Pressemitteilung

Mehr als 80 Prozent der Praxen in MV nutzen elektronische Krankschreibung

16.12.2022 AOK Nordost 3 Min. Lesedauer

Schwerin | Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet langsam, aber sicher voran. Im November 2022 übermittelten die Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern bereits 83 Prozent der ausgestellten Krankschreibungen digital an die Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… . Das zeigt eine Datenanalyse der regional größten Krankenkasse AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Nordost.

Der „gelbe Schein“ bei Krankschreibungen begleitet die Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns seit Jahrzehnten. Allein bei der regional größten Krankenkasse AOK Nordost gingen in diesem Jahr bis Ende November rund 420.000 Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, kurz AU, von Versicherten aus MV ein.

Doch seit Jahresanfang nehmen die Arztpraxen Schritt für Schritt Abschied vom Papierausdruck. Im November übermittelten die Ärztinnen und Ärzte aus Mecklenburg-Vorpommern bereits vier von fünf Krankschreibungen auf digitalem, sicher verschlüsseltem Weg an die Krankenkassen. Die Vorteile: Die Versicherten müssen sich selbst nicht mehr darum kümmern, den gelben Schein bei ihrer Krankenkasse einzureichen. Und bislang konnten allein bei AOK-Versicherten aus MV rund 200.000 Papierausdrucke eingespart werden.

„Die Einführung der elektronischen Krankschreibung in den Arztpraxen verlief holprig, wir hätten alle zusammen besser vorbereitet sein müssen. Aber inzwischen erreicht uns viel positives Feedback zur eAU Mit dem dritten Bürokratieentlastungsgesetz hat der Gesetzgeber 2019 die Einführung einer… aus den Arztpraxen und von unseren Versicherten. Damit ist ein wichtiges Etappenziel bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems fast geschafft. Die steile Lernkurve bei der eAU gibt Rückenwind für die weiteren Digitalisierungsschritte“, sagt Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost.

Die Bundesregierung hat sich in ihrer Digitalisierungs-Strategie das Ziel gesetzt, dass im Jahr 2025 mindestens 80 Prozent der Versicherten eine elektronische Patientenakte Mit der ePA können Patientinnen und Patienten sowie die an Ihrer Behandlung beteiligten Ärztinnen… (ePA Mit der ePA können Patientinnen und Patienten sowie die an Ihrer Behandlung beteiligten Ärztinnen… ) nutzen sollen. Bis dahin soll auch das E-Rezept als Standard in der Arzneimittelversorgung etabliert sein.

Vollständig digitalisiert ist der Prozess der Krankmeldung noch nicht. Bislang drucken die Arztpraxen noch die AU-Bescheinigung für den Versicherten und dessen Arbeitgeber  aus. Vom 1. Januar 2023 an soll sich das ändern. Patientinnen und Patienten erhalten ihre Krankschreibung dann auf Wunsch digital, sie können in der Arztpraxis aber weiterhin den Ausdruck für ihre Unterlagen bekommen.

Geplant ist zudem, dass die Arbeitgeber die eAU-Daten ab dem 1. Januar 2023 direkt bei den Krankenkassen abrufen. Medizinische Inhalte wie etwa Diagnosen werden dabei ausgespart. Die AOK Nordost stellt Arbeitgebern bereits seit Anfang des Jahres das neue Verfahren zur Verfügung und informiert Firmenkunden auf verschiedenen Kanälen darüber. Bis Ende November riefen Arbeitgeber rund 62.000 eAUs bei der AOK Nordost ab – mit zuletzt stark steigender Tendenz.

Stefan Geburzi, Projektleiter eAU bei der AOK Nordost appelliert: „Falls Arbeitgeber sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben: Es wird höchste Zeit! Denn ab Januar 2023 wird es keine Papierausdrucke der Krankschreibungen für Arbeitgeber mehr geben. Wenn sie ihre Unterlagen vollständig und nachvollziehbar haben wollen - dann müssen sie sich jetzt schnellstmöglich mit dem Thema auseinandersetzen.“

Weitere Hintergründe zur eAU erläutert Stefan Geburzi in diesem Interview auf unserem AOK Nordost Forum.

Datenanalysen zur eAU für Berlin und Brandenburg finden Sie hier:

Berlin | Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet langsam, aber sicher voran. Im November 2022 übermittelten die Berliner Arztpraxen bereits 77 Prozent der ausgestellten Krankschreibungen digital an die Krankenkassen. Das zeigt eine Datenanalyse der regional größten Krankenkasse AOK Nordost.
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Potsdam | Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet langsam, aber sicher voran. Im November 2022 übermittelten die Brandenburger Arztpraxen bereits 80 Prozent der ausgestellten Krankschreibungen digital an die Krankenkassen. Das zeigt eine Datenanalyse der regional größten Krankenkasse AOK Nordost.
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Pressesprecher

Dirk Becker

AOK Nordost