Versorgung stärker in den Fokus zu nehmen.“
Die AOK Rheinland/Hamburg und das BGF-Institut unterstützen Betriebe dabei, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und die Resilienz zu stärken. Nähere Informationen gibt es dazu im Internet: www.bgf-institut.de