Grippe-Welle erreicht Niedersachsen
Nach dem erwartbaren Rückgang während der Weihnachtszeit ist die Zahl der Grippefälle in der 2. KW deutlich angestiegen und liegt bereits deutlich über den Erkrankungszahlen von Anfang Januar 2025.
Die AOK Niedersachsen registriert bei erstmaligen Krankschreibungen ihrer versicherten Erwerbstätigen in Niedersachsen aktuell einen deutlichen Anstieg der Grippefälle (ICD-Diagnosen J09-J11). Nach einem erwartbaren Rückgang während der Feiertage, liegen die gemeldeten Grippefälle bereits jetzt deutlich über den Erkrankungszahlen von Anfang Januar 2025. In der 2. KW dieses Jahres wurden vorläufig 699 neue Grippe-Fälle übermittelt, entsprechend 56 je 100.000 Versicherte. Dabei werden für die KW 2 noch Nachmeldungen erwartet. Rechnet man alle Krankschreibungen aufgrund von akuten respiratorischen Infekten (akute Atemwegserkrankungen) inklusive Corona zusammen, kommt man in Niedersachsen auf 29.711 Krankschreibungen. Das ist ein Anteil von 29 Prozent an allen erstmaligen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.
Regionale Peaks in der Grippe-Welle
Regionale Daten sind aufgrund kleiner Fallzahlen mit großer Vorsicht zu interpretieren und das regionale Geschehen kann sehr stark schwanken. Dennoch: In der KW 2 wurden bereits aus allen niedersächsischen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Grippe-Fälle gemeldet. Die meisten Neuerkrankungen aufgrund Grippe mit 190 je 100.000 Versicherten wurden im Landkreis Nienburg (Weser) erreicht, gefolgt vom Landkreis Grafschaft Bentheim mit 110 Neu-Fällen je 100.000. Die geringste Grippe-Aktivität gibt es derzeit in den Landkreisen Friesland (6 Fälle je 100.000 Versicherte) sowie der Stadt Wilhelmshaven (8 Fälle je 100.000 Versicherte).
Früherer Start als im Vorjahr
Analog zu den Meldungen des RKI über die aktuelle Grippe-Saison sieht auch die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Niedersachsen in diesem Jahr einen etwas früheren Beginn der Grippe-Welle. Eine Aussage zum weiteren Verlauf kann daraus hingegen nicht abgeleitet werden. Da bei dieser Analyse ausschließlich die Erstbescheinigungen der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen betrachtet werden, sind Aussagen zur Zahl der Betroffenen möglich, nicht aber zu Erkrankungsschwere und Dauer.
Impfung für vulnerable Gruppen empfohlen
Insbesondere für Personen über 60 Jahre, Schwangere und Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen und einem schlechten Immunsystem wird eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen. Die volle Schutzwirkung der Impfung setzt nach ca. 2 Wochen ein.