AOK PLUS-Bericht: Sächsische Beschäftigte im ersten Halbjahr seltener krankgeschrieben
Krankenstand in Sachsen sinkt leicht – Dr. Stefan Knupfer: „Prävention und gute Versorgung schaffen mehr gesunde Jahre“
Der Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… unter den bei der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… PLUS versicherten Beschäftigten in Sachsen ist im ersten Halbjahr 2026 erneut gesunken. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der Gesundheitskasse. Demnach lag der Krankenstand bei 6,7 Prozent und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (6,9 Prozent). Auch die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage und der Anteil der Menschen mit mindestens einer Krankschreibung gingen zurück.
In Sachsen war im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr als die Hälfte der bei der AOK PLUS versicherten Beschäftigten mindestens einmal krankgeschrieben (54,3 Prozent). Im Vorjahreszeitraum lag dieser Anteil noch bei 56,4 Prozent. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni konnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchschnittlich an rund 12 Kalendertagen nicht arbeiten. In der Folge fehlten an einem Kalendertag durchschnittlich 6,7 Prozent der AOK PLUS-versicherten Beschäftigten in sächsischen Unternehmen krankheitsbedingt.
„Der leichte Rückgang ist erfreulich. Gleichzeitig liegen die Fehlzeiten weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders Langzeiterkrankungen fallen ins Gewicht: Nur vier Prozent der Krankheitsfälle verursachen fast 40 Prozent aller Fehltage. Das zeigt, wie wichtig es ist, Gesundheit möglichst früh zu stärken und Risiken zu reduzieren. Unser Ziel ist es, den Menschen mehr gesunde Jahre zu ermöglichen. Deshalb wollen wir Gesundheit nicht erst dann begleiten, wenn Menschen krank werden, sondern sie dabei unterstützen, möglichst lange gesund zu bleiben. Mit Vorsorgeangeboten, Gesundheitskursen, digitalen Anwendungen und persönlicher Beratung helfen wir unseren Kundinnen und Kunden dabei, gesunde Entscheidungen im Alltag zu treffen und langfristig gesund zu bleiben.“
Vorstand der AOK PLUS
Langzeiterkrankungen bleiben eine große Herausforderung
Die durchschnittliche Krankheitsdauer lag bei knapp elf Kalendertagen. Die meisten Beschäftigten waren nur für kurze Zeit krankgeschrieben und konnten nach spätestens sieben Kalendertagen wieder arbeiten. Rund jeder 25. Krankheitsfall dauerte jedoch länger als sechs Wochen und war damit eine Langzeiterkrankung (4,0 Prozent). Obwohl diese Fälle vergleichsweise selten waren, verursachten sie 39,0 Prozent aller Fehltage im ersten Halbjahr 2026.
Zu den häufigsten Ursachen für Krankschreibungen zählten erneut Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 26,0 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle. Es folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (12,4 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,6 Prozent) sowie psychische Erkrankungen (6,2 Prozent). Bezogen auf die Fehlzeiten verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen mit 18,9 Prozent den größten Anteil der Krankheitstage.
Niedrigster Krankenstand bei Dresdner Beschäftigten
Regional zeigen sich Unterschiede: Den niedrigsten Krankenstand verzeichnete die Landeshauptstadt Dresden mit 6,1 Prozent. Ebenfalls vergleichsweise niedrige Werte wurden in Chemnitz und im Vogtlandkreis mit jeweils 6,4 Prozent registriert. Die höchsten Krankenstände wurden in den Landkreisen Bautzen, Leipzig und Nordsachsen mit jeweils 7,3 Prozent erfasst.
Mehr gesunde Jahre durch Prävention und Gesundheitsförderung
Aus Sicht der AOK PLUS zeigt diese Entwicklung, wie wichtig Investitionen in die Gesundheit der Beschäftigten sind. Dabei spielen sowohl gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen als auch die individuelle Vorsorge Für die medizinische Vorsorge und die Rehabilitation gilt der Grundsatz ambulant vor stationär – das… eine wichtige Rolle. Ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement kann dazu beitragen, gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten langfristig zu stärken. Die Gesundheitskasse unterstützt Unternehmen dabei mit Analysen, Beratungen und passgenauen Gesundheitsangeboten, um Gesundheit dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern.
„Viele gesundheitliche Risiken lassen sich reduzieren oder positiv beeinflussen. Deshalb setzen wir auf Prävention, Gesundheitsförderung und frühzeitige Vorsorge. Schutzimpfungen können beispielsweise das Risiko einer Grippeerkrankung und insbesondere schwerer Verläufe senken. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden mit Gesundheitskursen, Veranstaltungen, Vorsorgeangeboten und digitalen Angeboten wie der App AOK NAVIDA dabei, Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannung fest in ihren Alltag zu integrieren. Denn wer frühzeitig etwas für seine Gesundheit tut, erhöht die Chance auf mehr gesunde Jahre.“
Vorstand der AOK PLUS
Zahlen folgen dem bundesweiten Trend
Der Rückgang der Fehlzeiten ist kein rein sächsisches Phänomen. Bundesweit sank der Krankenstand aller AOK-versicherten Beschäftigten von 6,6 auf 6,4 Prozent. Sachsen liegt damit weiterhin über dem Bundesdurchschnitt, folgt aber dem allgemeinen Trend rückläufiger Krankenstände. Grundlage der Auswertung sind die Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 1,03 Millionen bei der AOK PLUS versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Sachsen.