Pressemitteilung

Drei von vier Männern nutzen die Krebs-Früherkennung nicht

03.02.2026 AOK Rheinland/Hamburg 3 Min. Lesedauer

Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zum Weltkrebstag zeigen dennoch einen positiven Trend.

Viele Männer lassen das Angebot zur Krebs-Früherkennung ungenutzt verstreichen.
Viele Männer lassen das Angebot zur Krebs-Früherkennung ungenutzt verstreichen.

Männer ab 45 Jahren nehmen häufiger an Untersuchungen zur Krebs-Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… teil als in den Vorjahren. Auswertungen der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Rheinland/Hamburg zeigen, dass die Inanspruchnahme zuletzt bei 22,5 Prozent lag. Damit wurde der höchste Wert im Fünf-Jahres-Vergleich erreicht und auch das Vor-Corona-Niveau von 2019 (20,8 Prozent) leicht übertroffen. Dennoch bleibt die Beteiligung insgesamt niedrig: Nach wie vor nutzen rund drei von vier Männern die Angebote nicht. Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar ruft die AOK Rheinland/Hamburg dazu auf, die Chancen der Krebs-Früherkennung stärker zu nutzen. „Dank moderner Medizin sind viele Krebserkrankungen heute gut behandelbar – vorausgesetzt, sie werden frühzeitig erkannt. Jede Vorsorgeuntersuchung erhöht diese Chance deutlich“, sagt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Zwischen 2020 und 2024 ist die Teilnahmequote an der Krebs-Früherkennungsuntersuchung für Männer, also an der regelmäßigen Untersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane, kontinuierlich gestiegen, aber auf einem niedrigen Niveau geblieben. Während 2019 noch 20,8 Prozent der über 45-jährigen Versicherten das Angebot nutzten, sank die Quote 2020 auf 19,4 Prozent. In den Folgejahren stieg sie schrittweise und erreichte 2024 schließlich 22,5 Prozent. Diese Zahlen hat die AOK Rheinland/Hamburg zum Weltkrebstag ausgewertet.

„Die Entwicklung ist erfreulich. Sie beweist, dass sich mit gezielter Aufklärung und Information viel erreichen lässt. Es gilt nun, diesen Trend fortzusetzen, denn bei der Nutzung der Krebsvorsorge-Untersuchungen ist weiterhin Luft nach oben“, sagt Sabine Deutscher. Es sei wichtig, dass auch Männer ihre Gesundheit stärker in den Fokus nehmen. „Wir erkennen eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Frauen gehen häufiger und früher zur Vorsorge Für die medizinische Vorsorge und die Rehabilitation gilt der Grundsatz ambulant vor stationär – das… , bei Männern scheint dieses Thema oft ein Tabu zu sein.“ Zum Vergleich: Das Angebot zur Krebs-Früherkennung bei der Frau haben nach den Zahlen der AOK Rheinland/Hamburg im Jahr 2024 35,7 Prozent der Versicherten angenommen – also mehr als jede dritte Frau.

„Es ist wichtig, auch den selteneren Krebsarten Aufmerksamkeit zu schenken, intensiv zu forschen und die frühe Diagnostik weiter zu fördern.“

Sabine Deutscher

Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg

Den Fokus nicht nur auf die weit verbreiteten Krebsarten richten

Anlässlich des Weltkrebstags weist Sabine Deutscher außerdem darauf hin, dass sich der Fokus nicht nur auf die weit verbreiteten Krebsarten richten darf: „Bauchspeicheldrüsen- oder Leberkrebs sowie andere seltenere Krebsarten wie der Brustkrebs beim Mann werden oft erst spät erkannt. Es ist wichtig, auch diesen Erkrankungen Aufmerksamkeit zu schenken, intensiv zu forschen und die frühe Diagnostik weiter zu fördern.“

Hinweis für die Redaktionen
Eine Übersicht der Maßnahmen zur Prävention Prävention bezeichnet gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen, die darauf abzielen,… und Gesundheitsförderung ist ein fortlaufender Prozess mit dem Ziel, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über… fin-den Sie unter: Prävention | Presse | AOK Rheinland/Hamburg

 

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Kirsten Simon
Pressesprecherin

Kirsten Simon

AOK Rheinland/Hamburg