Erfolgreicher Kick-Off zur Weiterführung der Plattform „DigiHealthStart.NRW“
Bei der AOK Rheinland/Hamburg tauschten sich Start-ups, Investoren und weitere Expertinnen und Experten für Digitalisierung über die Entwicklung und Förderung digitaler Produkte im Gesundheitswesen aus.
Für eine erfolgreiche Digitalisierung des Gesundheitssystems braucht es nicht nur klare Rahmenbedingungen. Es braucht auch Unternehmen, die digitale Produkte entwickeln, und Institutionen, die diese fördern, anwendbar machen und evaluieren. Bei der Plattform „DigiHealthStart.NRW“ geht es darum, den Markteintritt von Produkten innovativer Health-Start-ups in Nordrhein-Westfalen zu begleiten. Für die im Herbst 2025 auf der MEDICA verkündete Weiterführung des 2020 gestarteten Projekts arbeiten die AOK Rheinland/Hamburg, die ZENIT GmbH und die Ruhr-Universität Bochum künftig zusammen.
Digitalisierung konkret: Am 17. März trafen sich am Düsseldorfer Hauptstandort der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg Unternehmerinnen und Unternehmer mit Investoren, Verantwortlichen der Gesundheitskasse sowie weiteren Akteuren aus der NRW-Gesundheitswirtschaft, um sich intensiv über Möglichkeiten zur Entwicklung, Markteinführung und Anwendung digitaler Produkte und Prozesse auszutauschen.
„Die Plattform ,DigiHealthStart.NRW‘, an deren Weiterentwicklung wir uns beteiligen, ist in den vergangenen Jahren unter Federführung des NRW-Wirtschaftsministeriums mit viel Herzblut und Engagement aufgebaut und jetzt an uns übergeben worden“, sagte Felix Maul, Teamleiter Versorgungsinnovationen im Bereich Gesundheitsmanagement der AOK Rheinland/Hamburg. Denise Nelkert, Fachreferentin Digitale Modellregion im Ministerium, sprach von „einem besonderen Moment“ und von den Erfolgsfaktoren, zu denen neben den „hoch innovativen Start-ups in NRW“ die „zukunftsorientierten Gestalter“ wie die Ruhr-Universität Bochum, die ZENIT GmbH und die AOK Rheinland/Hamburg zählten, die bei der Plattform zusammenarbeiten. Während die AOK ihre Versorgungsexpertise einbringt und Zugänge in den Markt ebnet, bündelt ZENIT Erfahrungen in Innovationsmanagement, Technologietransfer und Förderberatung. Die Ruhr-Universität Bochum sorgt als wissenschaftlicher Partner unter anderem für die Evaluation.
Durch die Nähe zu den Unternehmen kann die AOK Rheinland/Hamburg Versorgungsbedarfe direkt platzieren und näher an das Entwicklungsgeschehen heranrücken. Ein Beispiel für „mustergültige Zusammenarbeit“ nannte Maul die „Breathment“-App, die er gemeinsam mit Entwickler Baturay Yalvac vorstellte. Von der Kontaktaufnahme bis zum Einsatz in der Versorgung verging weniger als ein Jahr. Mit der App erhalten an COPD-erkrankte Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg unabhängig von der Facharztdichte und den Betreuungsangeboten am Wohnort Zugang zu personalisierten Reha-Programmen, können Vitaldaten, Symptome und Medikation erfassen und durch interaktive Inhalte ihr Selbstmanagement stärken. „Der Weg der App in die Versorgung war kurz, nachdem wir ihr Potenzial analysiert hatten“, sagte Maul. Yalvac betonte, wie sehr die Hinweise des AOK-Teams das Unternehmen weitergebracht hätten.
Welche Rolle Routinedaten auch Sekundärdaten genannt, sind Daten, die routinemäßig von der gesetzlichen Krankenversicherung… der Kasse bei der Entwicklung spielen können, erläuterte Stefan Lopez Seijas aus dem Gesundheitsmanagement der AOK Rheinland/Hamburg. Er ging auf Anwendungsmöglichkeiten von Daten in der Versorgungsforschung ist eine Weiterentwicklung der Gesundheitssystemforschung, die sich mit Versorgungsstrukturen,… , in der Gesundheitsberichterstattung dient der Bestandsaufnahme der Gesundheit der Bevölkerung. Zur Information über die gesundheitliche… (zum Beispiel im jährlichen Gesundheitsreport) und bei der Entwicklung von Anwendungen wie der App „Mentalis“ ein, die Menschen mit psychischer Erkrankung Übungsinhalte und Telecoachings anbietet. Felix Maul betonte, dass die Datennutzung wesentlich für neue Produkte sei: „Unsere Daten und die Aussagen, die sie erlauben, sind ein Gamechanger für die selektivvertragliche Versorgung.“
Wesentlicher Bestandteil des Kick-offs war der konkrete Austausch zu Fördermöglichkeiten. Nazan Aynur und Bernd Meyer von der Zenit GmbH erklärten, mit welchen Instrumenten sie Start-ups unterstützen, diese reichen von der Beratung zu potenziellen Fördergeldprogrammen über die Vernetzung mit wichtigen Akteuren aus der Gesundheitswirtschaft bis hin zur Unterstützung bei der Suche nach Kooperationspartnern für Forschung, Entwicklung und Technologien.
DigiHealthStart.NRW
„DigiHealthStart.NRW“ ist ein zentrales Produkt des Projekts „Digital Health Ökosystem NRW – Fokus Start-ups 2025“. Das Projekt will ein nachhaltiges Ökosystem mit Fokus auf Digital-Health-Start-ups aufbauen, das patientenorientierte digitale Produkte und digital unterstützte innovative Dienstleistungen hervorbringt. Das Projekt arbeitet komplementär und in Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden vielfältigen Angeboten der Gründungsförderung. „DigiHealthStart.NRW“ wurde von 2020 bis 2025 durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und kontinuierlich auf- und ausgebaut. Seitdem wurden zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, digitale Gesundheitslösungen zu entwickeln, zu validieren und erfolgreich in den Versorgungsalltag zu integrieren.
„DigiHealthStart.NRW“ vernetzt Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft und schafft damit die Basis für eine praxisnahe, evidenzbasierte und innovationsfreundliche Gesundheitsversorgung in NRW. Ab 2026 wird die Gesundheitsplattform mit aktuell rund 200 Start-ups und 800 Mitgliedern gemeinsam von der AOK Rheinland/Hamburg, der Transformationsagentur ZENIT GmbH und der Ruhr-Universität Bochum fortgeführt.