Pressemitteilung

Förderbescheid über 616.000 Euro übergeben: Mehrsprachige „Pflegelotsen“ sollen Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen

29.10.2026 AOK NordWest 3 Min. Lesedauer
Fünf Personen stehen in einem Raum und halten gemeinsam ein Dokument.
Überreichten im interkulturellen Begegnungszentrum FRIEDRICHS ipunkt in Kiel-Friedrichsort einen Förderbescheid über 616.000 Euro für ein kultursensibles Pflegeprojekt (v.l.): Staatssekretär Johannes Albig (Sozialministerium), Iris Kröner (AOK-Landesdirektorin), Anna Diekmann (Leiterin FRIEDRICHS ipunkt und Projektleiterin „Pflegelotsen“), Anne Abadi (Vorständin DRK Region Kiel e.V.) und Ulrich Junghölter (Projektleiter „Pflegelotsen“).

Inhalte im Überblick

Kiel. Neue Wege in der Pflegeberatung Bei der Pflegeberatung handelt es sich um eine individuelle Beratung und Hilfestellung durch eine… : Sozialstaatssekretär Johannes Albig und AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Landesdirektorin Iris Kröner überreichten heute im interkulturellen Begegnungszentrum FRIEDRICHS ipunkt in Kiel-Friedrichsort Förderbescheide über 616.000 Euro für ein kultursensibles Pflegeprojekt. Ziel des Modellvorhabens „Niedrigschwelliger Zugang zu Pflegeangeboten durch mehrsprachige Pflegelotsen und kultursensible Pflegemappe“ ist es, pflegebedürftige Menschen mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen sowie deren Angehörige zu unterstützen. Die Mittel für das bis Ende 2028 laufende Pilotprojekt werden je zur Hälfte vom Land Schleswig‑Holstein und den Pflegekassen bereitgestellt. Es wird im Rahmen eines Förderprogramms für gemeinsame Modellvorhaben a) Gesetzliche Krankenversicherung: Zur Weiterentwicklung der Versorgung können Krankenkassen und… umgesetzt, mit dem neue Versorgungs- und Unterstützungsformen in der Pflege Kann die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht Anspruch auf… erprobt werden. 

„Mit diesem innovativen Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für eine vielfältige, gerechte und kultursensible Pflege.“

Iris Kröner

Landesdirektorin der AOK NordWest

„Wenn Menschen auf ihrem Lebensweg pflegebedürftig werden, haben sie bestmögliche Unterstützung verdient. Das Modellprojekt des DRK Kiel leistet einen wichtigen Beitrag zur pflegerischen Versorgung in der Stadt Kiel und nimmt ein Zukunftsthema besonders in den Blick: Pflegebedürftigkeit Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) vom 27. November 2015 wurde der Begriff der… stellt alle Betroffenen und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Wenn Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede hinzukommen, werden die Hürden oft noch größer. Das Projekt setzt auf bestehende Begegnungsorte, um Menschen dort zu erreichen und zu unterstützen, wo sie leben. Ich freue mich, dass wir diesen vielversprechenden Ansatz mit unserer Förderung voranbringen können. Ich bin überzeugt, dass auch andere Orte im Land von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren werden“, betonte Staatssekretär Johannes Albig.

AOK-Landesdirektorin Iris Kröner erklärte: „Mit diesem innovativen Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für eine vielfältige, gerechte und kultursensible Pflege. Der niedrigschwellige Zugang zu Pflegeangeboten durch mehrsprachige Lotsinnen und Lotsen und einer kultursensiblen Pflegemappe werden uns wertvolle Impulse und neue Erfahrungen liefern, um solche oder ähnliche Projekte im ganzen Land zu etablieren. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit Engagement und fachlicher Expertise auf den Weg bringen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Versorgung der Bewohner vor Ort menschlicher und näher zu machen.“

„In unserem interkulturelle Begegnungszentrum FRIEDRICHS ipunkt haben wir im Stadtteil nördlich des Kanals einen sehr guten Zugang zu Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund. Wir freuen uns nun sehr darauf, für diese einen Pool mehrsprachiger Pflegelotsinnen und -lotsen aufzubauen und für deren Pflegebedürftige eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen“, sagte Anne Abadi, Vorständin des DRK-Kreisverbands Region Kiel. 

Durch den gezielten Einsatz mehrsprachiger ehrenamtlicher Pflegelotsinnen und -lotsen, die Bedarfe identifizieren, passende Angebote vermitteln und Betroffene bei Antragstellungen begleiten, sollen Sprach‑ und Informationsbarrieren abgebaut und ein niedrigschwelliger Zugang zu den Pflege‑ und Unterstützungsangeboten im Kieler Quartier Nördlich des Kanals ermöglicht werden. Zum Einsatz kommen dabei auch kultursensible Pflegemappen mit individuellen Hilfestellungen und Kontakten. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist, die Entwicklung und Implementierung eines niedrigschwelligen, kultursensiblen und quartiersbezogenen Case-Management-Ansatzes.

Die Fördermittel werden unmittelbar in die Ausbildung der ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen, die Entwicklung der mehrsprachigen Pflegemappen und den Ausbau der Kooperationsstrukturen mit lokalen Akteuren (wie AWO, Flüchtlingsrat oder Sozialdienste) investiert. Im Projekt werden Mitarbeitende von Pflegestützpunkten, Pflegekassen, kommunalen Stellen, Beratungsstellen und Migrantenselbstorganisationen eng zusammenarbeiten. 

Für Medienvertreter*innen stehen ergänzende Materialien, Bildmaterial und Interviews auf Anfrage zur Verfügung.   

2 passende Downloads

  • Gemeinsame Pressemitteilung vom 28.10.2026 als PDF

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  • Foto: Förderbescheid für mehrsprachige Pflegelotsen in Schleswig-Holstein

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Pressesprecher

Jens Kuschel

AOK NordWest