Grippeschutz in Sachsen: Weniger als jeder Zweite über 60 ist geimpft
Nach Rekordzahl an Influenza-Todesfällen in Sachsen ruft AOK PLUS zur Vorsorge auf – Gesundheitskasse übernimmt Impfung für alle Versicherten
Die vergangene Grippesaison hat in Sachsen einen traurigen Höchststand gebracht: 264 Menschen starben nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums an den Folgen einer Influenza. Gleichzeitig geht die Impfquote zurück. Auch die Daten der AOK PLUS zeigen diese Entwicklung deutlich. Die Gesundheitskasse rät deshalb, den eigenen Impfstatus zu prüfen und die Möglichkeiten zur Grippeschutzimpfung zu nutzen.
In der Impfsaison 2024/2025 waren 465.680 AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… PLUS-Versicherte in Sachsen gegen Influenza geimpft. Das entspricht 19,8 Prozent. Zwei Jahre zuvor waren es noch 22,6 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei älteren Menschen. In der Impfsaison 2024/2025 waren 42,9 Prozent der AOK PLUS-Versicherten ab 60 Jahren gegen Influenza geimpft. Zwei Jahre zuvor waren es noch 48,9 Prozent. Damit verfügte nicht einmal jeder zweite Versicherte dieser Altersgruppe über einen Grippeschutz. Gerade ältere Menschen tragen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.
„Unser Ziel sind mehr gesunde Jahre für die Menschen in Sachsen und Thüringen. Dazu gehört, vermeidbare Erkrankungen und schwere Krankheitsverläufe möglichst zu verhindern. Als Gesundheitslotsin wollen wir deshalb informieren, Orientierung geben und den Zugang zu Prävention erleichtern. Bei der Grippeschutzimpfung heißt das ganz konkret: Wer sich impfen lassen möchte, soll das unkompliziert tun können.“
Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS
Für wen die Impfung besonders wichtig ist
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen mit erhöhtem beruflichen Infektionsrisiko. Auch für Kinder mit bestimmten Grunderkrankungen wird die Impfung empfohlen.
AOK PLUS übernimmt die Kosten
Unabhängig von diesen Empfehlungen übernimmt die AOK PLUS die Kosten der Grippeschutzimpfung für alle Versicherten, die sich impfen lassen möchten. Das gilt bereits für Kinder ab sechs Monaten. Die Impfung ist in Arztpraxen möglich. Erwachsene ab 18 Jahren können sich außerdem in teilnehmenden Apotheken impfen lassen.
In Sachsen wird diese Möglichkeit zur Impfung immer häufiger genutzt: Die Zahl der in Apotheken gegen Grippe geimpften AOK PLUS-Versicherten stieg von 1.887 in der Saison 2022/2023 auf 3.345 in der Saison 2024/25. Das entspricht einem Anstieg von rund 77 Prozent innerhalb von zwei Jahren und zeigt, dass das zusätzliche, unkomplizierte Impfangebot in Apotheken zunehmend angenommen wird.
Jetzt Impfstatus prüfen und Impfung einplanen
Da sich Influenzaviren verändern, wird die Grippeschutzimpfung jährlich mit einem an die erwarteten Virusvarianten angepassten Impfstoff durchgeführt. Nach der Impfung benötigt das Immunsystem etwa zehn bis 14 Tage, um den Schutz aufzubauen. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder sich impfen lassen möchte, kann deshalb jetzt die Impfung für die kommenden Wochen einplanen.
Die AOK PLUS versichert mit rund 3,5 Millionen Menschen über 57 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten in Sachsen und Thüringen. Aktuell kümmern sich 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitskasse um die Anliegen der Kundinnen und Kunden, um insgesamt rund 180.000 Arbeitgeber in beiden Freistaaten und überregional sowie um rund 40.000 Vertragspartner.
Das Haushaltsvolumen 2026 für die AOK PLUS beträgt insgesamt 23,5 Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Krankenversicherung 18,5 Milliarden Euro, die Pflegeversicherung 4,4 Milliarden Euro und auf den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz 609 Millionen Euro.