Pressemitteilung

Übergabe des Förderbescheides über rund 1,2 Millionen Euro für das Projekt ZAPF@DigitAl durch Sozialministerin Aminata Touré

30.04.2026 AOK NordWest 4 Min. Lesedauer

Zentrale Anlaufstelle für die Digitalisierung und Alltagsgestaltung der häuslichen Pflege

Die genannten Personen stehen zusammen im Veranstaltungsraum. Die Ministerin hält den Forderbescheid in den Händen, die AOK-Landesdirektorin das Anschreiben dazu.
Sozialministerin Aminata Touré und AOK-Landesdirektorin Iris Kröner (zweite von rechts) übergaben Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 1,2 Mio. Euro für das Projekt „Zentrale Anlaufstelle Pflege zur Digitalisierung und Alltagsgestaltung“ an den bpa-Vorsitzenden Mathias Steinbuck (links) und Michael Saitner vom Forum Pflegegesellschaft e.V.

Inhalte im Überblick

Kiel. Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein und Iris Kröner, Landesdirektorin der AOK Nordwest, übergaben auf dem Jahresempfang der Landesgruppe Schleswig-Holstein des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) den Förderbescheid nach § 123 SGB XI über rund 1,2 Millionen Euro für das Projekt ZAPF@DigitAl – Zentrale Anlaufstelle Pflege zur Digitalisierung und Alltagsgestaltung an Mathias Steinbuck, Landesvorsitzender des bpa und Michael Saitner als Sprecher des Forum Pflegegesellschaft e. V..

„Wir fördern ein innovatives Projekt, das pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen sowie Pflegeeinrichtungen bei digitalen Lösungen unterstützen soll.“

Iris Kröner

Landesdirektorin der AOK NordWest

Mit der Förderung wird ein innovatives Projekt unterstützt, das pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen sowie Pflegeeinrichtungen und weitere Akteure gezielt bei der Nutzung digitaler Lösungen und bei der alltagsnahen Gestaltung von Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… unterstützen soll. Ziel von ZAPF@DigitAl ist es, Digitalisierung in der Pflege praxisnah, verständlich und nutzbringend erlebbar zu machen und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Entlastung der Pflegenden zu leisten.

Das Projekt wird vom bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. für das Forum Pflegegesellschaft e.V. durchgeführt. Dabei stehen insbesondere niedrigschwellige Beratung, Information und Vernetzung im Mittelpunkt. Die zentrale Anlaufstelle Pflege soll als kompetente Schnittstelle fungieren, die Orientierung bietet, digitale Kompetenzen stärkt und innovative Lösungen in den Pflegealltag integriert. Das Projekt ist befristet bis Ende 2028.

Sozialministerin Aminata Touré betonte die Bedeutung des Projektes für die Weiterentwicklung der Pflege im Land. „Das ist ein wichtiges Projekt für die Digitalisierung in der häuslichen Pflege im Land. Digitale Lösungen können nur dann funktionieren, wenn die Fachkräfte und Pflegehaushalte mitgenommen und die Anwendungen in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden. Genau dafür gibt ihnen die neue Anlaufstelle wichtiges Wissen an die Hand. Es existieren bereits sehr viele digitale Anwendungen, die das Potential haben, die Pflege zu entlasten. Mit dem Projekt wollen wir dazu beitragen, dass dieser Wandel schneller voranschreitet und Pflegebedürftige sowie Angehörige zu digitalen Anwendungen in der Häuslichkeit, deren Förderung und der Nutzung durch Fachkräfte beraten werden können“, so die Ministerin.

Die Ministerin zeigte sich zugleich ernüchtert über die Arbeit der Bundesregierung an der angekündigten Pflegereform: „Es ist offensichtlich, dass der der Bund die Nöte und Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen nicht richtig sieht. Der Vorschlag, die pauschalen Leistungsausweitungen von 2017 und 2022 nun pauschal zurückzunehmen und damit zwangsläufig die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu erhöhen, halte ich für hoch problematisch. Hier wird auf dem Rücken der Schwächsten dieser Gesellschaft ausgetragen, was die Bundesregierung über Jahre versäumt hat.“ Umso erfreulich sei es, dass die Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein so reibungslos laufe.

Das Land Schleswig-Holstein stellt seit dem Haushaltsjahr 2025 die Kofinanzierung für Modellvorhaben a) Gesetzliche Krankenversicherung: Zur Weiterentwicklung der Versorgung können Krankenkassen und… nach § 123 SGB XI bereit. Insgesamt sind dafür 4 Millionen Euro für die Jahre 2025 bis 2028 vorgesehen. Zusammen mit den Mitteln aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 als fünfte Säule der Sozialversicherung eingeführt. Ihre Aufgabe… stehen damit für Schleswig-Holstein insgesamt 8 Millionen Euro für entsprechende Modellvorhaben zur Verfügung.

AOK-Landesdirektorin Iris Kröner hob hervor, dass ZAPF@DigitAl einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen leisten könne, indem digitale Angebote sinnvoll mit den realen Bedarfen von Pflegebedürftigen und Pflegenden verknüpft werden. „Es liegen viele Anträge auf die Anerkennung von digitalen Pflegeanwendungen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist eine selbständige… . Sollten die ersten während der Laufzeit des Modellvorhabens anerkannt werden, hätten wir ein gutes Testfeld, um diese zu den Pflegebedürftigen und den pflegenden An- und Zugehörigen zu bringen.“

Mathias Steinbuck, Vorsitzender der bpa Landesgruppe Schleswig-Holstein und Michael Saitner, Sprecher des Forum Pflegegesellschaft e.V., unterstrichen, dass das Projekt insbesondere den Pflegeeinrichtungen praktische Unterstützung bieten und dazu beitragen könne, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen sowie neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Jetzt gelte es das Modellvorhaben schnell in die Umsetzung zu bringen, um die knappe Zeit bis Ende 2028 bestmöglich nutzen zu können. 

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  • Gemeinsame Pressemitteilung vom 29.04.2026 als PDF

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  • Foto: Übergabe des Förderbescheides für das Projekt ZAPF@DigitAl in Schleswig-Holstein

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    Lizenz: Foto: Fenja Hardel, Sozialministerium SH/hfr.

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Pressesprecher

Jens Kuschel

AOK NordWest