Pressemitteilung

Atemwegserkrankungen in Westfalen-Lippe sprunghaft angestiegen

05.10.2022 AOK NordWest 2 Min. Lesedauer

AOK NordWest empfiehlt jetzt die ‚Doppel-Impfung‘

Eine Frau sitzt auf dem Sofa und putzt sich die Nase.
Atemwegsinfektionen machen derzeit den Menschen in Westfalen-Lippe stark zu schaffen. Die Krankschreibungen sind deshalb in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen.

Dortmund. Atemwegsinfektionen machen derzeit den Menschen in Westfalen-Lippe stark zu schaffen. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest sind die Krankschreibungen deshalb in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen. Von der 35. bis zur 38. Kalenderwoche schnellten die Arbeitsunfähigkeitsfälle bei den AOK-Mitgliedern in Westfalen-Lippe wegen Krankheiten des Atmungssystems um 43,7 Prozent von 15.270 Fälle auf 21.946 Fälle in die Höhe. Im Vergleich mit den identischen Zeiträumen der vergangenen drei Jahre ist das aktuell der mit Abstand höchste Wert. Im Ranking der AU-Fehltage liegen die Atemwegserkrankungen damit sogar noch vor dem ewigen Spitzenreiter der Muskel- und Skeletterkrankungen. „Aufgrund der Jahreszeit muss in den nächsten Wochen mit einer weiteren Zunahme von Virusinfektionen gerechnet werden“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest. Vor allem Rhinoviren seien derzeit weit verbreitet, die typische Symptome wie Husten, Schnupfen, Halsweh und Kopfschmerzen verursachen.

Auch die Krankschreibungen wegen Covid-19 nehmen in Westfalen-Lippe aktuell wieder leicht zu. „Wir empfehlen trotz der aktuellen Lockerungen die Gefahren des Corona-Virus nicht zu unterschätzen. Die Hygieneregeln sollten unbedingt weiter beachtet und auch die anstehenden Booster-Impfungen Aufgrund des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes sind Leistungen für bestimmte Schutzimpfungen seit dem… nicht vernachlässigt werden“, sagt der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… -Chef.

Experten gehen zudem davon aus, dass die Grippewelle im kommenden Winter wieder heftiger ausfallen könnte. „Durch den Wegfall der Maskenpflicht und die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens könnten die Infektionszahlen mit dem saisonalen Grippevirus Influenza wieder ansteigen. Durch die Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre ist das Immunsystem vieler nicht mehr so gut auf die Grippeviren vorbereitet“, sagt Ackermann.

Deshalb sollten sich die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Personengruppen jetzt auch unbedingt gegen die Virusgrippe Influenza impfen lassen. Dazu gehören Menschen ab 60 Jahren und Personen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko wie Schwangere und chronisch Kranke aller Altersgruppen, außerdem medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Der beste Zeitraum für eine Grippeimpfung sind die Monate Oktober bis November. Die Grippeimpfung wird von den gesetzlichen Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… für ihre Versicherten übernommen. Experten und die STIKO gaben kürzlich grünes Licht für eine gleichzeitige Impfung gegen Corona und gegen die Grippe. Da es sich um unterschiedliche Wirkstoffe handele, könne das Immunsystem beide Impfungen in der Regel gut vertragen, hieß es.

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Pressesprecher

Jens Kuschel

AOK NordWest