Pressemitteilung

Krankenhauseiweisungen von Kindern in Schleswig-Holstein weiter gestiegen

15.01.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer

Gehirnerschütterung weiterhin Spitzenreiter bei stationären Behandlungen

Ein Mädchen liegt mit einem Gipsverband am rechten Arm in einem Krankenhausbett. Eine Krankenschwester hat sich ihr zugewandt und hält ihre linke Hand an der Stirn des Mädchens, in der rechten hat sie ein Glas Wasser, das sie dem Kind anbietet.
Gehirnerschütterungen, Bronchitis und Infektionskrankheiten des Magen-Darmtraktes waren die häufigsten Ursachen für eine stationäre Behandlung bei Kindern.

Kiel. Krankenhausbehandlungen von Kindern sind in Schleswig-Holstein weiter angestiegen. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach ist die Zahl der stationären Behandlungen in den letzten fünf Jahren um 11,8 Prozent gestiegen. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 8.008 AOK-versicherte Kinder bis 17 Jahre stationär in Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt. Im Vorjahr waren es 7.852 Krankenhauseinweisungen. Fünf Jahre zuvor im Jahr 2020 waren es 7.166 Kinder. Muss ein Kind im Krankenhaus stationär behandelt werden, ist dies für das Kind und die Eltern meist eine schwierige Situation und ein extremer Einschnitt in den vertrauten Alltag. Das betrifft vor allem kleine Kinder. Sie sind oft beruhigter, wenn ein Elternteil bei ihnen in der Klinik bleibt. „Wenn der Krankenhausarzt die medizinische Notwendigkeit für die Mitaufnahme der Mutter oder des Vaters bescheinigt, werden die Kosten für diese Begleitperson von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen“, sagt Ackermann.

„Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen auch die Kosten einer Begleitperson, wenn der Krankenhausarzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt.“

Tom Ackermann

Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest

Gehirnerschütterungen häufigste Ursache für stationäre Behandlung

Die Hauptursache für eine stationäre Behandlung bei Kindern bis 17 Jahre war unverändert die Gehirnerschütterung. Danach folgte die akute Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege und Infektionskrankheiten des Magen-Darmtraktes. Eine Gehirnerschütterung ist meist Folge eines Sturzes, sei es von der Wickelkommode, aus dem Bett, beim Spielen oder vom Fahrrad oder Roller. In den meisten Fällen sind derartige Unfälle nicht gefährlich und hinterlassen nur eine kleine feste Beule, die keine ärztliche Behandlung Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf ärztliche und zahnärztliche… benötigt. Wichtig ist aber, das Kind weiter zu beobachten, da sich die Zeichen einer Gehirnerschütterung auch erst Tage nach dem Unfall zeigen können. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach- und Gangstörungen, eine auffällige Hautblässe bis hin zur Bewusstlosigkeit deuten auf eine Gehirnerschütterung hin, die dringend ärztliche Behandlung erfordert. „Säuglinge haben bei einer Gehirnerschütterung oft nur geringe Beschwerden. Allerdings ist es ratsam, im ersten Lebensjahr bei einem Kopfunfall immer einen Arzt Die ärztliche Berufsausübung, die Ausübung der Heilkunde, setzt nach der Bundesärzteordnung… aufzusuchen, um einen Bruch des Schädelknochens nicht zu übersehen“, rät Ackermann. 

Begleitperson im Krankenhaus

„Um im Bedarfsfall seinem Kind die Angst vor der fremden Umgebung, der Behandlung und Operation zu nehmen, ist es wichtig, es entsprechend vorzubereiten“, rät Ackermann. Außerdem haben die Eltern bei einer notwendigen stationären Behandlung eines Kindes die Möglichkeit, ihr Kind zu begleiten. Die Anwesenheit von Mutter oder Vater kann zum Wohlbefinden des Kindes beitragen und die Genesung positiv beeinflussen. Der gesetzliche Anspruch auf die stationäre Mitaufnahme eines Elternteils richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit. Demnach kann der Patient oder die Patientin von einem Elternteil oder einer anderen Person im Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… begleitet werden, wenn dies medizinisch notwendig ist. Bei Kindern, die das neunte Lebensjahr noch nicht vollendet haben; wird die medizinische Notwendigkeit „unwiderlegbar vermutet“. 

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