Pressemitteilung

AOK PLUS-Bericht: Krankenstand in Sachsen geht leicht zurück

13.03.2026 AOK PLUS 3 Min. Lesedauer

Vorstand: „Statt Schuldzuweisung müssen die Ursachen für Erkrankungen im Fokus stehen“

Die Berufstätigen in Sachsen waren im Jahr 2025 etwas seltener krankgeschrieben. Das zeigt eine Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… PLUS. Fehlten im Jahr 2024 an einem Arbeitstag noch 6,7 Prozent der Beschäftigten, sank der Krankenstand Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100… im vergangenen Jahr leicht auf 6,6 Prozent ab. Sachsen liegt damit weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt aller AOK-Versicherten mit 6,4 Prozent.

Von den berufstätigen Versicherten der AOK PLUS waren im vergangenen Jahr 66,9 Prozent mindestens einmal krankgeschrieben. 2024 lag dieser Wert noch bei 67,5 Prozent. Ebenfalls leicht gesunken ist die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen und lag 2025 bei 11,3 Tagen. Regional zeigen sich Unterschiede: Am höchsten war der Krankenstand in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen (jeweils 7,2 Prozent) sowie in den Kreisen Görlitz und Bautzen (7,1 Prozent). Am niedrigsten fiel er in Dresden (6,1 Prozent) und Chemnitz (6,3 Prozent) aus. 

„Niemand wird freiwillig krank. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zeigt heute transparenter als früher, wie hoch die Belastungen im Arbeitsalltag sind. Entscheidend ist: Statt politischer Schuldzuweisungen brauchen wir einen klaren Blick auf die tatsächlichen Ursachen. Viele Unternehmen arbeiten bereits daran, gesunde Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten zu schaffen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass Menschen länger gesund leben und arbeiten können.“

Dr. Stefan Knupfer

Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS

Gesundheit fördern – bei der Arbeit und im Alltag

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die AOK PLUS hat im vergangenen Jahr zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu stärken – etwa durch eine bessere Arbeitsorganisation, ergonomische Arbeitsplätze, mehr Bewegung im Arbeitsalltag, Veränderungen in der Führungskultur oder Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit.

„Viele Ursachen für Krankschreibungen lassen sich vermeiden – auch durch einen gesunden Lebensstil im Alltag “, so Dr. Stefan Knupfer. „Wer heute in die eigene Gesundheit investiert, profitiert langfristig davon. Wir begleiten unsere Versicherten dabei als Gesundheitslotsin.“ Die AOK PLUS unterstützt ihre Kundinnen und Kunden unter anderem mit kostenfreien Gesundheitskursen sowie mit der App „AOK NAVIDA“. Sie motiviert zu mehr Bewegung, gesunder Ernährung, besserem Schlaf und Entspannung im Alltag.

Zahl von Kurzzeit-Krankschreibungen gestiegen

Auffällig ist der Anstieg bei kurzen Krankschreibungen von ein bis drei Tagen. Ihr Anteil stieg von 33,8 Prozent im Jahr 2024 auf 35,6 Prozent im Jahr 2025. „Oft reichen ein paar Tage Ruhe, um wieder vollständig fit zu werden. Für Arbeitgeber kann das ebenfalls positiv sein, weil längere Ausfallzeiten teilweise vermieden werden“, sagt Stefan Knupfer. 

Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen machen weiterhin nur 3,5 Prozent aller Fälle aus, verursachen jedoch aufgrund ihrer Dauer rund 39 Prozent aller Krankentage.

Ursachen für Krankschreibungen bleiben unverändert

Die häufigste Ursache für Krankschreibungen bleiben Atemwegserkrankungen. Ihr Anteil lag 2025 bei 28,3 Prozent (2024: 28,2 Prozent). Es folgen Muskel- und Skeletterkrankungen mit 12,1 Prozent (2024: 12,2 Prozent), Verdauungserkrankungen mit 7,3 Prozent (2024: 7,4 Prozent) sowie psychische Erkrankungen mit 5,8 Prozent (2024: 5,6 Prozent). 

Grundlage der Analyse waren die gemeldeten Arbeitsunfähigkeitsfälle von rund 1.160.000 Mitgliedern der AOK PLUS in Sachsen im Jahr 2025.

Die AOK PLUS versichert mit rund 3,5 Millionen Menschen über 57 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten in Sachsen und Thüringen. Aktuell kümmern sich 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitskasse um die Anliegen der Kundinnen und Kunden, um insgesamt rund 182.000 Arbeitgeber in beiden Freistaaten und überregional sowie um rund 40.000 Vertragspartner.

Das Haushaltsvolumen 2026 für die AOK PLUS beträgt insgesamt 23,5 Milliarden Euro. Davon entfallen auf die Krankenversicherung 18,5 Milliarden Euro, die Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… 4,4 Milliarden Euro und auf den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz 609 Millionen Euro.

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Foto: Portraitbild von Pascal Ziehm
Bereichsleiter Medien und Politik / Mediensprecher

Pascal Ziehm

Mediensprecher