Grippe-Welle aktuell in Niedersachsen
Aktuell sind die Krankschreibungen wegen Grippe stark rückläufig und haben nicht das hohe Niveau von 2025 erreicht. In der 11. KW dieses Jahres wurden vorläufig 459 neue Grippe-Fälle übermittelt, entsprechend 36 je 100.000 Versicherte (Vorwoche: 54 je 100.000 Versicherte). Dabei werden für die KW 11 noch Nachmeldungen erwartet. Die AOK Niedersachsen registrierte seit Ende Oktober einen Anstieg der erstmaligen Krankschreibungen aufgrund von Influenza bei ihren versicherten Erwerbstätigen in Niedersachsen (ICD-Diagnosen J09-J11). Bereits in der zweiten Novemberhälfte lagen die Neuerkrankungen über dem Niveau von 2024. Nach dem erwartbaren Rückgang während der Weihnachtszeit ist die Zahl der Grippefälle in der 3. KW deutlich angestiegen und lag im Januar über den Erkrankungszahlen der beiden Vorjahre.
Regionale Peaks in der Grippe-Welle
Regionale Daten sind aufgrund kleiner Fallzahlen mit großer Vorsicht zu interpretieren und das regionale Geschehen kann sehr stark schwanken. Dennoch: In der KW 11 wurden aus vier Landkreisen bzw. kreisfreien Städten keine neuen Grippe-Fälle gemeldet. Dies sind die Landkreise Wittmund, Lüchow-Dannenberg, Friesland und die Stadt Delmenhorst. Die meisten Neuerkrankungen aufgrund Grippe mit 175 je 100.000 Versicherten wurden im Landkreis Nienburg (Weser) erreicht, mit großem Abstand folgt der Landkreis Hildesheim mit 91 Neu-Fällen je 100.000.
Trendwende bei der Grippewelle
Analog zu den Meldungen des RKI über die aktuelle Grippe-Saison zeichnet sich auch anhand der AU-Meldungen der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Niedersachsen ein Ende der Grippe-Welle ab. Nach Anstiegen seit Jahresbeginn wurde in der zweiten Februarwoche erstmalig eine geringere Anzahl von Grippefällen gemeldet als in der vorangegangenen Woche. Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der Neufälle, so dass insgesamt festgestellt werden kann, dass die Erkrankungszahlen in dieser Grippe-Saison 2025/2026 deutlich unter denen von 2024/2025 blieben. Da bei dieser Analyse ausschließlich die Erstbescheinigungen der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen betrachtet werden, sind Aussagen zur Zahl der Betroffenen möglich, nicht aber zu Erkrankungsschwere und Dauer.