Pressemitteilung

Problemfall psychische Gesundheit

30.01.2026 AOK Hessen 2 Min. Lesedauer

AOK Hessen befragt Lehrkräfte an hessischen Schulen

Eine jugendliche Schülergruppe (zwei Jungen, zwei Mädchen) sitzen auf einer Bank oder einer Mauer und unterhalten sich. Alle haben dunkelblondes bis brünnettes Harr. Die JUngen haben einen Kurzhaarschnitt die Mädchen langes Haar. Das Mädchen ganz rechts trägt zudem Brille und einen Zopf
Die psychische Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler liegt hessischen Lehrktäften am Herzen.

Hessische Lehrkräfte sehen die Stärkung der psychischen Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler als wichtigstes gesundheitsbezogenes Handlungsfeld. Unmittelbar danach folgt die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer selbst. Das ist das vorläufige Ergebnis einer aktuellen Umfrage durch die AOK Hessen. Die Gesundheitskasse befragt Lehrkräfte und Schulleitungen an hessischen Grund- und weiterführenden Schulen derzeit systematisch, um Bedarfe zu erkennen und ihre Präventionsangebote anzupassen.

Die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist angespannt. Psychische Erkrankungen, Bewegungsmangel sowie Übergewicht und chronische Erkrankungen nehmen zu. Die AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… Hessen möchte Lehrkräfte dabei unterstützen, Kindern und Jugendlichen Informationen zum Thema Gesundheit zu vermitteln und so auch zu einer Verbesserung der Lebensweltstruktur beitragen. Um die genauen Bedarfe zu erfragen, führt sie derzeit eine nicht-repräsentative Umfrage durch. Erste Ergebnisse lassen aufhorchen.

Unterschiedliche Ergebnisse

So sagen schulformübergreifend weit über 60 Prozent der Befragten, dass sie bei der Stärkung der psychischen Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler den größten Unterstützungsbedarf sehen. Direkt danach folgt die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer selbst, wobei es hier Unterschiede gibt. An Grundschulen liegt dieses Handlungsfeld mit 65 Prozent gleichauf mit der psychischen Gesundheit der Schülerinnen und Schüler. An weiterführenden Schulen dagegen rangiert es nur auf Platz drei. Mit rund 63 Prozent liegt hier die Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz auf dem zweiten Platz. Bei den übrigen Schulformen, meist handelt es sich um Förderschulen, spielt das Thema Gewalt- und Konfliktprävention zusätzlich eine besonders wichtige Rolle.

Fachkräfte gesucht

Interessant ist auch ein Blick auf die Frage, welche Form der Unterstützung die Befragten bevorzugen. Schulformübergreifend ist das Ergebnis eindeutig: Statt gedruckter Fachinformationen wünschen sie sich Fachkräfte, die gesundheitsbezogene Themen im Unterricht behandeln. Entsprechend fällt auch die Antwort auf die Frage aus, welche Rahmenbedingungen für die Förderung der Gesundheitskompetenz gegeben sein müssten. Hier rangieren notwendige Personalressourcen – etwa Schulgesundheitsexpertinnen – und experten - knapp vor zeitlichen Ressourcen wie Freistellungen oder zusätzlichen Unterrichtsstunden für gesundheitsbezogene Projekte.

Ihr Ansprechpartner und Pressekontakt

Pressesprecher

Stephan Gill

AOK Hessen