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Nur 11 Prozent nehmen an Darmkrebs-Früherkennung teil 

27.03.2026 AOK Niedersachsen 2 Min. Lesedauer

Versorgungsforschung der AOK Niedersachsen und Medizinische Hochschule Hannover veröffentlichen Studie

Eine medizinische Fachkraft hält die Hand einer älteren Frau.

Darmkrebs zählt weiterhin zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken etwa 55.000 Menschen neu, davon rund 5.600 Niedersächsinnen und Niedersachsen. Bundesweit sind fast 23.000 Todesfälle auf Darmkrebs zurückzuführen.

Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie im Jahr 2002 sind die Erkrankungs- und Sterberaten zwar insgesamt zurückgegangen – allerdings bleiben die Teilnahmeraten an der Darmkrebsfrüherkennung hinter den Erwartungen zurück. In einer gemeinsamen Studie haben die Versorgungsforschung ist eine Weiterentwicklung der Gesundheitssystemforschung, die sich mit Versorgungsstrukturen,… der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Niedersachsen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover nun die Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchung und den Einfluss von sozialen und wirtschaftlichen Faktoren analysiert. Die Untersuchung basiert auf Daten von knapp 40.000 Versicherten der AOK. Die Ergebnisse wurden jetzt in der „Zeitschrift für Gastroenterologie“  veröffentlicht.

Die aktuellen Auswertungen zeigen, dass nur 11,4 Prozent der Personen, die über ihre Krankenkasse zur Darmkrebsfrüherkennung (Stuhltest oder Koloskopie) eingeladen wurden, das Angebot innerhalb eines Jahres auch angenommen haben. Frauen nahmen dabei mit 13,8 Prozent deutlich häufiger teil, als Männer mit 8,5 Prozent. Die höchste Inanspruchnahme hatten freiwillig versicherte Beschäftigte (13,6 Prozent), die geringste Bürgergeldbeziehende (7,4 Prozent), gefolgt von Selbstständigen (9,7 Prozent). Auch bei Schul- und Berufsbildung werden Unterschiede sichtbar: Bei Personen mit Abitur ist die Teilnahme mit 15,2 Prozent am höchsten, bei Personen ohne Schulabschluss liegt sie nur bei 6,8 Prozent.

Für eine Verbesserung der Teilnahme an Darmkrebsfrüherkennung schlagen die Wissenschaftler u.a. niedrigschwellige und mehrsprachige Informationen zum Angebot vor. Auch die zentrale Rolle der Hausärzte könnte bei der Aufklärung zu den Untersuchungen gestärkt werden.

Der Darmkrebsmonat März trägt dazu bei, die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Vorsorge Für die medizinische Vorsorge und die Rehabilitation gilt der Grundsatz ambulant vor stationär – das… zu lenken und insbesondere Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die bislang seltener teilnehmen. Der gesamte wissenschaftliche Artikel „Inanspruchnahme von Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen und der Einfluss sozioökonomischer Faktoren“ ist zu lesen unter: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2821-7519

Ihr Ansprechpartner und Pressekontakt

Person: Stefanie Ohlendorf, Pressesprecherin AOK Niedersachsen
Pressesprecherin

Stefanie Ohlendorf

AOK Niedersachsen