Pressemitteilung

Darmkrebsfrüherkennung geht auch von zu Hause

22.03.2026 AOK PLUS 3 Min. Lesedauer

AOK PLUS senkt Hürden für den Stuhltest

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, doch nur etwa acht Prozent der Menschen über 50 Jahren nutzen derzeit die Früherkennungsuntersuchungen. Im Darmkrebs-Monat März startet Sachsens und Thüringens größte gesetzliche Krankenkasse deshalb in Kooperation mit der DoctorBox GmbH ein neues Angebot: Statt eine Stuhlprobe in der Arztpraxis abzugeben, können die Kundinnen und Kunden der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… PLUS sich ein Test-Set nach Hause bestellen und ihre Probe per Post einsenden. 

Sachsen und Thüringen gehören zu den am stärksten von Darmkrebs betroffenen Bundesländern. 30.000 Menschen lebten allein in Sachsen im Jahr 2023 mit der Diagnose Darmkrebs, in Thüringen waren es 16.500. Die Früherkennung Im Rahmen der Prävention dienen Maßnahmen der Früherkennung dazu, Krankheiten bereits im Frühstadium… ist bundesweit einheitlich geregelt: Männer und Frauen ab 50 Jahren können alle zehn Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen oder alternativ alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. Die AOK PLUS erleichtert nun den Zugang zum Stuhltest durch ein Test-Set, das online direkt nach Hause bestellt werden kann.

„ Diese Angebote machen es möglich, Darmkrebs und seinen Vorstufen früh zu erkennen. Das verbessert die Heilungschancen für die Patientinnen und Patienten und erspart ihnen langwierige Therapien. Doch beide Untersuchungen sind für viele Menschen bislang schambehaftet und werden viel zu wenig genutzt. In unserer Rolle als Gesundheitslotsin haben wir einen Weg gesucht, die Hemmschwelle zu senken und unsere Versicherten zur Teilnahme an der Früherkennung zu motivieren.“

Dr. Stefan Knupfer

Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS

Wie es funktioniert und wer mitmachen kann

Über die Website plus.aok.de/darmkrebsvorsorge können AOK PLUS-Versicherte ab 50 Jahren den Test anfordern, wenn ihre letzte Darmspiegelung mindestens neun Jahre und ihr letzter Stuhltest mindestens zwei Jahre zurückliegt. Zu Hause wird die Stuhlprobe gemäß Anleitung durchgeführt und im vorfrankierten Umschlag kostenfrei an das Partnerlabor geschickt. Wartezeiten in der Arztpraxis entfallen. Das Ergebnis wird den Versicherten digital übermittelt. Bei einem auffälligen Befund erhalten sie einen Arztbrief zur weiteren Abklärung in ihrer Hausarztpraxis. 

Pilotprojekt zeigt: Der neue Test findet mehr Nutzerinnen und Nutzer

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Angebot mehr Menschen für die Darmkrebsfrüherkennung gewinnen werden“, sagt Dr. Stefan Knupfer. „Unser Pilotversuch im Jahr 2024 hat gezeigt, dass ein niederschwelliger Zugang über einen Test von zu Hause insbesondere Menschen motivieren kann, welche bisher keine Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung genutzt haben. Nun rollen wir das Angebot in Sachsen und Thüringen aus, denn uns ist wichtig durch ein einfaches Vorsorgeangebot, den Menschen mehr gesunde Jahre bescheren können.“ 

Die AOK PLUS versichert mit rund 3,5 Millionen Menschen über 57 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten in Sachsen und Thüringen. Aktuell kümmern sich 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitskasse um die Anliegen der Kundinnen und Kunden, um insgesamt rund 182.000 Arbeitgeber in beiden Freistaaten und überregional sowie um rund 40.000 Vertragspartner.

Das Haushaltsvolumen 2026 für die AOK PLUS beträgt insgesamt 23,5 Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Krankenversicherung 18,5 Milliarden Euro, die Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… 4,4 Milliarden Euro und auf den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz 609 Millionen Euro.

Ihr Ansprechpartner und Pressekontakt

Foto: Portraitbild von Pascal Ziehm
Bereichsleiter Medien und Politik / Mediensprecher

Pascal Ziehm

Mediensprecher