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Grippe-Welle erreicht Niedersachsen

03.02.2026 AOK Niedersachsen 2 Min. Lesedauer

Die AOK Niedersachsen registrierte seit Ende Oktober einen Anstieg der erstmaligen Krankschreibungen aufgrund von Influenza bei ihren versicherten Erwerbstätigen in Niedersachsen (ICD-Diagnosen J09-J11). Bereits in der zweiten Novemberhälfte lagen die Neuerkrankungen über dem Niveau von 2024. Nach dem erwartbaren Rückgang während der Weihnachtszeit ist die Zahl der Grippefälle wieder deutlich angestiegen und lag in den KW 1-3 bereits über den Erkrankungszahlen von Anfang Januar 2025. In der 5. KW dieses Jahres wurden vorläufig 1.107 neue Grippe-Fälle übermittelt, entsprechend 88 je 100.000 Versicherte. Dabei werden für die KW 5 noch Nachmeldungen erwartet.

Eine Frau niest in die Armbeuge.
Erkältung oder Lungenentzündung? Das ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen.

Regionale Peaks in der Grippe-Welle

Regionale Daten sind aufgrund kleiner Fallzahlen mit großer Vorsicht zu interpretieren und das regionale Geschehen kann sehr stark schwanken. Dennoch: In der KW 5 wurden bereits aus allen niedersächsischen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Grippe-Fälle gemeldet. Die meisten Neuerkrankungen aufgrund Grippe mit 207 je 100.000 Versicherten wurden im Landkreis Nienburg (Weser) erreicht, gefolgt vom Landkreis Hildesheim mit 173 Neu-Fällen je 100.000. Die geringste Grippe-Aktivität gibt es derzeit in der Stadt Wilhelmshaven (8 Fälle je 100.000 Versicherte) sowie dem Landkreis Frieslang (13 Fälle je 100.000 Versicherte).   

Früherer Start als im Vorjahr

Analog zu den Meldungen des RKI über die aktuelle Grippe-Saison sieht auch die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Niedersachsen in diesem Jahr einen etwas früheren Beginn der Grippe-Welle. Eine Aussage zum weiteren Verlauf kann daraus hingegen nicht abgeleitet werden. Da bei dieser Analyse ausschließlich die Erstbescheinigungen der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen betrachtet werden, sind Aussagen zur Zahl der Betroffenen möglich, nicht aber zu Erkrankungsschwere und Dauer. 

Impfung für vulnerable Gruppen empfohlen

Insbesondere für Personen über 60 Jahre, Schwangere und Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen und einem schlechten Immunsystem wird eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen. Die volle Schutzwirkung der Impfung setzt nach ca. 2 Wochen ein.

Dazu passend

Eine Frau trinkt Heiße Zitrone aus einer Tasse.
Die AOK Niedersachsen informiert wöchentlich über die aktuelle Infekt-Lage in Niedersachsen. Betrachtet werden wochenweise die Erstbescheinigungen der Arbeitsunfähigkeits-Meldungen (AU-Meldungen), die im Rahmen des eAU-Verfahrens von den Ärztinnen und Ärzten an die AOK Niedersachsen übermittelt wurden.
Person: Stefanie Ohlendorf, Pressesprecherin AOK Niedersachsen
Pressesprecherin

Stefanie Ohlendorf

AOK Niedersachsen