Grippe-Welle aktuell in Niedersachsen
Die AOK Niedersachsen registrierte seit Ende Oktober einen Anstieg der erstmali-gen Krankschreibungen aufgrund von Influenza bei ihren versicherten Erwerbstäti-gen in Niedersachsen (ICD-Diagnosen J09-J11). Bereits in der zweiten November-hälfte lagen die Neuerkrankungen über dem Niveau von 2024. Nach dem erwartba-ren Rückgang während der Weihnachtszeit ist die Zahl der Grippefälle in der 3. KW deutlich angestiegen und lag im Januar über den Erkrankungszahlen der beiden Vorjahre. Aktuell erreichen die Krankschreibungen weiterhin nicht das hohe Niveau von 2025. In der 8. KW dieses Jahres wurden vorläufig 1.351 neue Grippe-Fälle übermittelt, entsprechend 106 je 100.000 Versicherte. Dabei werden für die KW 8 noch Nachmeldungen erwartet.
Regionale Peaks in der Grippe-Welle
Regionale Daten sind aufgrund kleiner Fallzahlen mit großer Vorsicht zu interpretieren und das regionale Geschehen kann sehr stark schwanken. Dennoch: In der KW 8 wurden aus allen niedersächsischen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Grippe-Fälle gemeldet. Die meisten Neuerkrankungen aufgrund Grippe mit 384 je 100.000 Versicherten wurden im Landkreis Nienburg (Weser) erreicht, mit großem Abstand folgen Landkreis Hildesheim mit 175 Neu-Fällen je 100.000 und Landkreis Cloppenburg mit 170 je 100.000. Die geringste Grippe-Aktivität gibt es derzeit in der Stadt Salzgitter (22 Fälle je 100.000 Versicherte) sowie der Stadt Delmenhorst (24 Fälle je 100.000 Versicherte). .
Trendwende bei der Grippewelle?
Analog zu den Meldungen des RKI über die aktuelle Grippe-Saison zeichnet sich auch bei den AU-Meldungen der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Niedersachsen eine Trendwender bei der Grippe-Welle ab. Nach Anstiegen seit Jahresbeginn wurde in der zweiten Februarwoche erstmalig eine geringere Anzahl von Grippefällen gemeldet als in der vorangegangenen Woche. Das Niveau liegt aktuell weiterhin unterhalb der Erkrankungszahlen von 2025, aber weiterhin höher als im Jahr 2024. Eine Aussage zum weiteren Verlauf kann daraus hingegen nicht abgeleitet werden. Da bei dieser Analyse ausschließlich die Erstbescheinigungen der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen betrachtet werden, sind Aussagen zur Zahl der Betroffenen möglich, nicht aber zu Erkrankungsschwere und Dauer.
Impfung für vulnerable Gruppen empfohlen
Insbesondere für Personen über 60 Jahre, Schwangere und Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen und einem schlechten Immunsystem wird eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen. Die volle Schutzwirkung der Impfung setzt nach ca. 2 Wochen ein.